Schweizer Portofreiheitsmarken

  • Motivbeschreibung der Schweizerischen


    Die Portofreiheitsmarken existieren mit oder ohne Aufdruck einer Kontrollnummer, die Rückschluss auf den Inhaber der Portofreiheit geben kann.
    Eine Liste der Inhaber solcher Portofreiheit wurde in der Berner Briefmarken-Zeitung 1986, Nr. 4-6,p.69-74 und 91-96 publiziert.



    1911-27, 2-20c Alpenrosen und Jungfraumassiv ( wie Portomarken )
    - Alpenrose: vgl. Pro Juventute Nr. 127, Nachportomarken
    - Jungfrauenmassiv: vgl. Freimarken Nr. 131, 179, 387



    1935-43, 5c Protestantische Diakonissin


    Diakonisse, Diakonissin, Diakonin
    Weibliche Angehörige von kirchlichen Gemeinschaften, die sich vor allem der Liebestätigkeit und Fürsorge widmen.
    Neben dem Diakon gab es in der Alten Kirche von allen Anfang an auch die Diakonisse als Helferin innerhalb der Gemeinde für liturgische Hilfeleistung und Fürsorgedienste.
    Es ist jedoch nicht sicher, ob sie mit der Witwe identisch war. Das Amt dieser Diakonisse verschwand schon im Mittelalter.
    In der Evangelischen Kirche werden Diakonissen in Diakonissenhäusern für den Dienst in allen Zweigen kirchlicher Liebesarbeit ausgebildet, als Schwesternschaft mit eigener Tracht zusammengefasst, in die praktische Arbeit gestellt und in Krankheit und Alter durch eigene Erholungsstätten versorgt. Der Diakonissenberuf soll Lebensberuf sein, die Arbeit wird aus religiösen Motiven geleistet, es gibt keine tarifliche Entlöhnung. Der Austritt aus der Schwesternschaft ist jederzeit gestattet, auch Eheschließung ist den austretenden Diakonissen unverwehrt.
    In der Schweiz wurde das erste Diakonissenhaus im Jahre 1842 von Pfarrer Louis Germond ( 1796-1868 ) im Schloss von Echallens gegründet, die 1852 nach Saint-Loup verlegt wurde. ( HIT III, 489 ) Weitere Diakonissenhäuser bestehen in Bern, Riehen
    ( St.Chrischona, Basel ), Zürich-Neumünster u.a.



    1935-43, 10c katholische Ingenbohl-Schwester

    Ingenbohl Schwester
    Kreuzschwester, Barmherzige Schwestern vom Heiligen Kreuz, eine 1856 von Pater Theodosius Florentini ( vgl. Pro Patria Nr. 123 ) gegründete Kongregation für Erziehung, Mission und Krankenpflege mit Sitz in Ingenbohl, Kanton Schwyz, und (1966) etwa 9000 Schwestern, davon etwa 1800 in der BRD. Die Kongregation gehört zum Dritten Orden des Hl. Franziskus.


    1935-43, 20c Henry Dunant


    Dunant, Henry ( oder Henri )
    Vgl. Freimarken Nr. 618, PJ Nr.48. Die Schreibweise des Vornamens von Dunant wird unterschiedlich gehandhabt; auf seiner eigenen Publikation schrieb sich Dunant in der englischen Form Henry.
    Man liest immer wieder, der Rotkreuzgründer sei völlig vergessen 1910 in Heiden in einem ärmlichen Altersasyl gestorben. Das stimmt nicht ganz. Zumindest seit 1895, als ihn die Presse entdeckte, wurde er weltweit geehrt. Außerdem war Heiden ein beliebter Bade- und Luftkurort mit berühmten Ärzten und prominenten Gästen aus aller Welt. Im architektonisch schönen Bezirksspital bewohnte Dunant zwei geräumige und sonnige Eckzimmer. Es ist bekannt, dass Dunant 1901 den ersten Friedensnobelpreis erhalten hat. Aber kaum jemand weiß, dass Dunant nicht nur Nobelpreisträger, sondern auch medizinischer Ehrendoktor war: 1903 ( 40 Jahre nach Gründung seines Werkes )erhielt er von der Universität Heidelberg die medizinische Ehrendoktorwürde. Die akademische Welt ehrte damit wie es in der Urkunde heißt - den intellektuellen Urheber der Genfer Konvention von 1864, welche, wesentlich nach seinen Ideen eingerichtet, heute alle zivilisierten Staaten der Erde umfasst....(Felix Christ in Zeitschrift SCHWEIZERISCHES ROTES KREUZ Nr.8/ 15.11.1982)



    Gruß


    retep