China-Markenboom vorbei?

  • Diese China-Marke zum Geburtstag der Kaiserin mit kopfstehendem Aufdruck für nur 6.400,- EUR fand bei Ebay keinen Käufer, obwohl die Chinesen fast alles zu jedem Preis ankaufen, was von China seit Jahren nur angeboten wird. :P


    Konnte da der Verkäufer den Hals wieder einmal nicht ganz vollkriegen vor lauter Geldgier?




    Könnte mir vortellen, daß so eine Marke, für nur 1,- EUR Startpreis eingestellt, vielleicht auch einen noch höheren Preis erzielen kann als für diese dämlichen Sofortkauf-Preise bei Ebay, die Käufer anfangs nur abschrecken. Bei richtigen Auktionen geht ein potentieller Käufer schon mal etwas höher mit seinen Angeboten, wenn er in das richtige Bietfieber gerät und seinen Konkurrenten die Marke nicht gönnt.



    Gruß kartenhai

  • Hier ist eine kleine Aufstellung der China-Markenheftchen, allerdings ohne Preisangabe:



    Das erste chinesische Markenheft von 1980, Michel-Nr. 1615-1618 (Die Fabel vom Plumps), ist gerade bei Ebay angeboten und schon bei 324,- EUR gelandet, in knapp 6 Stunden ist Auktionsende. Während der Satz im Michel-Katalog 2011/12 postfrisch bei 16,- EUR liegt, als Fünferstreifen mit Zierfeld bei 25,- EUR, ist das Markenheftchen mit 2 Fünferstreifen bei unglaublichen 1.400,- EUR katalogisiert. :O_O:



    Mal sehen, was bei Ebay dafür erzielt wird.


    Das MH kommt übrigens auch gefälscht vor, bei dem Katalogpreis kein Wunder.


    Gruß kartenhai

  • Mit China-Briefmarken ist immer noch viel Geld zu verdienen, das sieht man unter anderem daran, daß sogar branchenfremde Münzhändler auf den gewinnbringenden Briefmarken-Zug aufspringen wollen mit Ankaufsanzeigen: (allerdings sind nur die Jahre 1960-1981 gefragt!):



    Für den Block 19 Jugend z. B. werden postfrisch nur 800,- EUR geboten, bei Ebay werden ca. 1.300,- EUR verlangt bei einerm Katalogpreis von 2.800,- EUR (Michel 2011/12).


    An einen Händler zu verkaufen ist daher nicht besonders ratsam, der kassiert dann nur den eigenen entgangenen Gewinn.


    Gruß kartenhai

  • Hallo Kartenhai,


    werden die bei ebay ausgerufenen EUR 1.300,00 auch tatsächlich gezahlt?


    Und dann wären ja auch noch die Verkaufsgebühr von ebay, die Transaktionsgebühren von Paypal, die Kosten für das Verpackungsmaterial, Fahrtkosten zur Post und der ganze Zeitaufwand, den das Einstellen auf ebay und der Versand mit sich bringt.


    Von daher finde ich das gewerbliche Angebot gar nicht so schlecht.


    Viele Grüße


    Marko

  • Zitat

    Original von Briefmarkentor
    werden die bei ebay ausgerufenen EUR 1.300,00 auch tatsächlich gezahlt?


    Am 10. Mai wurde ein Block postfrisch für 1199,- verkauft und am 31. Mai für 1150,-, Ein Exemplar für 1250 wurde nicht verkauft.


    Zitat

    Original von Briefmarkentor
    Und dann wären ja auch noch die Verkaufsgebühr von ebay, die Transaktionsgebühren von Paypal, die Kosten für das Verpackungsmaterial, Fahrtkosten zur Post und der ganze Zeitaufwand, den das Einstellen auf ebay und der Versand mit sich bringt.


    Nach Abzug deiner Kosten (10% Ebay, Versand und Zeitaufwand), dürften trotzdem 1000 Euro als Erlös bleiben.

