Südsudan moderne Rarität?

  • Süd-Sudan Corona-Ausgabe


    Die Corona-Ausgaben sollen angeblich schon auf Internet-Auktionsseiten verkauft worden sein, ich habe nichts Aktuelles darüber gefunden. Die Blöcke mit der Mini-Auflage werden wohl schon lange ausverkauft sein.

    Satz: https://www.delcampe.net/de/sa…-rare-mnh-1046472937.html

    Block: https://www.delcampe.net/de/sa…-rare-mnh-1046472322.html

    Meine Sammelgebiete:
    Deutsch Ostafrika, Britisch Ostafrika, Britisch Ostafrika & Uganda, Ostafrikanische Gemeinschaft, Kenia, Tanganjika, Tansania, Uganda, Kionga, Zanzibar, Deutsches Auslandspostamt Lamu

  • Er hat auch FDC im Angebot:


    Satz: https://www.delcampe.net/de/sa…irus-rare-1046473768.html

    Block: https://www.delcampe.net/de/sa…irus-rare-1046474083.html


    Was mich allerdings sehr nachdenklich stimmt, sind die angeblich einzeln nummerierten Blocks. Er bietet die Nr. 1 von 300 in postfrisch an und der Block auf dem FDC hat die gleiche Nummer.

    Meine Sammelgebiete:
    Deutsch Ostafrika, Britisch Ostafrika, Britisch Ostafrika & Uganda, Ostafrikanische Gemeinschaft, Kenia, Tanganjika, Tansania, Uganda, Kionga, Zanzibar, Deutsches Auslandspostamt Lamu

  • saeckingen:


    Danke für die Links. 65,- EUR für den Block mit 300 Auflage waren wohl günstig. Möchte nicht wissen, was der in einem Jahr kostet. Aber zwei Blocks mit der selben Nummer 1 dürften nicht sein, da ist irgendetwas faul, aber was?


    Gruß kartenhai

  • Brief Uganda nach Holland mit Südsudan-Marken


    Ein seltsamer Bedarfsbrief ist hier bei Delcampe im Verkauf zu sehen, ein Brief frankiert mit vielen Marken aus Uganda, der auch zwei Überdruck-Provisorien vom Südsudan enthält. Die Uganda-Marken sind alle mit einem Kampala-Stempel versehen, der Hauptstadt von Uganda, die beiden Zusatzmarken aus dem Südsudan dagegen mit einem Interessanten Stempel von Kuacjok (auch Kwajok), einem Ort im Südsudan.


    https://www.delcampe.net/en_US…an-du-sud-1284517870.html


    Wurden diese beiden Zusatzmarken aufgeklebt, weil der Brief über den Südsudan lief? Ist das irgendein Abkommen der beiden Postverwaltungen?

    Oder hat ein Sammler oder Händler da eine selbstgemachte "Rarität" hergestellt, der diesen Brief doppelt abstempeln hat lassen?


    Eine der Überdruck-Marken ist leider von einem Klebezettel überdeckt worden.


    Handschriftlich ist auf dem Brief auch der Hinweis zu lesen: Via (Eigenname) P.O.Box Juba. Dort wurden anscheinend die beiden Südsudan-Marken dazugeklebt und abgestempelt.


    Ein privates Machwerk oder ein seltener Bedarfsbrief?


    Der Startpreis ist 29,90 EUR, die Auktion läuft noch 23 Tage.


    Hier noch die Google-Übersetzung der Beschreibung dieser Ausgabe:


    SÜDSUDAN 2021 Brief mit 2017 50 SSP Aufdruck auf 2 SSP Birds Vultures Briefmarke gesendet über Kampala, UGANDA mit 3x 1997 Gandhi Briefmarken und 1x 2019 Gandhi Briefmarke in die Niederlande. Bevorzugungsstempel Kuacjok 9. Februar 2021 und Kampala 27. März 2021. Mischfrankatur! Der Südsudan hat seit Ende April 2012 keinen direkten ausgehenden internationalen Postaustausch mehr. Hinweis: Aufkleber der niederländischen Post teilweise auf einer der südsudanesischen Briefmarken.
    Weitere Informationen zu Briefmarken und Postgeschichte des Südsudan finden Sie im entsprechenden Wikipedia-Eintrag.
    Besuchen Sie die Seite "Südsudan Briefmarkensammler" auf Facebook.


