Sudetenland 1938 - Handbuch der Sudetenphilatelie -

  • Europa wächst zusammen: Zwischenzeitlich werden die Postwertzeichen des Sudetenlandes mit anderen Augen betrachtet als noch vor einigen Jahren. Dieses vernachlässigte Gebiet erlebte einen regelrechten Boom. Die Nachfrage nach seltenem Material ist ungebrochen.


    Einziges Manko: Es gab bisher keine aktuelle Fachliteratur zu diesem Thema. Diese Lücke wurde nun geschlossen.


    Mit Unterstützung der Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte und des Schwaneberger Verlages ist ein Fachbuch entstanden, das nicht nur in diese Thematik einführt, sondern mit 261 Seiten und über 1.000 farbigen Abbildungen direkt an den MICHEL-Deutschland-Spezial-Katalog andockt.


    Das Fachbuch "Sudetenland 1938 - Handbuch der Sudetenphilatelie - " enthält weiterführende Informationen und gibt den aktuellen philatelistischen Forschungsstand wider. Mittels umfangreicher Abbildungen können ohne eigenes Vergleichsmaterial nun Briefmarken, Aufdrucke und Stempel abgeglichen werden.


    Es ist ein Handbuch nicht nur für Sammler, Händler und Schatzsucher, sondern für alle Freunde der Philatelie, die sich am Betrachten seltener und seltenster Raritäten erfreuen!


    Ab sofort ist dieses Fachbuch in jeder Buchhandlung oder direkt vom Verlag "Morgana-Edition", Am Dorfanger 11, 12529 Schönefeld unter der ISBN 978-394208812-1 zu beziehen.


    Für Interessierte folgt anschließend ein Auszug aus der Homepage des Verlages:


    MPG 12:


    Sudetenland 1938 - Handbuch der Sudetenphilatelie -


    Autor: Gerhard A. Späth



    Die Briefmarken des Sudetenlandes vom September und Oktober 1938 unterscheiden sich als philatelistische Ausnahmeerscheinung in mancherlei Hinsicht erheblich von geläufigeren Sammelgebieten: Sie sind nicht staatlich und doch amtlich, kurzlebig und doch nachhaltig dokumentierend, umstritten und doch unstrittig philatelistisch legitim.



    Während üblicherweise herkömmliche Philatelie ihre Schwerpunkte auf beschreibende und optisch darstellerische Kriterien konzentriert, erzählt die Briefmarkenkunde des Sudetenlandes zuvorderst von dramatischen geschichtlichen Begebenheiten. Allesamt sind sie zwar Aufdruckmarken auf tschechoslowakischen Postwertzeichen, aber im Arrangement der Aufdrucke von eigenwilliger Individualität.



    Doch selbst innerhalb ihrer territorial und zeitlich eingeschränkten postalischen Existenz und Gültigkeit präsentieren sich die sechs als postalisch gewollt und damit als philatelistisch legitim anzusehenden Ausgaben keineswegs einheitlich, sondern im Gegenteil höchst unterschiedlich, individuell vor allem in der Gestaltung je nach den Intentionen des jeweiligen Ausgabeortes – unbeschadet des allseits gleichartigen geschichtlichen Anlasses.



    Für das Sammelgebiet „Sudetenland“ ist symptomatisch, dass es jahrzehntelang im Abseits der deutschen Nachkriegsphilatelie dahindämmerte. Erst allmählich konnte sich im Laufe der Zeit die vermeintlich politisch vorbelastete Philatelie aus diesem Verdachts- und Inferioritätskomplex lösen. Heute gilt die Sudetenland-Philatelie weitgehend als seriös anzusehendes Sammelgebiet, ihre Postwert-zeichen als Ausdrucksmittel einer Zeitdokumentation, aus dem histo-rischen Geschehen damaliger Aktualität folgerichtig hervorgegangen.



    Was sich auch immer mit der Deutung oder Missdeutung der politischen Sudetenland-Problematik verbinden mag – immer mehr schwinden Vorbehalte und geben bevorzugt einer objektiven historischen Betrachungsweise den gebührenden Raum, in unserem Fall einer politisch wertfreien Philatelie. Das außergewöhnliche dieses Sammelgebietes vermag zudem gerade durch seine exklusiven, ausgefallenen Besonderheiten Engagement und Phantasie von Philatelisten zu beflügeln.



    Auszug aus dem Geleitwort von Dr. Helmut Enst Maier


    MPG 12 261 Seiten, über 1.000 Abbildungen


    ISBN 9 783942 08812-1




    Preis 29,50 Euro (4-farbig)


    zuzüglich 2,00 Euro Versandkosten in Deutschland