  • Die Preise von der Volksrepublik China sind meines Wissens momentan im Michel Katalog deutlich überbewertet, während die Preise von vielen anderen Bereichen noch stark hinterher hinken.


    Verkaufspreise von eBay spiegeln aber sowieso sehr selten nur einen aktuellen Handelswert wieder, den kann man nur aus echten Auktionen entnehmen oder für China in deren spezialisierten Handelsplattformen wie Zhao Online.

  • Unglaubliche Endpreise erzielten bei Ebay kürzlich folgende 3 Belege, 2 Briefe und eine Drucksache. (1.360,-, 2.876,- und 5.716,- EUR!!! :O_O: ). Die Erhaltung der Marken auf den Belegen ist nicht immer so, wie europäische Sammler es gewohnt sind, aber das spielt bei den Chinesen wohl nur eine untergeordnete Rolle. :rolleyes:


    Der Verkäufer hat da wohl ein größeres Kontingent solcher Belege ergattert, muß aber sehr vorsichtig sein, weil er sich mit über 10.000 Bewertungen immer noch als privater Verkäufer bezeichnet:





    Gruß kartenhai

  • Der seltenste China-Block Nr. 8 Schauspielkunst in gestempelter Erhaltung ging vor kurzem bei einer Ebay-Auktion für 4.976,- EUR weg, ein Sofortkauf-Angebot über 8.850,- EUR fand dagegen keinen Dummen:




    Ein Zeichen dafür, daß die Chinesen doch nicht alles zu jedem Preis kaufen, besonders wenn der Verkäufer unrealistische Preisvorstellungen hat.


    Gruß kartenhai

  • Ein etwas seltsamer Beleg wird seit einiger Zeit bei Ebay angeboten, es hat aber noch keiner angebissen, was angesichts des hohen Preises von 9.999,- EUR keinen wundern sollte.


    Es geht dabei um den 2. Weltkrieg, um einen Dr. Albert Miorini, Spionage, Geheimdienst usw. (siehe auch deutsche Beschreibung im Angebot).


    Auch sind noch weitere Belege aus dem Nachlaß dieses Doktors mit im Angebot enthalten. Philatelistisch gesehen wohl nicht so interessant:



    Gruß kartenhai

  • Der chinesische Aktienindex Shanghai Composite ist seit Mitte Juni um rund ein Drittel abgestürzt, was man wohl als echten Aktien-Crash bezeichnen könnte, der noch nicht vorüber ist. Ob sich dieser für Anleger und Spekulanten unheilvolle Wertverlust auch irgendwie auf chinesische Briefmarken auswirken wird, ist nicht absehbar.



    Wenn mit Aktien kein Geld mehr zu verdienen ist, könnten sich die Anleger auf Gold oder Briefmarken stürzen und dort wieder die Spekulation weiter anheizen, andererseits aber auch ihre gehorteten Briefmarken auf den Markt werfen, die jahrelang im Wert gestiegen sind, um die Kursverluste an der Börse zu kompensieren. Das würde die Preise wiederum nach unten ziehen.


    Mal sehen, wie sich der Markt in der nächsten Zeit entwickelt ?(


    Gruß kartenhai

  • Die englische Auktionsfirma Stanley Gibbons Ltd. hat hier eine Studie über seltene chinesische Briefmarken veröffentlicht (leider nur in Englisch!) und sieht auch für die nächsten zehn bis zwanzig Jahre noch Potential in der Wertentwicklung:



    Gruß kartenhai

  • Für 3 Werte Lokalausgabe Hankow werden hier 700,-- EUR im Sofortkauf verlangt. Auch Preisvorschläge werden angenommen. Auf irgendwelche Mängel wird in der Beschreibung nicht gesondert hingewiesen, aber die sieht man eigentlich auch auf den ersten Blick:


    Die erste Marke hat einen größeren Eckabriß, die letze ist ziemlich stockfleckig. Lediglich die mittlere Marke entspricht einer besseren Erhaltung. Mal sehen, wie die chinesischen Sammler diese Erhaltungen würdigen und ob die Marken überhaupt zu diesem Preis weggehen-


    Im Michel China 2011/12 sind die drei Marken mit 1.190,- EUR (Mi.-Nr. Portomarken 11-13 =650,- + 500,- + 40,- EUR) notiert.



