Gemälde im Original und auf Briefmarke

  • Hallo ,


    Danke für die schnellen Antworten . Nun kann ich Sie richtig ?,


    das Jahr ist nicht bekannt ? Einordnen .


    Vielen Dank Winnir

    Winnir

    Suche Tauschpartner für Berlin, DDR , BRD gestempelt . 


    Lg winnir

  • Bei mir zu Hause hängt schon seit Jahren ein Bild.
    Heute weiß ich, das es von Bartolome Esteban Murillo ( 1617-1682 ) stammt
    und im Original im spanischem Nationalmuseum Madrid ausgestellt ist.
    Die passende Marke habe ich per Zufall auch gefunden.


    Was macht das für mich so einzigartig. Das Aussehen des Kindes erinnert mich an meine
    Tochter, die ich 1978 das letzte Mal gesehen habe.
    Das Wie und Warum dazu ist in der Natur der DDR zu suchen.


    Aber für mich eine schöne, beständige Erinnerung Dank dieses Malers.


    - Marke


    - Bild


    - Bild bei mir zu Hause Ausschnitt


    Gruß struppi

  • Hallo zusammen,


    heute das letzte Abendmahl von Peter Paul Rubens. In der Ausgabe der Marshall Inseln, 1997 MiNr. 802


    Künstler: Peter Paul Rubens (1577 - 1640)
    Kunststil: Barock
    Werk: Das letzte AbendmaHl. 1630/1631
    Originalgröße: 41 x 46 cm
    Standort: Moskau, Puschkin-Museum


    Quelle:


    Quelle Bild:

  • Ich möchte diesen thread mal wieder hervorholen und widme mich dem Maler Sandro Botticelli, meinem Lieblingsmaler der italienischen Renaissance. Die dargestellten zwei Gemälde La nascita di Venere - Die Geburt der Venus und Primavera – Der Frühling u.a. konnte ich vor einigen Jahren im Original in einer Ausstellung bewundern. Diese sind wieder zurück in die Uffizien in Florenz.


    Um den Maler Botticelli etwas näher kennen zu lernen, möchte ich einiges Biographisches über ihn schreiben.


    Sandro Botticelli (ital. botticella = Fässchen; in einem seiner Germälde hat er sich auch verewigt) geb. und gest. 1. 3.1445 -17. 5.1510 in Florenz, hieß eigentlich Alessandro di Mariano Filipepi und war ein italienischer Maler und Zeichner der frühen Renaissance.


    Botticelli prägte wie kein anderer die Frührenaissance und den Humanismus, und trat nach einer Goldschmiedelehre 1464 als Schüler von Filippo Lippi in seine Werkstatt. Gefördert und berufen wurde er dann von der Familie Medici in Florenz, insbesondere von Lorenzo di Medici. 1470 öffnete er seine eigene Werkstatt und Aufträge über Jahrzehnte hinaus waren gesichert. Seine Werke umfassen religiöse Bilder, Allegorien, Altarbilder, Maria und die Beweinung Christi. Herausragend sind seine Gemälde der neuen Sicht auf die Anmut der Frauen in der damaligen Zeit. Letzteres kann man gut und gerne als Revolution in der Darstellung des weiblichen Körpers bezeichnen, ja sogar von einem Idealbild der Frau an Grazie und Schönheit sprechen. Es war nicht zuletzt Sandro Botticelli, der maßgeblich zum Wandel des Frauenbildes beitrug und fand ihren ersten Ausdruck im Gemälde Weibliches Idealbildnis, der „schönsten Frau von Florenz“, der früh verstorbenen Simonetta Vespucci (sie war die Geliebte des Giuliano (Bruder von Lorenzo).


