Siegelmarken

  • Hallo zusammen,


    hier nun eine weitere Siegelmarke aus dem Regierungsbezirk Liegnitz in Niederschlesien, diesmal aus Jauer.


    Jauer (poln. Jawor) war zu preussischer Zeit die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises. Vor dem Krieg hatte Jauer 13.728 Einwohner (1939). Die deutschen Einwohner wurden, so sie nicht schon vor der Roten Armee geflüchtet waren, durch die polnischen Behörden vertrieben. An ihrer Stelle wurden polnische Heimatvertriebene aus den polnischen Ostgebieten angesiedelt.


    Jawor ist mit seinen 22.462 Einwohnern (2020) Kreisstadt des gleichnamigen Powiat. Im übrigen beherbergt die Stadt eine der beiden erhalten gebliebenen Friedenskirchen die heute Weltkulturerbe sind.


    Hier nun das Siegel der "Kgl. Preuss. Direction der Strafanstalt Jauer"


    Viele Grüße

    DKKW

  • Hallo Zusammen,


    verwendet 1913 in Nürnberg

    Chromolithographie mit Darstellung der Hopfenernte im Angesicht der Nürnberger Burg: ein Gespann, gezogen von einem Schimmel und einem Ochsen, wird von Bäuerin und Bauer beladen. Gerahmt von neugotischem Maßwerk, in das das monogramm B eingefügt ist, untertitelt "BERNHARD BING NÜRNBERG SAAZ NEW YORK".


    Gruß Frankensimon



  • Hallo Zusammen,


    Verwendungsjahr nicht bekannt


    Im Jahre 1723 kaufte Herr Lorenz Bieling die Druckerei, welche im Jahre 1868 in die Firma Bieling-Dietz umgewandelt wurde. Die Firma nahm bald einen starken Aufschwung und zählte zu den ersten Druckereien Nordbayerns. Im Jahre 1885 bekam sie in Anerkennung ihrer erstklassigen Leistungen den Titel einer Hofbuchdruckerei


    Gruß Frankensimon





  • Hallo zusammen,


    heute zeige ich eine Siegelmarke aus Kohlfurt. Aus diesem Ort habe ich vor Jahren mal Ansichtskarten im Rahmen meines Ansichtskartenthreads Landkreis Görlitz gezeigt.

    Kohlfurt (poln. Wegliniec) war und ist ein wichtiger Bahnknotenpunkt an der Bahnstrecke Görlitz-Breslau.


    Hier nun das Siegel des Kaiserl. Deutschen Postamt 1 Kohlfurt


    Viele Grüße

    DKKW

  • Hallo zusammen,


    hier nun meine aktuell letzte Siegelmarke aus dem Bezirk Liegnitz. Sie stammt aus Lauban.


    Lauban (poln Luban) war früher die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises. Die Stadt, die 1939 16.436 Einwohner hatte, war Ende des 2. Weltkriegs stark zerstört worden. Die verbliebenen ca. 3.000 deutschen Bewohner wurden 1946 vertrieben und durch Polen ersetzt die überwiegend selbst Heimatvertriebene aus den nun sowjetischen polnischen Ostgebieten waren.


    Luban ist heute Verwaltungssitz des gleichnamigen Powiat und hatte Ende 2020 20.723 Einwohner.


    Laut Wikipedia war Lauban vor dem Krieg das Zentrum der Taschentuchproduktion in Deutschland. Werbeslogan: Lauban putzt der Welt die Nase.


    Hier nun die Siegelmarke: Polizeiverwaltung zu Lauban


    Viele Grüße

    DKKW

  • Hallo zusammen,


    hier meine einzige Siegelmarke aus Oberschlesien. Zu Oberschlesien habe ich keine familiären Beziehungen demzufolge auch ein geringeres Interesse Sachen wie zum Beispiel Siegelmarken zu sammeln.


    Hier bin ich aber "reingefallen"


    Das Siegel ist vom "Eisb. Dir. Bezirk Breslau" also eingesackt. Spaäter dann gesehen dass unten "Betriebsamt Oppeln" steht.


    Viele Grüße

    DKKW

  • Hallo zusammen,


    bevor ich meine wenigen Siegelmarken aus Schleswig-Holstein rauskrame hier noch eine rätselhafte Siegelmarke.


    Siegel: GEMEINDE DORF JAUERNIGG


    Nun, den Gemeindenamen Jauernig oder auch Jauernick gibt es öfters, Ritters Ortslexikon aus dem Jahr 1874 führt fünf Orte mit diesen Namen auf, aber Jauernigg? Fehlanzeige.

    Im Netz habe ich nur den Hinweis gefunden dass der deutsche Name des slowenischen Dorfes Javorje (heute zu Smartno pri Litiji gehörend) Jauernick oder Jauernich oder Jauernigg lautete.


    Viele Grüße

    DKKW

  • Auf der nachfolgenden Seite mit deutscher Übersetzung fand ich das Dorf Jauernigg unter der Nr. 9. Es soll sich unmittelbar neber der Stadt Jauernigg befinden.


    https://www.senat.cz/informace…chuz/prilohy/priloh03.htm


    Bei Wikipedia findet man unter Jauernig (mit nur einem g) die beiden Orte Javornik (Mährisch-Schlesien) und Jawornica (Niederschlesien).

    Vermutlich ist die Siegelmarke vom Dorf Javornik, da nur hier die Nachbarschaft zur Stadt gleichen Namens erwähnt wird, bei Jawornica gibt es keine Stadt mit dem gleichen Namen.


    Der Name mit einem oder zwei "g" wurde wohl mal so und mal so geschrieben.


    Hier noch eine Siegelmarke der Stadt Jauernig in Böhmen:


    Gruß kartenhai

  • Das ist ja eine Wucht abrixas

    Der Empfänger heißt Bahrfeldt.

    Zwei der berühmtesten Numismatiker zu der Zeit waren Emil und Max Bahrfeldt, Brüder.

    Max Bahrfeldt war zwischen 1907 und 1910 Brigadekommandeur in Rastenburg.


    Da hast du ein absolutes Highlight in den Händen!

  • Em. Jac. Friedmann und Brüder, 1864


    Ein Neuzugang in meiner Sammlung und mein aktuell ältestes Stück mit einer Siegelmarke.

    Ein Brief von Brünn nach Hohenelbe in Böhmen.


    Die Siegelmarke ist mit einem Firmennamen und einer kleinen Vignette bedruckt worden.

    Bei "Em. Jac. Friedmann und Bruder" scheint sich von einem Handel für Papierwaren bis zu einem Verlag entwickelt zu haben, der auch Ansichtskarten herausgab.


    Eine Anzeige in eigener Sache von 1863 führt den Betrieb als "Papier- und Strazzen-Geschäft" auf, gibt die Aufnahme des Bruders in das Geschäft als Mitinhaber und die damit einhergehende Namensänderung bekannt. (Edit vom 22.06.2022, siehe untenstehende Anmerkung.)


    Generell scheint es so zu sein, dass die Verwendung von Siegelmarke in der KuK Monarchie stark verbreitet war, vor allem im privaten Sektor. Die ältesten verfügbaren Belege mit Siegelmarken stammen aus der Donaumonarchie.






  • mimach

    Ein schönes und interessantes Stück. Zwei Anmerkungen hätte ich : Es war nur ein Bruder, darum heisst das Geschäft “…und Bruder”, nicht “und Brüder”. In der Anzeige steht nicht “Strassen-Geschäft”, sondern “Strazzen-Geschäft”, passend zu Papier. Strazzen sind Geschäftsbücher, Kladden.