China-Markenboom vorbei?

  • Wieder mal eine interessante Ganzsache von China, gestempet 1903 in Shandong, gleichzeitig ein Tsingtau-Stempel von 1907. Lt. Beschreibung soll die Karte aber postalisch nicht gelaufen sein, die chinesischen Schriftzeichen auf der Anschriftenseite sind also keine Adressangabe. Dann handelt es sich bei den Stempeln wohl um diverse Gefälligkeits-Abstempelungen. Auf jeden Fall eine besondere Karte mit einem sehr hohen Startpreis von 750,- EUR, diese Karte hätte sicher auch mit einem Startpreis von 1,- EUR einen anständigen Preis erzielt. :jaok:



    Gruß kartenhai

  • Die etwas obskure Ganzsache mit den vielen Stempeln, von denen zwei gleich 4 Jahre voneinander differieren, fand für die hohe Summe von 750,- EUR keinen Käufer. Man wird sie wohl in Kürze zu einem niedrigeren Preis wieder bei Ebay sehen:



    Gruß kartenhai

  • Daß diese alte Ganzsache nicht verkauft wird und schon zum zweiten Mal eingestellt wird, wundert eigentlich nicht:



    China alte Ganzsache stimmt nicht ganz, wenn man sich den Werteindruck genauer betrachtet, liest man "Japanese Post", auch die Währung Sen klingt nicht chinesisch.


    Im Gegensatz zu alten chinesischen Ganzsachen sind die japanischen nicht so gesucht und teuer wie manche chinesischen.


    Habe den Verkäufer mal darauf aufmerksam gemacht, vielleicht geht sie als Japan-Ganzsache schneller weg?


    Gruß kartenhai

  • Gerade fiel mir beim Ausmisten ein alter Borek-Briefmarkenkatalog von 1985 in die Hände. Dieser Katalog war damals gleichzeitig auch die Verkaufs-Preisliste von Borek.


    Bei China fielen mir folgende Ausgaben auf (Katalogpreise Michel von 2011/2012):


    Block 8 Schauspielkunst von 1962: 1.100,- DM (16.000,- EUR)
    Block 19 Studium der Jugend von 1979: 30,- DM (2.800,- EUR)
    Michel-Nr. 1594 Jahr des Affen von 1980: 3,- DM (1.600,-)


    Wie man sieht, hat sich der Rote Affe besser entwickelt als die anderen beiden heute sehr gesuchten Blöcke. Auch damals war der Block 8 nicht besonders preiswert, würde mich interessieren, was der mal im Abo gekostet hat?


    Gruß kartenhai


  • hab mal die aktuellen preise eingefügt......

  • "Block 8 Schauspielkunst von 1962: 1.100,- DM (16.000,- EUR) (aktuell online 25.000,-- für perfekten block +70% = 42.500,--!!"


    Aktuelle Auktionspreise (richtige Versteigerungen) sagen da etwas anderes, Zuschläge über 12.000.- Hammerpreis sind kaum zu erzielen.


    Aber in die Tasche flunkern macht ja Laune.

  • Diesen Brief bezeichnet der Verkäufer als "spektakulären Massenfrankatur-Brief". Spektakulär ist auch der Sofort-Kauf-Preis: 700,- EUR. Die 56 Dschunken-Marken liefen als Einschreiben von Shanghai nach Toulon in Frankreich. Schön anzusehen ist das gute Stück ja schon, mal sehen, ob ein Interessent zu diesem Preis auch zuschlägt?



    Gruß kartenhai

  • Bei diesem auch als Massenfrankatur bezeichneten Beleg denkt man zuerst an eine Art Rechnung, nur wenn man weiter nach unten scrollt, sieht man anscheinend auf der Rückseite dieser Rechnung die Marken mit einem sonderbaren Bezahlt-Stempel (PAID) der Firma.


    Die Marken scheinen von der Post zu sein, aber die Abstempelung stammt von der Firma. Ist das nun eine Art von Absender-Freistempel oder wie kann man das deuten? Wurde die Rechnung einfach nur geknickt, auf der Rückseite mit Briefmarken versehen und so weggeschickt, ohne Briefhülle? Aber da fehlt die Anschrift, kann wohl nicht sein.


    75,- EUR kostet der seltsame Beleg im Sofortkauf:



    Gruß kartenhai

  • Kleinstwerte in Mengen verkleben, gerne auch rückseitig da die Briefklappen oft ungummiert waren, ist bei China häufig.


    Wg. Mischfrankatur und Riesenformat kein Bringer max. 60?


    700.- = feuchte Träume des Anbieters.

  • Eine Einladung zum Jubiläums-Fest des kaufmännischen Vereins Güstrow auf Seidenpapier, dekoriert mit 5 chinesischen Drachenmarken, wird hier für 100,- EUR Startpreis angeboten. Für einen Heimatsammler von Güstrow sicherlich ein Highligt für die Sammlung, aber auch China-Sammler könnten dafür Interesse zeigen. Aufgrund des hohen Startpreises werden die Gebote wohl erst ganz am Schuß erfolgen:



    Gruß kartenhai

  • Der China-Beleg von Güstrow fand für 100,- EUR keinen Käufer. Es wundert schon ein wenig, daß sich für diese Rarität kein Heimatsammler fand. Vielleicht, weil er ziemlich zerknittert war?


    Und was macht der Verkäufer? Anstatt den Beleg etwas preiswerter wieder einzustellen, kostet er jetzt gleich 108,- EUR. Ja, ja, die Inflation! Oder ist es die Gier, oder ist er beleidigt, weil das Ding keiner haben wollte?



    Gruß kartenhai