China-Markenboom vorbei?

  • Eine chinesische Ganzsache mit Mischfrankatur von Tsingtau/Kiautschou nach Lechenich bei Köln. Der Ganzsachen-Werteindruck sowie die chinesische Marke sind am 30.10.1903 gestempelt, die deutsche Kolonien-Marke erst am 6.11.1903, und der Absender hat als Datum den 4.11.1903 geschrieben, Ankunft in Lechenich am 20.11.1903.
    Verstehe nicht ganz, warum der Absender die Karte erst 5 Tage nach Abstempelung schreibt ?(


    Oder ich brauche eine Brille ?(



    Gruß kartenhai


  • Am Endpreis für den Block Nr. 7 von China Tischtennis mit Satz hat sich nichts mehr geändert, 1.103,- EUR. Für dieses Geld bekommt man schon eine ganz schöne Tischtennis-Ausrüstung. :)


    Gruß Kartenhai

  • Nachdem dieser Block vor ein paar Tagen noch 1.479,- EUR bei Ebay einbrachte, ist er jetzt noch einmal auf einen absoluten Rekordpreis von 1.560,- EUR gestiegen. Ein Rekord jagt den anderen. Wo wird Schluß sein?


    An der Börse hieß es früher alle paar Jahre wieder in der größten Euphorie: Es wird nie wieder schwach! Solange, bis der nächste Crash kam! Aber Briefmarken kann man ja nicht mit Aktien vergleichen. Oder etwa doch ?(


    Wir werden es sehen.



    Gruß kartenhai

  • Solange die Euphorie anhält, kommt sofort wieder der nächste Block zur Versteigerung. Hoffentlich ist nicht mal ein Reprint dabei, der nicht als billiger Nachdruck erkannt wird. :D
    Noch billig zu haben, z. Zt. 1,- EUR, aber wie lange noch?



    Gruß kartenhai

  • Zitat

    Original von kartenhai
    ...jetzt noch einmal auf einen absoluten Rekordpreis von 1.560,- EUR gestiegen. Ein Rekord jagt den anderen. Wo wird Schluß sein?



    hallo kartenhai,
    der höchste Preis bis jetzt. Ein neuer steht schon bereit; ist das eine neue Schwemme von Block 19?


    Gruß valgrande

  • Block 8 als FDC verlangt der Anbieter 7.500,00 ohne Attest - olala. Mi.-Preis im Katalog für den FDC 4.000,-- und dass der Block immer kleine Fehler hat. Auf einem FDC wohl nicht zu sehen.



    Gruß valgrande

  • In der DBZ bot ein deutscher Händler vor kurzer Zeit 4.500,- EUR für diese gestempelten Blöcke, er hat sicher schon chinesische Interessenten, die ihm diese Blöcke für 1.000,- oder mehr EUR Aufpreis aus den Händen reissen werden. Ein anderer Händler möchte 15.000,- EUR für den postfrischen Block im Sofortkauf haben, ist aber kein Interessent da, wohl etwas zu teuer angeboten.


    Ober der Block auf FDC zu dem Preis einen Käufer finden wird, wage ich zu bezweifeln.


    Gruß kartenhai

  • Immerhin etwas über 1 Euro pro Maximumkarte bekam der Verkäufer für seine 114 Karten (116,- EUR Ebay-Endpreis). Eine Euphorie in dieser Sammelform ist auch in China nicht festzustellen.



    Von so einem Stückpreis können deutsche Maximumkarten-Verkäufer nur träumen. :rolleyes:


    Gruß kartenhai

  • Nur noch 2 Stunden in der Auktion sind 17 Money Order Stamps von China von 1949-1953, nach Angaben des Verkäufers sind sie komplett. Mir sagt dieser Begriff leider überhaupt nichts, übersetzt wird money order mit Zahlungsanweisung oder Geldanweisung, ich nehme an, diese Marken werden vom Michel nicht katalogisiert. Immerhin sind die Marken schon bei 250,- EUR gelandet.



