Hilfe mit Zacken und Stempel

  • Die Senioren der Aktion "Zwei Stunden Zeit" haben zehn Kilo Briefmarken gesammelt Sinnvolle Arbeit für behinderte Menschen in Bethel



    MÖHNESEE · "Keine Briefmarke in den Papierkorb", so heißt die Devise bei den Senioren der Aktion "Zwei Stunden Zeit". An jedem Seniorennachmittag steht die große Sammelbox auf dem Tisch und immer haben einige der Gäste etwas mitgebracht. Alle zwei Jahre geht ein großes Paket auf die Reise zur Briefmarkensammelstelle der Bodelschwingh´schen Anstalt in Bielefeld-Bethel.


    Dieses Mal ist das Paket rund zehn Kilogramm schwer. Nach vorsichtiger Berechnung sind darin über 32 000 ausgeschnittene Briefmarken. So viele können allein aus der Post der über 200 Senioren nicht zusammenkommen, zumal immer mehr Postsendungen nicht mehr mit Briefmarken frankiert werden.


    Offenbar haben die Senioren auch Freunde und Verwandte, sogar Firmen gewinnen können, bei der Briefmarkensammelaktion mitzumachen. Darauf deuten zumindest die vielen Briefmarken aus aller Welt hin.


    "Viele Briefe sind eigens mit besonders schönen Briefmarken - zum Teil Sondermarken mit Zuschlag - frankiert worden. Das legt den Verdacht nahe, dass dies eigens für den Zweck geschah, den 25 behinderten Mitarbeitern der Briefmarkenstelle in Bethel eine zusätzliche Freude und Abwechslung zu bereiten", erklärt Prof. Dr. Wilfried Stichmann.



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