    Nunmehr zwei seiner berühmtesten Gemälde: Frühlingsbild „La Primavera“ und „Die Geburt der Venus“


    La nascita di Venere – Die Geburt der Venus
    entstanden ca. 1485/86
    Tempera auf Leinwand
    Maße: 172,5 x 278,5 cm
    Uffizien, Florenz


    La nascita di Venere, deutsch: Die Geburt der Venus ist ein Gemälde von Sandro Botticelli, als Auftragsarbeit für Lorenzo di Pierfrancesco de’ Medicis für die Villa di Castello. Ich konnte dieses wunderbare Original vor einigen Jahren bei einer großen Botticelli-Ausstellung bewundern.


    Entgegen dem Bildtitel ist nicht die Geburt der Venus, sondern eigentlich die darauf folgende Landung der Venus am Strand von Zypern dargestellt. Nach Hesiod ist Aphrodite eine Tochter des Uranos. Dessen Sohn Kronos schnitt ihm, auf Rat seiner Mutter Gaia, die Geschlechtsteile mit einem Sichelhieb ab und „warf diese hinter sich“ ins Meer. Das Blut und der Samen vermischten sich mit dem Meer, welches ringsum aufschäumte und daraus Aphrodite gebar, die dann von Zephyros geleitet zunächst nach Kythera, dann an der Küste von Zypern an Land ging und ihre Blöße hinter einem Myrtenstrauch verbarg.


    Die Darstellung der dabei auf einer Muschel gleitenden Venus wird vermutlich von den „stanze per la giostra“ (Zimmer für das Turnier) von Poliziano übernommen. Venus (griechisch Aphrodite, „die Meerschaumgeborene“) wurde in der griechischen Mythologie aus einer Muschel geboren, die ihrerseits nach antiker Meinung aus dem Meerschaum entstand.


    Die Venus steht leichtfüßig auf einer Muschelschale, die vom Westwind Zephyr an die Gestade von Kypros getrieben wird. Dieses Bild ist eine thematische Variation zu Primavera (Frühling), wo Venus ebenfalls eine zentrale Position im Bild einnimmt. Venus und Primavera bilden somit in Botticellis Werk zwei einander ergänzende Allegorien, was ganz der antiken Vorstellung entspricht. Von rechts reicht der Venus eine der Horen, Göttinnen der Jahreszeiten, einen Mantel.


    Diese Darstellung ist eines der brillantesten Werke der europäischen Malerei und zugleich die erste bekannte Verherrlichung der Schönheit des unbekleideten Frauenkörpers seit der Antike in seiner eigenen ästhetischen Vollkommenheit. Vielfach wurde in der Literatur versucht, erotische, moralische oder religiöse Absichten zwischen Antike und Christentum in dieses Bild hineinzudeuten.

  • weiter mit Sandro Botticelli


    Primavera – Der Frühling
    entstanden ca. 1482/87
    Tempera auf Holz
    Maße: 203 x 314 cm
    Uffizien, Florenz


    Thema des Gemäldes ist die „Herrschaft der Venus“. Zephyr, der Gott des Westwindes ganz rechts im Bild, verfolgt Flora, die römische Göttin der Pflanzen. Alles, was sie berührt, wird zu Pflanzen, so auch links neben ihr die Göttin des Frühlings, die gerade dabei ist, Blumen auszustreuen. Im Mittelpunkt steht die Venus, die Göttin der Liebe, die den Betrachter mit der Geste ihrer Hand und mit ihrem Blick in ihr Reich einlädt. Darüber schwebt Amor, der gerade den Bogen spannt in Richtung auf die drei Grazien, die in einem Frühlingsreigen verbunden sind. Ganz links steht Merkur, der in einer symbolischen Geste die angedeuteten Wolken beiseite schiebt.