    Gruß kartenhai

  • Mal wieder im Angebot, das Markenheftchen China Nr. 1 "Gu Dong" von 1980 mit vielen Tieren. Zur Zeit bei 161,- EUR bei noch knapp 1 Tag Laufzeit und 14 Geboten. Da hätte es sich damals wohl gelohnt, sich von dem von außen eigentlich unscheinbaren Heftchen einige zur Seite zu legen. :(


    Der Inhalt steht bei Ebay leider auf dem Kopf, also Kopf drehen und von unten betrachten! :D
    Oder einfach den Bildschirm umdrehen. :)



    Gruß kartenhai

  • Eine interessante Ansichtskarte aus Tsingtau mit Stempel: Kaiserlich Deutsche Marine-Schiffspost No. 38. Eine Mischfrankatur chinesische Ganzsache mit Reichspost-Marke und 2 Schiffspost-Stempel-Abdrücken (leider wieder auf dem Kopf stehend! X( ).


    Auf der Bildseite sowie bei der Verlags-Angabe falsche Schreibweise "Tsintau".



    Gruß kartenhai


  • Hallo,
    TSINTAU war die zuerst benutzte Schreibweise, die man auch auf den ersten Stempeln findet. TSINGTAU folgte dann später, etwa ab 1900. Es gab damals keine einheitliche Transkription für die chinesische Sprache, was anscheinend zu einigen Unsicherheiten führte.


    Gruß,
    Guido

  • Das unscheinbare Markenheftchen China Nr. 1 wurde bei Ebay mit 615,56 EUR zugeschlagen, ein Wahnsinnspreis! Das MH Nr. 2 erreichte dagegen nur 75,- EUR.



    Die seltsamen Money-Order-Stamps blieben bei 250,- EUR:



    Block 19 der soundsovielte erreichte nicht mehr den Rekordpreis seines Vorgängers (1.560,- EUR!), aber immerhin noch 1.485,65 EUR:



    Gruß kartenhai


  • Hallo,
    das ist keine Mischfrankatur.


    MSP (Marineschiffspost) war eine innerdeutsche Versendungsform. Eine "Mischfrankatur" mit irgendeiner ausländischen Postverwaltung war bei Aufgabe* nicht möglich. Die chinesische Ganzsache diente nur als Unterlage (sog. Formularverwendung).


    Das gleiche gilt für die Tonnen an Chinaganzsachen oder Marken, die man beim Boxeraufstand 1900/01 als Souvenir für seine Feldpostsendungen benutzt hat.


    *Theoretisch wäre es möglich, daß eine MSP-Sendung in Deutschland ins Ausland weitergeleitet wurde, da Abs. verzogen/abwesend wg. Kur, kostete dann aber Nachporto wg. fehlendem Auslandsporto.
    Meine, so etwas in die Schweiz nachgesandt gesehen zu haben mit Schweizer Portomarken. Eine Mischfrankatur ist das aber auch nicht, sondern eine: Nachportofrankatur.
    Jeder Supercheckermessehändler nennt das natürlich eine "2-Länder-Mischfrankatur" mit $$$ in den Augen. :zZz:


    Gruß
    ligneN


  • Das ist keine Mischfrankatur! Es handelt sich um eine blanko gestempelte Souvenirkarte, die dann am 5.11. korrekt als Postkarte bei der Deutschen Post eingeliefert wurde. Frankierte und gestempelte Karten - auch mit Marken anderen Auslandspostanstalten in China - wurden als Souvenir verkauft und dann oft deutlich später verwendet. Der Sender hat die Karte auch wie Du selbst bemerkst erst 5 Tage nach dem chinesischen Stempeldatum geschrieben.


    Die erreichten € 170 sind meiner Meinung nach viel zu hoch - da glaubte jemand tatsächlich eine Mischfrankatur zu erwerben.

    Meine Sammelgebiete:
    Deutsch Ostafrika, Britisch Ostafrika, Britisch Ostafrika & Uganda, Ostafrikanische Gemeinschaft, Kenia, Tanganjika, Tansania, Uganda, Kionga, Zanzibar, Deutsches Auslandspostamt Lamu

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