    Gruß kartenhai

  • Auf den ersten Blick ein Schnäppchen für knapp 94 Cents pro FDC. Allerdings ist bei China alles, was nach 1988 herauskam, schon fast als Massenware anzusehen, die gesuchten und teuren Ausgaben einschl. Blocks sind alle schon vor dieser Zeit erschienen. Einen Roten Affen wird man also hier nicht finden (1980!). Und wenn man diese Sammlung als Grundstock sich zulegen will, kann eine Rückwärts-Komplettierung ganz schön ins Geld gehen. :D



    Gruß kartenhai

  • @ Zackenzahler:


    Die Bewertungen dieses Verkäufers spricht Bände. Etliche negative Bewertungen wegen falschen und nachgummierten (Posthornsatz!) Marken und auch Falschstempeln! Die Bieter hier haben vielleicht auch nichts Gutes mit diesen Marken vor, wer weiß das schon?


    Gruß kartenhai

  • Hier hat mal wieder jemand den Sinn für die Realität verloren und verlangt einfach irgendeinen hohen Preis nach dem Motto: Vielleicht finde ich ja einen Dummen irgendwo auf der Welt?


    Den Bewertungen nach hat er vielleicht Erfahrung mit Computer-Zubehör, von Briefmarken sicherlich nicht. Er schreibt auch noch frech: "Mehrere Briefmarken vorhanden, bei Interesse bitte melden". Daß diese Briefmarken wesentlich billiger sind als die zum Verkauf stehenden, möchte ich stark bezweifeln:



    Über manche Angebote bleibt einem nur ein Kopfschütteln übrig!


    Gruß kartenhai

  • Ein seltsamer "Ehrenumschlag" zu Ehren des berühmten Roten Affen wird hier bei Ebay angeboten. Seltsam deshalb, weil die Marke nicht gestempelt ist und normalerweise nach Ablösen den Gummi verliert und somit wertlos ist?



    Immerhin sind für diesen Umschlag bis jetzt schon 478,- EUR geboten, und er läuft noch 2 Tage. Bei ähnlichen deutschen Produkten von Briefmarken-Messen spricht man heute verächtlich von "Karton-Philatelie", sie sind nicht besonders begehrt.


    Ist das bei den Chinesen etwa anders, ist dieser Messe-Beleg etwas Besonderes? Könnte man nicht die ungestempelte Marke im Wasserbad ablösen und dann als postfrisch verkaufen? Viele chinesiche Marken haben ja keine Gummierung, im Michel steht bei dieser Ausgabe nichts darüber drin, postfrisch wäre sie wohl viel wertvoller als auf diesem Beleg?


    Der damalige Verkaufspreis auf der Messe wäre noch interessant gewesen, hat wohl damals nur 1,- EUR gekostet, damals natürlich im Gegenwert von Schillingen? Wie viele Besucher sind wohl achtlos an dem Stand der Chinesen vorbeigegangen und würden sich heute ziemlich ärgern darüber?


    Bin gespannt, was der Beleg am Ende bringen wird.


    Gruß kartenhai

  • Ich bin durch ein Erbe an eine umfangreiche Sammlung von China Briefmarken gekommen. Es umfasst die Jahre 1958 bis 1990 komplett in Leuchtturm Alben (inkl. aller Highlights in prägefrischer Qualität)


    Wie ist eure Meinung dazu? Sollte man diese jetzt versteigern lassen und wenn ja, was ist hierfür die beste Adresse.


    Vielen Dank schonmal.