    Der Verkäufer ist übrigens der bekannte leolion, der immer wieder Ausgaben dieses Landes anbietet und sehr gute Verbindung zum Südsudan hat.


    Gruß kartenhai

  • Überdruck-Provisorien Südsudan Artikel in der Michel-Rundschau


    In der neuesten Michel-Rundschau 6/2021, die dieses Mal aus zwei Heften besteht, ist im Plus-Heft ein interessanter Artikel über die Überdruck-Marken zu lesen (9 Seiten insgesamt) mit der Überschrift: Betrachtungen zu den südsudanesischen Aufdruckprovisorien von 2017.


    Bei diesen Aufdrucken blickt wohl kein Sammler dieses Landes mehr so richtig durch, weil es so viele verschiedene davon gibt. Eine offizielle Katalogisierung vom Michel fehlt zwar noch, aber im Heft ist eine Aufstellung aller bis jetzt bekannten Aufdruck-Provisorien mit den später vorgesehenen Michel-Nummern 9 - 29 mit vielen Untertypen-Bezeichnungen, aber noch ohne Preisangaben. Auch die Auflagen der Marken sind genannt, den Vogel schießt die zukünftige Michel-Nr. 29 II. ab (1.000 SSP auf 3,50 SSP Aufdruck: braun und ohne Serifen, drei schwarze Balken) mit einer Miniauflage von ca. 40 (in Worten vierzig!) Stück. Es ist die untere der beiden Marken.


    Von einigen Werten ist die Auflage unbekannt, da schreibt der Michel "selten" dazu.


    Dieses Land komplett zu bekommen ist wohl auch eine Lebensaufgabe für einen Sammler, auch in der Portokasse sollte genügend Geld vorhanden sein!


    Gruß kartenhai

  • @ Jean Philippe:


    Nach dem Datum auf den Stempeln hatte ich gar nicht geschaut.


    Der Brief wurde also am 9.2.21 aus dem Südsudan verschickt, frankiert mit nur 150 SSP, und wurde am 27.3.21 , also 48 Tage spägter, von Uganda aus nach Holland weiterbefördert, frankiert mit vielen Uganda-Marken. Das macht das Ganze noch rätselhafter. War dieser Brief dann portogerecht frankiert, was sich schlecht feststellen läßt mit zwei verschiedenen Währungen. Und gab es zwischen beiden Ländern ein Beförderungs-Abkommen oder war es doch ein privates Machwerk? Habe jedenfalls noch keinen ähnlichen Brief aus dem Südsudan gesehen.


    Gruß kartenhai

  • kartenhai

    Mache kann man vielleicht nicht ganz ausschliessen, aber ich stelle mir mal vor, jemand will einen Brief von Kuacjok im Südsudan nach Den Haag in den Niederlanden schicken. Weil der Südsudan über keine Postverbindungen mit dem Ausland verfügt, braucht es Mittelsmänner unterwegs. Erst geht der Brief an ein Postfach in die Hauptstadt Juba. Von dort muss jemand den Brief nach Kampala in Uganda bringen (48 Tage hat das gedauert) und dort wird er zu jemand gebracht dessen Telefonnummer auf dem Brief steht. Dieser kann ihn dann endlich frankieren und auf dem regulären Postweg nach Den Haag schicken.

    Obwohl der eigentliche Absender in Kuacjok ist, steht als Absender auf dem Brief auch wieder jemand in Kampala, denn eine eventuelle Antwort müsste denselben Hürdenlauf zurück auf sich nehmen.

  • "Leonlion" wurde auch in einem älteren Artikel in der MiR erwähnt. Der Großteil des Südsudan-Materials bei Delcampe stammt vermutlich von ihm. Die Briefe sind wohl eher Mache. Ich habe auch Umschläge mit Mischfrankatur Südsudan/Uganda von ihm. Zunächst abgestempelt in Juba, dann nach Uganda gebracht und von da regulär nach Deutschland gelaufen.


    Du kannst Leo auch am besten direkt fragen. Er ist auskunftsfreudig. Hatte ihn damals für sub Artikel auch per Email einige Fragen geschickt.