signierte Briefmarken

  • Hallo,


    mir wurde eine Briefmarke angeboten die angeblich mit dem Namen" Renggli" signiert ist.
    Kann mir jemand erzählen was damit gemeint ist, auf der Vorderseite kann ich nichts erkennen, und der Begriff ist mir auch unbekannt.


    Vielen Dank......


    retep

  • Hallo retep


    Gottseidank kannst Du auf der Vorderseite nichts erkennen!! "Renggli" ist ein philatelistischer Prüfer. Er erstellt Befunde und Atteste für Altschweiz-Marken. Er signiert zum Glück nur auf der Rückseite. :augenzwinkern:


    Gruss
    Afredolino

    Beginn den Tag mit einem lächeln und du hast ihn schon gewonnen

    Einmal editiert, zuletzt von Afredolino ()

  • Ein Prüfzeichen oder auch ein Signum auf der Rückseite einer Briefmarke bedeutet, dass diese geprüft und für echt befunden wurde.


    Ist also nicht schlimm. :augenzwinkern: Im Gegenteil, die Briefmarke erhält so einen Wertzuwachs.


    Gruss
    Afredolino

    Beginn den Tag mit einem lächeln und du hast ihn schon gewonnen

  • Ein Signum auf der Rückseite einer Marke, kann ein Prüfzeichen, ein Besitzerzeichen, oder sonst was sein. Im Falle eines Prüferzeichens, bedeuted dies, daß die Marke geprüft wurde, oder der Eindruck erweckt werden soll, von eben diesem Prüfer als echt eingestuft worden zu sein.


    Fakt ist, daß bei teuren Marken manches Signum gefälscht, verfälscht, oder "appliziert" (Gummi-Transplantation) worden sein kann. Ein Signum bedeutet auch nicht zwangsläufig, daß die Marke 100%ig echt ist! Auch Prüfer können (selten, aber doch) irren. Dies gilt insbesondere für sehr lange zurückliegende Prüfungen (die Technik zur Prüfung ist ja immer umfangreicher geworden).


    Die Position des Signums sagt etwas über Erhaltung, Schnitt, Zähnung, Aufdruck, usw. zum Zeitpunkt der Prüfung aus. Wenn ein Signum auf einer Marke zu sehen ist, dann sollte man sich daher zuerst kundig machen, ob das Signum korrekt positioniert ist (alte Prüferzeichen können auch anders platziert sein). Bei sehr seltenen bzw. teuren Marken empfiehlt sich auch, ob der entsprechende Prüfer dieses Gebiet überhaupt behandelt. Im BDPh gibt es dazu eine Liste an Forumsbeiträgen und den Verweis zu entsprechenden Internetseiten.


    Kein Signum auf der Marke, muß nicht bedeuten, daß die Marke noch nicht geprüft wurde. Also immer nach einem Attest fragen! Man geht dazu über, Marken nicht mehr zu "verschandeln", sondern nur noch Fotoatteste beizulegen. Dies ist bei gestempelter Ware einigermaßen tauglich.


    Zum Schluß: Abgesehen von stark fälschungsgefährdeten Marken (steht im Katalog) ist keine Panik angebracht. Fälschungen sind weitaus weniger häufig, als trivial falsch bestimmte Marken! Wer schon einige alte Vordruckalben in den Händen hatte, wird mir sicher bestätigen, daß unheimlich viel einfach nur falsch abgelegt wird. Je nach Sammelgebiet gibt es aber auch ganz komplexe Dinge zu beachten, wo der Normal-Katalog schnell zu falschen Ergebnissen führt (ein gutes Beispiel sind die Neudrucke).

  • warum stellt ihr eure Beitäge nicht ins Lexikon?


    Ersteinmal VielenDank für die wirklich umfangreichen Informationen und Beiträge,ich für mein teil habe wirklich etwas gelernt.
    Danke.....


    gruß
    retep