Bayern - Mühlradstempel

  • Dazu gibt es eine sehr informative Internet-Seite mit einer Liste der 1. Verteilung (2. Verteilung in Vorbereitung) "Bayern: Kurze Geschichte der Mühlradstempel" unter Klassische Philatelie - Altdeutschland <- Link wird nicht angezeigt, ist aber da.


    Da ich mich mit den Bayern-Quadratausgaben noch nicht näher beschäftigt habe, stellt sich mir die Frage:


    Ist die Nummer des geschlossenen/offenen Mühlradstempels bei der Preisbewertung von losen (abgelösten) Marken so entscheidend oder nur bei Ganzstücken (Briefen)? Wenn ja, liegt es an der relativen Seltenheit mancher Postorte oder sind das spezialisierte Heimat-/Nummernsammler, die Abstempelungen von einem bestimmten Ort suchen und dafür Liebhaberpreise zahlen? ?(

  • Zitat

    Original von philnum
    Dazu gibt es eine sehr informative Internet-Seite mit einer Liste der 1. Verteilung (2. Verteilung in Vorbereitung) "Bayern: Kurze Geschichte der Mühlradstempel" unter Klassische Philatelie - Altdeutschland <- Link wird nicht angezeigt, ist aber da.


    Ja danke Philnum, diesen Link hatte ich auch gefunden. Der ist in der Tat sehr nützlich, aber eben leider bloss von der 1. Verteilung.


    Der Händler hat mir unterdessen bestätigt, dass es sich bei dieser 218 um Homburg handeln muss, da die Marke erst 1862 herauskam, lange nachdem die Stempel der 1. Verteilung nicht mehr im Umlauf waren.


    Zitat

    Original von philnum
    Da ich mich mit den Bayern-Quadratausgaben noch nicht näher beschäftigt habe, stellt sich mir die Frage:


    Ist die Nummer des geschlossenen/offenen Mühlradstempels bei der Preisbewertung von losen (abgelösten) Marken so entscheidend oder nur bei Ganzstücken (Briefen)? Wenn ja, liegt es an der relativen Seltenheit mancher Postorte oder sind das spezialisierte Heimat-/Nummernsammler, die Abstempelungen von einem bestimmten Ort suchen und dafür Liebhaberpreise zahlen? ?(


    Sicherlich spielt hier der Liebhaberwert eine grosse Rolle. Im Prinzip ist der Stempel 113 natürich genauso "gut" wie die Nummer 114. Wer nur am Erscheinungsbild des (Mühlrad)Stempels interessiert ist, tut gut daran, eine Nummer von München zu kaufen, denn dort wurde vermutlich am meisten mit diesem abgestempelt.


    Bei kleinen Ortschaften liegt es auf der Hand, dass viel weniger Marken und Briefe mit diesem oder jenem Stempel gestempelt wurden, weil dort schlichtweg viel weniger Post generiert wurde (und es zudem womöglich relativ noch teurer war für die dort wohnenden "einfachen" Leute. In den Städten war die Wirtschaftskraft sicherlich generell etwas höher). Ein Sammler, der Belege bestimmter Ortschaften sammelt, wird für so einen eher seltenen Stempel sicher etwas mehr bezahlen als "notwendig".