    Das großformatige Bild zeigt vor einem Orangenhain eine nebeneinander aufgereihte Gruppe von acht Personen mit einem blinden Amor über der mittleren Figur, der dabei ist, einen Pfeil abzuschießen. Amor ist der ständige Begleiter der Liebesgöttin Venus. Diese, in dem Bild in zentraler Position, ist aus der Reihe ein wenig zurückgetreten. Sie trägt ein leichtes weißes Kleid und einen roten Mantel, den sie sich über die rechte Schulter und den erhobenen Arm geworfen hat. Zu ihrer Linken schreitet Flora über die Wiese und streut Rosen. Neben ihr stürzt sich ein bläulicher Mann mit wehenden Tüchern auf eine junge Frau, die sich ihm zwar zuwendet, aber gleichzeitig vor dem Heranstürmenden flieht. Aus ihrem Mund kommen Rosenblüten. Der Mann ist an seinen aufgeblasenen Wangen als ein Windgott Zephyr zu erkennen, der im Begriff ist, die Nymphe Chloris zu ergreifen.

    Ovid schreibt: "... während sie sprach, haucht sie Frühlingsrosen aus ihrem Munde: Chloris war ich, die ich [jetzt] Flora genannt werde. .. und Es war Frühling, ich irrte umher; Zephyrus erblickte mich, ich ging weg. Er folgte, ich fliehe, jener war stärker [...] Die Gewalttat dennoch machte er wieder gut dadurch, dass er mir den Namen der Gattin gab, und in meiner Ehe gibt es keinen Grund zur Klage. Stets genieße ich den Frühling, stets ist üppig blühend die Jahreszeit, die Bäume haben Laub und Nahrung stets der Erdboden."


    In diesem Gedicht hat Zephyr die Nymphe mit Gewalt erobert, sie dann zu seiner Gattin gemacht. Erst durch die Vereinigung der beiden ist das üppige Blühen und Früchtetragen der Feldflur, Mitgift der Nymphe, gesichert. In einem mit Blüten übersäten Kleid und mit Blumen bekränzt schreitet die in die Frühlingsgöttin Flora verwandelte Nymphe und streut Rosen aus ihrem geschürzten Gewand in die Blumenwiese.


    Viele Deutungen dieses Gemäldes sind in vielen Büchern erschienen. So sei die Liebe durchaus eine elementare Triebkraft des Menschen; sie ist aber auch die Kraft, die die materielle Welt in eine geistige Welt der Ideen verwandeln kann und weckt die sinnlichen Leidenschaften, die sie zu Humanität und universeller Harmonie führt. Andere Interpreten deuten das Bild als christliche Allegorie, wobei die drei Grazien als die christlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe interpretiert werden.


    Schwanitz schreibt 1999: „ Andeutung einer Deutung: Von rechts naht sich Zephir, der Wind, und verströmt den göttlichen Atem; dabei umarmt er die Nymphe Chloris und erfüllt sie mit Geist im Bild einer Begattungsvorstellung. Chloris verwandelt sich durch die Umarmung und wird zur nächsten Figur: Flora. Diese verweist auf die zentrale Figur, die dem Bild den Namen gegeben hat: Primavera. Das alles ist auch ein Bild der Liebe. Mit Leidenschaft wendet sich der Himmel der Erde zu und verwandelt sie durch den Frühling. Dem gegenüber steht auf der linken Seite des Bildes Merkur, der Mittler zwischen Himmel und Erde, und wendet sich wieder dem Himmel zu. Er repräsentiert den Wiederaufstieg des Geistes. Zwischen ihm und der zentralen Figur der Primavera stehen die drei Grazien, die als Venus, Juno und Athene die Schönheit, Eintracht und Weisheit darstellen. Sie haben ihre Hände so verschränkt, dass sie mal oben über den Köpfen schweben und mal unten auf Schenkelhöhe. Vermittelt werden sie von den mittleren, die genau auf Augenhöhe sind. Zusammen symbolisieren sie damit noch einmal den Weg des Geistes. Das ist der platonische Kreislauf der Ausgießung des Geistes und seiner Rückkehr zum Himmel in Form einer kosmologischen Erotik. Und man sieht, dass die Bilder der Renaissance nur zu verstehen sind, wenn man die griechische Mythologie, die Philosophie und selbstverständlich das Personal der Liebe kennt.“


    Viel Vergnügen beim Lesen und Sehen wünscht
    valgrande