• Weil mir heute der abgebildete Umschlag wieder in die Hände fiel, wollte ich mal das Thema "Postkrieg" zwischen der DDR und der BRD (oder umgekehrt) anschneiden.
    Bei der bundesdeutschen Marke, die aus politischen Gründen von der DDR verabscheut und deshalb geschwärzt wurde, handelte es sich um die MiNr. 479 von 1965 "20 Jahre Vertreibung".


    Hier können wir wieder mal sehen, wie gefährlich ein harmloses Stück Papier mitunter eingeschätzt wird!


    Habt Ihr ähnliche Beispiele?


    MfG (Abarten-)Hannes

  • solche belege finde ich sehr interessant, habe ich noch nie was von gehört und ist heut zu tage auch nicht mehr denkbar gerade die jüngere generation zu denen ich mich zählen kann. Habe aber, wodrauf ich sehr stolz bin das blaue Pionier halstuch umgehabt wenn auch nicht lange hehehe


    mfg

  • Es gibt die Überlegung eine Fachgruppe innerhalb der ARGE DDR Spezial zu gründen, die sich nur mit Losungs- und Propagandastempeln beschäftigt. Und meines Wissens arbeiten schon 2 Leute an einem Katalog dieser Stempel, denen habe ich nämlich meine verkauft *g*, kann jetzt aber nicht sagen wie weit das Projekt gediehen ist.

  • Zitat:
    worauf ich sehr stolz bin das blaue Pionier Halstuch umgehabt wenn auch nicht lange hehehe


    :bier: Hallo Halbtrocken
    Was muss ich unter einem blauen Pionier Halstuch verstehen?


    Habe übrigens auch :wow: grosse Augen gemacht, bei den politisch motivierten Stempel. Ist aus heutiger Sichtweise wirklich kindisch! Man weiss nicht so recht ob man lachen oder weinen soll ?


    :oneien: Hätte ich für eine Phila-Ente gehalten, wenn ich es nicht im Phila-Forum gelesen hätte!!


    Mit fliegerischen Grüssen :concorde: Thomas

  • Übrigens ist diesem Postkrieg zwischen D-West und D-Ost (es gibt noch andere) ein Kapitel im Michel-Briefe-Katalog Deútschland gewidmet. Außerdem müßte auch im normalen Michel unter DDR die Adenauer-Marke erwähnt werden, die ebenfalls Teil des Postkrieges war.
    Ist zwar nicht mein Thema, aber spannend ist's schon...

  • Karte aus dem Westjordanland nach Österreich aus 1996. Auslandspost ging zu diesem Zeitpunkt über Israel. Dort waren Marken mit der Währungsangabe FILS (statt MILS) oder Landesnamen "Palestine" (statt Palestinian Authority) nicht erwünscht.


    Deshalb einigten sich die israelische und palästinensische Postverwaltung, dass entsprechende Marken auf Sendung mit einem Aufkleber überdeckt wurden und der Stempel "Palestinian Authority Postage Paid" die erbrachte Freimachung nachwies.

  • dietbeck :
    Aber die Bildseite der Palästina-Karte blieb unbeanstandet? Trotz Intifada-Gemälde? Das nenn ich mal inkonsequent...
    Auf jeden Fall würde ich die andere Seite gerne mal sehen, wenn du also noch Zeit und Lust hast, stell die doch auch mal für uns ein.
    Danke schon jetzt!
    MfG der
    reichswolf

    Einmal editiert, zuletzt von reichswolf ()

  • Intensiv geführter Postkrieg zwischen Westberlin und der SBZ in den Jahren 1948-49. Anbei ein komplexeres Beispiel. Alle in Westberlin gültigen Marken wurden in der SBZ abgelehnt. in der SBZ (Ostberlin) durchgestrichene Posthörnchen-Marke (gültig in Westberlin), ausserdem Stempel "Zurück!" und handschriftlich "unzulässig" mit Postbeamten-Unterschrift. In Westberlin Marke ebenfalls durchgestrichen, aber auch die SBZ-Stempel. Mit SBZ-Bezirkshandstempel-Marken (in Westberlin gültig) nochmals losgeschickt.