Briefmarken trocknen?

  • Guten Tag,


    ich habe letztes mal einige Briefmarken von Belegen abgelöst. Das Ablösen ansich bereitet mir weniger schwierigkeiten, jedoch das Trockenen. Lege ich die Marken auf die Fensterbank, beginnen diese sich zu wölben/wellen. Quetsche ich sie zwischen zwei blanko Seiten unter Katalogen und Telefonbüchern, fangen diese wieder an kleben zu bleiben. Jetzt hab ich mir sogar schon überlegt, mal das Bügeleisen zur Hilfe zu ziehen.
    Sagt mir doch wie ich das am geschicktesten anstelle.


    Vielen Dank euch allen. Es schrieb Waldemar aus HH

  • Zuerst, wenn du Briefmarken ablösst müssen sie frei vom Kleber sein, sprich Briefausschnitte ins warme Wasser. Sobald sich die Marken ablösen ganz sachte den Restgummi "runterkratzen" und dann am besten in eine kältere Schale ablegen.
    Danach die Briefmarken mit der Bildseite nach unten auf ein Tuch (zb. Geschirrhandtuch) legen und von oben mit der zweiten Hälfte des Tuches abdecken (saugt das Wasser grösstenteils weg).
    Danach die Marke mit einer Pinzette vorsichtig in ein sogenanntes "Trockenbuch" legen, das sind Hefte mit Saugseiten, die Flüssigkeit aufnehmen (man kennt ja die einzlenen Seiten früher in den Schulheften, das nur als gebundes Heft nennt sich Trockenbuch, gibt es bei jedem Fachhändler für wenig Geld).
    Das Trockenbuch mit etwas beschweren (zb. Telefonbuch) und das wars.


    Gruss,


    Coki

  • Briefmarken von Belegen ablösen X( :O_O: :oneien: naja vielleicht waren die Belege ja völliger Müll :ups: Ok also zum Thema wenn ich in die Gelegenheit komme nur die Marke zu wollen hat mir ein alter Sammler mal den Tipp gegeben die Marke auszuschneiden, schön mit Stempel und die ins Album zu tun. 1. schonts die Marke 2. hat man den ganzen Stempel und drittens erübrigt sich die die Frage des waschens und trocknens was widerum die Nerven der Hausfrau schont (was macht der Haufen Papier in meiner Waschmaschiene) 4. wenns denn nich anders geht ist die billigste Methode (nachdem man den Gummi wie beschrieben vorsichtig entfernt hat und sie zum Nachspülen in ein kaltes Bad gelegt hat) Marken auf ein Handtuch legen nach ein paar Minuten zwischen zwei weiße Blätter (aus dem Drucker) legen, selbiges auf eine gerade Unterlage legen und sämtliche dicken Wälzer die man finden kann (groß genug) ein paar Tage liegen lassen. Nicht zu viele Marken waschen.

  • Besorg dir ein Trockenheft bzw. Buch, die Anschaffung lohnt sich und die Marken werden super flach. Das Löschblattheft aus dem Supermarkt hat nicht so viel Saugkraft und es wird schnell wellig, das Trockenheft hab ich schon lang im Gebrauch.


    Ich wasche mit 2 Becken, in das erste geb ich ein wenig Spülmittel um das Wasser zu entspannen, nachdem sich die Marke vom Papier gelöst hat, schwemm ich sie mit der Pinzette im 2. Becken und dann lege ich sie rücklings ins Trockenbuch, beschweren mit Telefonbuch etc.
    und nach einer Woche einreihen.

  • ?( mein Trockenbuch wurde wellig, die Marken nicht flach und die Anschaffung hat sich für mich nich gelohnt da ichs abl wegschmeißen musste hab ich wohl was falsch gemacht :ups: :ups:

  • Zitat

    erste geb ich ein wenig Spülmittel um das Wasser zu entspannen,Ich wasche mit 2 Becken, in das


    Bei Spülmittel vorsichtig sein!! Es sind verschiedene chemische Stoffe- bes. Aufheller und die greifen das Papier an! Unter der UV- Lampe sieht man den Schaden!




    Zitat

    mein Trockenbuch wurde wellig, die Marken nicht flach und die Anschaffung hat sich für mich nich gelohnt da ichs abl wegschmeißen musste hab ich wohl was falsch gemacht


    Nach dem Wasserbad das überschüßige Wasser auf der Marke vorsichtig abtupfen und dann in das Trockenbuch und Gewichte drauf.

  • Es kommt sehr auf die Marken an. Für modernere Ausgaben gibt´s von Lindner einen Gummientferner. Es reicht aber wohl auch ausreichend langes Wässern, manchmal mit einem Tropfen Spülmittel.


    Für Klassik-Marken (ist eigentlich eh die Ausnahme, daß man da den Gummi entfernen muß) eignet sich diese Lösung angeblich nicht. Den "Tierleim" kann man nur durch langes wässern unter fließendem Wasser und gelegentlichen vorsichtigem rubbeln zwischen den Fingern ablösen. Ganz wichtig ist, daß der Leim völlig entfernt ist, ansonsten rollen sich die Marken zusammen, oder bleiben im Trockenbuch kleben. Es ist unheimlich wichtig, daß man sich im vorhinein klar über das Papier der Marke ist! Eine Rippung ist schnell mit heißem Wasser zerstört! Je nach Marke, kann auch der Farbstoff herausgelöst werden. Darum lieber immer kaltes Wasser verwenden.


    Nach dem wässern, lege ich die Marken an den Rand einer Glasschale. Sobald sie von selber herunterfallen kann man sie in ein Trockenbuch legen (die Restfeuchte ist nötig, damit die Marke glatt gepreßt werden kann). Wenn´s eilig ist, empfiehlt sich ein kurze Behandlung mit dem Föhn und anschließendes Pressen im Buch.


    Eine ziemlich rüde Methode ist das "glattbügeln" von entsprechenden Stellen mit einem abgerundeten Metall-, oder Glas-Stab. Das funktioniert ganz ausgezeichnet, aber empfehlen würde ich diese Behandlung nur in Ausnahmefällen!


    Bessere Methoden habe ich bisher noch nicht gefunden, freue mich jedoch auf Ratschläge.

  • hab ich gemacht wurde trotzdem wellig :verwirrt: vielleicht waren es zu viele Marken auf zu vielen Seiten hintereinander...

    Einmal editiert, zuletzt von saschJohn ()

  • Kann ich eine wellige Marke noch mal ins Wasserlegen und dann im Trockenbuch flachpressen? Hab das noch nicht ausprobiert. :unsicher:
    Und was mach ich falsch, wenn bei einigen Marken ( neue Blumen-Dauerserie ) nach dem Waschen die Farbe an einzelnen Stellen abplättert? ?( ?(


    LG MilchKnilch

  • Servus, milchknilch lass dir Zeit beim Trocknen, besorg dir vielleicht ein Trockenbuch und beschwere die Briefmarken ungefähr eine Stunde.
    Sie soll ruhig bis 24 Stunden im Trockenbuch bleiben.


    Die Farbe blättert manchmal ein wenig ab, wenn die Marken zu lange im Wasser liegen oder manchmal Briefmarken (auch selbstklebende) mit
    zusätzlichen Klebern angebracht wurden.


    Wertvollere Marken löst Tobias immer in einer eigenen Schüssel ab.