Michel Deutschland-Katalog 2004/2005

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    Was sind die sonderbaren Briefmarken aus dem Deutschen Reich in Opas Album wohl mittlerweile wert? Lohnt es sich, mit der als Jugendlicher angelegten Briefmarkensammlung heute die Anzahlung für den Rentenwohnsitz zu finanzieren? Nicht nur solche und ähnliche Fragen nach dem finanziellen Wert von Postwertzeichen lassen Philatelisten jeglichen Begeisterungsgrads nach dem Michel-Katalog greifen. Auch wer seine Grundkenntnisse zum Thema Marken einmal aufstocken möchte, ist mit dem Standardwerk gut bedient.
    Anhand eines Glossars werden nämlich die wichtigsten Begriffe der Markenkunde anschaulich erklärt. Man erfährt dabei Interessantes über die wichtigsten Drucktechniken, Möglichkeiten der Fälschung, Ersttagsblätter und –briefe, sowie über die kniffelige Wissenschaft der unterschiedlichen Trennungsarten -- vom simplen Schnitt bis zur Doppelkreuzkammzähnung. Und wer sich im Besitz extrem wertvoller Sammlerstücke glaubt, findet neben Forschungsgemeinschaften auch eine ausführliche Liste mit den Adressen von Verbandsprüfern und Sachverständigen, die über den tatsächlichen Wert einer Marke Auskunft geben können.


    Herauszufinden, dass die in Kamerun verwendete rosabraune 25-Pfennig-Marke des Deutschen Reiches aus den Jahren 1887-1891 mittlerweile 2000 Euro wert ist, DDR-Marken der Olympischen Winterspiele in Calgary 1988 allerdings nur Centbeträge erbringen würden, ist ein Motiv für den Griff zum Michel. Darüber hinaus sind die Epochen der Briefmarke aber auch ein Leitfaden durch die deutsche Geschichte aus ungewöhnlicher Perspektive zu finden.


    Dass der Michel-Katalog die Bibel der an deutschen Briefmarken interessierten Philatelisten bleibt, daran wird sich auch mit der aktuellen Ausgabe nichts ändern. Mit großen Überraschungen hat sicher auch niemand gerechnet. Immerhin ein ganz großes Novum bleibt dem Wälzer nicht erspart: Die Preisangaben für Briefmarken sind mittlerweile in Euro notiert.




    EUR 27,80 // www.amazon.de

  • Also ich für meinen Teil verwende den Katalog nur zum ordnen der Marken.
    Wenn jemand nur auf den Wert der Marken schaut wird er wenig Spaß an dem ganzen haben, da man einfach zuviel Geld investieren mus als das es sich wirklich lohnen würde.
    Den neuen Katalog habe ich noch nicht, habe noch den Leuchtturm 2001 weil ich mir da alles markiert habe.

  • @airotech


    ad Michel: stimmt wohl im Großen und Ganzen....allerdings hast Du vergessen, daß "fast" jede Marke weit unter dem Michel-Preis gehandelt wird. Das billigste Material bekommt man im Normalfall (von z.B.: anderen Tauschpartnern) sogar geschenkt (und da interessiert´s üblicherweise keinen, ob die Summe des Kat-Preises 1000.-- Euro ausmacht).


    Realistischerweise kann für eine Marke mit Kat-Preis um die 100.-- Euro (ist schon eher selten) ein Händlerpreis von 30 bis 50 Euro, ein E-Bay Preis von 10 bis 20 Euro, ein Auktionshaus-Ausrufungspreis (innerhalb einer ganzen Sammlung) von 10 bis 15 Euro und ein Flohmarktpreis von 5 bis 10 Euro angelegt werden. Da kann man jetzt schreien ´was man will, aber das ist meine Erfahrung (und ich bin fast jeden Tag unterwegs, auf der Jagd nach Marken). Die Schwierigkeit ist vielmehr das gesuchte Stück überhaupt zu finden (bei 100.-- Euro Kat-Preis ist das schon nicht mehr so leicht).


    Es gibt sehr wohl Marken, die über dem Michel gehandelt werden, allerdings sind für deren Bestimmung und Werteinschätzung ganz andere Kataloge nötig. Zudem muß die entsprechende Marke auch eine große Zahl an potentiellen Abnehmern finden....selten alleine, reicht da nicht aus!

  • Also ich habe angefangen zu sammeln, weil mein Vater mir seine Sammlung als "Wertanlage" überlassen hat. Naja, dass die Marken nicht Michelpreis wert sind, das weiß man wohl. Lediglich bei Händlern bezahl mal Michel-Preise. Händlerpreise von 30-50% kann ich leider nicht bestätigen....


    Wie auch immer. Ich bin auch nicht so der Typ der rein auf den Wert schaut. Aber eine gewisse Befriedigung wird schon erreicht, wenn man teure Marken findet, oder welche zum Einkaufspreis der Post gekauft hat und eine 500% Wertsteigerung feststellen kann.


    Ich für mich möchte das so handhaben, dass wenn ich tausche schon den Michel-Preis als Grundlage sehe. Ich möchte im gleichen Wert tauschen. Auf Verkaufen steh ich eh nicht. Wirklich nur dann wenn jemand eine meiner Marken unbedingt haben möchte, er mir aber keinen Ersatz anbieten kann. Und dann zählt für mich eigentlich immernoch der "Nasenfaktor"


    Letzendlich ist der Michel ein guter Anhaltswert für mich... Von dem ich persönlich nicht abweiche. Wodrauf sollte man sich denn sonst verlassen???


    Gruß André

  • Hallo,


    also bei mir kommt der Michel nicht ins Haus. Ich habe nur einen Michel, und zwar den West- und Mitteleuropa 2004/2005. Teilweise entsprechen die Farben im Katalog nicht mal annähernd den Marken, außerdem finde ich gerade das Suchen im Michel extrem schwierig, da hier nur das Markenbild aber nicht die gesamte Marke abgebildet sind. Einmal und so schnell nicht wieder.


    Das mag in anderen Michel Ausgaben anders sein, ist mir persönlich aber egal. Alle 3-4 Jahre kaufe ich mir für Deutschland einen günstigeren Katalog (Philex oder DNK, nicht mal 10 €). Mag auch sein, daß der Michel mehr Infos hat, aber ich brauche vor allem eine Sortierhilfe.


    Für den Rest meiner Sammlung habe ich im Internet die entsprechenden Quellen gefunden, das reicht mir völlig.


    Die Katalogwerte sind mir völlig egal, normalerweise tausche ich ohnehin nach Augenmaß. Und wenn ein Partner nun unbedingt nach Michel tauschen möchte, dann hat der bestimmt einen zur Preisbestimmung.


    db