Grosser Erfolg für die «Heilige Familie»

  • Die Liechtensteiner Briefmarke «Heilige Familie» erreichte den zweiten Platz bei der Briefmarken-Auszeichnung «Grand Prix de l'Exposition WIPA», die am 1. Juli in Salzburg stattfand.


    Als Vertreter der Philatelie Liechtenstein konnten Hermann Hassler (ehemaliger Amtsleiter Amt für Briefmarkengestaltung) und Norbert Hasler (Leiter Philatelie) den zweiten Preis für die Marke «Heilige Familie» entgegennehmen.


    Knappe Entscheidung


    Jedes Jahr ist die Verleihung des Grand Prix der Wiener Internationalen Postwertzeichen-Ausstellung (WIPA) ein grosses Ereignis. Diesen März wurden die Briefmarken des Jahres 2004 beurteilt. Das damalige Amt für Briefmarkengestaltung schickte die Marke «Heilige Familie» aus der Serie «Weihnachten» vom 22. November 2004 ins Rennen.
    Nur ganz knapp verpasste dieses besondere Postwertzeichen den Titel zur schönsten Briefmarke der Welt. Der Entwurf der Marke stammt von der Künstlerin Marianne Siegl. Andachtsbildchen aus alten Gebetsbüchern haben dafür als Vorlage gedient. Der einzigartig gestanzte Rand des Wertzeichens ist eine bis anhin wohl noch nie dagewesene Besonderheit. Gedruckt wurde das kleine Kunstwerk in mehrfarbigem Rastertiefdruck in der Österreichischen Staatsdruckerei.


    International anerkannt


    Der Grand Prix de l'Exposition WIPA wurde im Jahre 1980 zur «WIPA 1981» eingeführt, ist in der Zwischenzeit aber eine weltweit anerkannte Einrichtung zur Wahl der weltschönsten Briefmarke geworden. So werden jedes Jahr die Postverwaltungen des Weltpostvereins (UPU) aufgefordert, jene Briefmarken des Vorjahres einzureichen, welche sie für die beste halten. Die Jury besteht aus Fachleuten der Österreichischen Post AG, dem Druckereiwesen, weiters den bedeutendsten Markenkünstlern Österreichs und den Spitzen der philatelistischen Fachpresse. Auswahlkriterien sind gemäss den Statuten des Grand Prix de l'Exposition WIPA die Landesbezogenheit, der Anlass, die Wahl des Motivs, die Gestaltung des Themas, die grafische Ausführung und die Druckqualität.


    Schönste Briefmarke aus Russland


    Den ersten Preis der WIPA erhielt Russland für den Zusammendruck-Bogen «Tierkreiszeichen» vom 21. April 2004. Die zwölf Marken zeigen die Sternzeichen in kombiniertem Offset- und Prägedruck mit zusätzlichen Bildelementen in Heissfolien-Prägung. Ausschlaggebend für die Wahl waren das gefällige optische Aussehen sowie die aufwändige drucktechnische Gestaltung.
    Auf den dritten Platz schafften es – mit grossem Abstand und nur etwa der Hälfte der Stimmen der beiden Erstplatzierten – gleich drei Postverwaltungen: Finnland, das mit einem Block den Dichter Johan Ludvig Runeberg ehrte, die Tschechische Republik, die ein Werk des Malers Alois Bubák abdruckte, und die Ukraine, die mit dem Block Insignien von Hetmann Bohdan Chmelnyitzkyj überzeugte.




    Zitat

    Quelle / Artikel: