Die "Marke Mozart" ehrt Salzburgs berühmtesten Sohn

  • Burgstaller bei Briefmarkenpräsentation: Briefmarkenserie 'Mozart in Salzburg' als Reverenz gegenüber dem 'genius loci'



    Es sei nicht zu leugnen, dass die praktische Bedeutung der Briefmarke in der täglichen Kommunikation im Zeitalter von Maschinenfrankierung, SMS und E-Mail gesunken sei. Dennoch sei die Briefmarke als Kulturträger auf ihre ganz besondere Art ebenso zeit- und konkurrenzlos, wie etwa ein liebevoll zubereitetes Festmahl im Vergleich zu so genanntem "Fastfood", erklärte Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller heute, Freitag, 30. Juni, bei der Briefmarkenpräsentation "Mozart in Salzburg" in der Salzburger Residenz.


    "Die Briefmarkenserie 'Mozart in Salzburg' ist eine weitere dankenswerte Reverenz – in einer Dreierserie von philatelistischen Mozart-Schwerpunkten – gegenüber dem 'genius loci' anlässlich der Feierlichkeiten zu dessen 250. Geburtstag", so die Landeshauptfrau. Die Mozart-Briefmarken-Editionen erinnern nicht zuletzt auch daran, dass das meiste Wissen über die Persönlichkeit des W.A. Mozart, über seine Gedanken- und Gefühlswelt, aus seinem intensiven Briefverkehr mit seiner Familie, mit Freunden und Geschäftspartnern stammt. "Es ist wohl nicht übertrieben, zu sagen, dass Mozart, ein ausgesprochener Vielschreiber in Notenschrift und Wort, der 'Marke' Salzburg für alle Zeit seinen faszinierenden Stempel aufgedrückt habe", sagte Burgstaller.


    Das Briefmarkensammeln sei nicht nur eine beliebige Sammelleidenschaft. Kaum ein anderes Hobby sei derart vielseitig mit nahezu allen denkbaren Wissensgebieten aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und auch mit unterschiedlichsten Ausdrucksformen der bildnerischen Kunst verknüpft, wie eben die Philatelie. Philatelisten seien zudem geradezu "naturgemäß" auch Internationalisten, da sie seit jeher dem Grenzen überwindenden Charme der Briefmarke erlegen seien. Das international anerkannt hohe Niveau der künstlerischen Gestaltung habe über Generationen hinweg vor allem den Briefmarken aus Österreich weltweite Bekanntheit verschafft und somit auch das Bild von Österreich als herausragendem Kulturland mit geprägt.


    Burgstaller wies auf die zuletzt erstaunliche "Demokratisierung" bei der Motivgestaltung der Briefmarke hin: "Während das Motiv der Briefmarke früher prominenten – und noch dazu meist bereits verstorbenen - Persönlichkeiten vorbehalten war, kann heute jede und jeder ihre bzw. seine eigene Briefmarke mit eigenem Portrait in Auftrag geben".




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