Russland Postzensur 1914 - 1917

  • Auch diese Karte war bei dem erworbenen Posten dabei. Wenn ich bei diesem Beleg von einer Karte schreibe, liege ich etwas daneben, da es sich hier um ein dünnes Stück Papier handelt.

    Er wurde in Krasnaja-......? geschrieben und nach Prüfung nach Dänemark gesendet. Leider ist der Zensurstempel teils schwach und schlecht zu lesen. Vielleicht kann northstar mir noch aus der Patsche helfen?


    PS: northstar wollte ich eigentlich noch eine PN schreiben. Leider quillt das Postfach über, so das dieses nicht möglich ist. Vielleicht räumst du es mal auf.


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    2 Mal editiert, zuletzt von 241264hsv-fan ()

  • Hallo 241264hsv-fan,


    die Nuss war diesmal etwas härter, konnte aber dank Yandex, das mich auch zu einem Thread auf postalhistory.ru (http://postalhistory.ru/forumtema10.htm) führte, geknackt werden. Zensurort ist der Anleger Novo-Aleksandrowskaja.


    Der Text lautet:

    «ПРОСМОТРЕНО / Заведывающiй Военнопленными / Н.-Александровской пристани»

    "GEPRÜFT / Verwalter für die Kriegsgefangenen / N[ovo]-Aleksandrowskoj pristani



    P.S.: das Postfach hat wieder Platz

    Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas.

  • Super - besten Dank! Alexandrowskoj hatte ich schon vermutet. Ich hatte allerdings dort keine Zensurstelle im Speeckaert gefunden. Heute Morgen, als ich aufwachte, kam mir der Gedanke, unter Nowo-Alexandrowsk zu schauen, und dort fand ich im Nachtrag dann einen Stempel. Dieser ist es aber nicht.

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    Einmal editiert, zuletzt von 241264hsv-fan ()

  • Zensurstempel von Tobolsk waren hier bisher kaum oder gar nicht zu sehen. Heute zeige ich den Typ 1 sowohl in grün als auch rot. Des weiteren kommt der Stempel auch in violett und blau vor.

    Speeckaert stuft den Stempel als selten = 4 ein. Es ist der am häufigsten vorkommende Stempel von Tobolsk mit der längsten Verwendungszeit (Februar 1915 bis August 1917). Ich werte ihn deshalb mit höchstens 3 = weniger häufig.

    Die zweite Karte zeigt Einwohner der Insel Sachalin.



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  • Heute ist es eine Karte aus Irkutsk, die ich zeige. Der Maschinenstempel zeigt den 16. Oktober 1917. Beim Zensurstempel handelt es sich um den Typ 5, welcher mit verschiedenen Nummern von 1 bis 46 bekannt ist. Die Verwendungszeit war von Oktober 1917 bis November 1919. Es handelt sich hier also um eine sehr frühe Verwendung des Zensurstempels.



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  • Als ich vor knapp einer Woche schrieb, mit der Zensurstelle Osmk erst einmal fertig zu sein, war ich mit dieser Behauptung etwas voreilig, denn ich habe noch zwei weitere Karten hier von, die ich zeige.

    Die erste Karte vom Januar 1915 ist ohne weiteren Poststempel und lief nach Brünn. Geprüft hat W.F. Borowski (Zensurstempel Typ 6).



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  • Postkarte vom Oktober 1915 nach Bukarest portogerecht mit 4 Kopeken freigemacht. Der Aufgabeort ist leider unleserlich. Ankunftstempel von Bukarest vom 1. Februar .... . Geprüft wurde die Karte in Tiflis. Zensurstempel ist der Typ 8, welcher bei Speeckaert nur im Februar 1916 bekannt ist.



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  • Aus Moskau hatte ich bereits zwei ähnliche Stempel gezeigt, jeweils mit unterschiedlichen Initialen. Heute kommt ein dritter hinzu. Der Brief lief am 21.11.1914 von Taschkent mit der Eisenbahn über Samara nach Moskau und weiter nach Schweden. Zensurstempel sind die Typen 1 (Rahmenstempel) und 14. Der zweite Stempel mit später Verwendung, da Speeckaert nur den Oktober angibt.



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  • Nach längerer Zeit kann ich mal wieder einen bei Speeckaert nicht notierten Zensurstempel zeigen. Ich habe eine Karte von Ryschew nach Riga. Die Prüfung dürfte bei der Ankunft in Riga stattgefunden haben.



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  • Nun zeige ich mehrere Belege mit Zensurstempeln aus Minsk.

    Ich beginne mit einem Brief aus Gomel vom Juni 1915 in die Schweiz. Er hat rückseitig zwei verschiedene Zensurstempel: den Zweizeiler Typ 5 sowie doppelt einen Kreisstempel wie er vielfach mit verschiedensten Namen vorkommt. Hier ist es der Prüfer Ju.K. Paliwin, welcher bei Speeckaert wieder einmal nicht verzeichnet ist.



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  • Der Typ 28 von Petrograd ist laut Speeckaert der kleinste aller Zensurstempel der ersten Weltkrieges. Erklären kann ich das Zeichen nicht. Hat Kossoy da eine nähere Information?



    Kosoy hat diesen Typ leider gar nicht verzeichnet. Er erwähnt rombenförmige Stempel mit Buchstaben. Dieser Buchstabe könnte ein Э sein.

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  • Zitat

    Kosoy hat diesen Typ leider gar nicht verzeichnet. Er erwähnt rombenförmige Stempel mit Buchstaben. Dieser Buchstabe könnte ein Э sein.

    Rautenförmige Stempel (Speeckaert Typ 34) gibt es auch. Diese gibt es mit verschiedenen Buchstaben. Sie sind aber erheblich größer.

    Bei diesem Stempel handelt es sich um ein Rechteck. Nach einem Э sieht es mir aber nicht aus.

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