Neue Tschechische Briefmarkenausgaben

  • Kakteenzucht


    Kakteen wurden von Amerika nach Europa in der Hälfte des 16. Jhdts gebracht. Die ersten wahren Sammlungen entstanden erst im 18. Jhdt . Bei uns ist das Interesse für diese interessanten Pflanzen anfangs des 19. Jhdts gestiegen, zu deren Popularisierung haben die Botaniker .B. Roezl, T. Haenke, F. Seitz und vor allem der Etnograph A.V. Fri
    (1882-1994) beigetragen. Er hat aus Amerika viele neue Kakteen gebracht und hunderte hat er beschrieben. Er wurde zu einem anerkannten europäischen Kakteenkenner und mehrere wurden nach ihm benannt.


    • Gymnocalycium denudatum – eine der wenigen wegen ihrer Anspruchslosigkeit oft gepflanzten Hybriden, hochgezüchtet in 1942 in der Sammlung von Ing. Pažout und später benannt zu Ehren des Kakteenzüchters J. Šuba.
    • Obregonia denegrii ist die einzige Art der Gattung Obregonia. A.V. Fri, der sie in 1923 im mexikanischen Staat Tamaulipas entdeckt hatte, hielt sie für die wichtigste botanische Entdeckung. Beschrieben wurde sie in 1925 .
    • Astrophytum asterias – die stachellose diskusformige Kaktee, von A.V. Fri
      in Mexico wiederentdeckt und in 1925 nach Europa mitgebracht. In der Gegenwart zählt sie zu den bedrohten Arten, weil sie auf dem zum Feldbau geeigneten Boden wächst.
    • Cintia knizei stammt aus der bolivianischen Provinz Nor Cinti und ist bislang die einzige Art der Gattung Cintia. Beschrieben hat sie J. Xíha, der den Gattungnamen zu Ehren des in Peru lebenden tschechischen Kakteenzüchters K. Kníže gewählt hatte.


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    Ausgabetag: 13. September 2006
    Entwurf: Libuše und Jaromír Knotek
    Stich: Martin Srb
    Format: 23 x 30 mm
    Nennwert: 35,- K


    Druck Farbiger Offsetdruck
    Druck des FDC´s: StTDr.
    Gedruckt in Bögen zu: 2 x 25 Stück


    Briefmarken:
    7,50 K
    - Gymnocalycium denudatum
    7,50 K
    - Obregonia denegrii
    10,- K
    - Astrophytum asterias
    10,- K
    - Cintia knizei



    Sonderblock GIOVANNI GASTRUCCI: DER BLICK AUF HRADSCHIN


    Der große Sammler und Mäzen Rudolf II. hatte Cosim und Giovanni Castrucci nach Prag eingeladen, die hier eine prosperierende Werkstatt gegründet haben. Ihr Werk stellt eine selbständige Variante des Florentiner Mosaiks dar. Das Florentiner Mosaik besteht aus präzis geschliffenen Edelsteinen, so dass die Fugen fast oder gar nicht erkennbar sind. Im 17. und 18. Jhdt war das sehr beliebt als Dekoration für Kabinette, Truhen und Möbeln. Das Mosaik auf der Briefmarke ist im Besitz des Museums für angewandte Kunst in Prag, das Porträt von G. Arcimbold gehört dem Nationalmuseum.


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    Ausgabetag: 13. September, 2006
    Entwurf: Václav Ku
    era
    Stich: Václav Fajt
    Format des Blocks: 106 x 140 mm
    Format der Briefmarke: 82 x 34 mm
    Nennwert: 35, - K


    Druck: Komb. StDr. in schwarz und Odr.
    Druck des FDC´s: StDr.


    Briefmarke: Florentiner Mosaik „Blick auf Hradschin“ von Giovanni Castrucci
    Erststagbrief: Porträt des Rudolf II. mit der St. Wenzel´s Krone von Giuseppe Arcimbold (um. 1527-1593), ergänzt durch die Buchstabe „R“ und ein Ornament.




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