Sogar ‘ne Sondermarke gedruckt

  • Ausstellung "350 Jahre Post in Hoya" beginnt am Sonntag im Heimatmuseum / Fleißiges Team


    HOYA (hen) "Hartmut Bösche hat den entscheidenden Hinweis gegeben", erklärt Elfriede Hornecker, die Leiterin des Heimatmuseums in Hoya, den "Grund" für die Erarbeitung der Ausstellung "Da ging die Post ab - 350 Jahre Post in Hoya". Der Martfelder hatte nämlich im Staatsarchiv ein Schriftstück vom 22. November 1656 entdeckt.


    "Es war ein Beleg für die Postlinie Hoya - Celle und Hoya - Bremen", berichtet Elfriede Hornecker, der der Martfelder von seinem Fund berichtet hatte. Daraus habe sich dann ergeben, die neue Ausstellung, die die Museums-Chefin am Sonntag, 24. September, um 15 Uhr eröffnet, zu erarbeiten.


    Geholfen haben dabei einige "Zulieferer" im Hintergrund, aber auch Museums-Mitarbeiter Wilhelm Meyer sowie der knapp 80 Jahre alte Willi Köster aus Bücken, der von 1968 bis 1989 letzter Post-Betriebsleiter in Hoya gewesen ist. Seine Erinnerungen, Fotos und Post-Exponate halfen mit, die Ausstellung zu bestücken. Darüber hinaus gelang es Elfriede Horneckers Team, einige Ausstellungs-Stücke auszuleihen. "Wir haben mehrere Sachen aus dem postgeschichtlichen Museum in Friesoythe und aus dem Nienburger Museum", so Hornecker, die auch Autorin des inzwischen neunten Hoyaer Heftes der Schriftenreihe des Heimatmuseums für die Grafschaft Hoya ist. Es trägt den Titel der Ausstellung und ist in Kürze auch käuflich zu erwerben.


    Das gilt auch für die Sonderbriefmarke "350 Jahre Post Hoya/Weser", die mit den Bärentatzen auf post-gelbem Grund versehen ist. Diese Briefmarke hat die Museums-Chefin in Österreich herstellen lassen. "Da geht das, bei uns nicht", erklärt sie und fügt hinzu, dass die Marke nicht auf einem Brief kleben darf, der in Deutschland in den Briefkasten wandern soll: "In Österreich ist sie gültig", sagt Hornecker. Sie bietet an, dass alle, die diese Marke gestempelt haben wollen, sie im Museum erwerben, auf einen Umschlag oder Karte mit der eigenen (oder auch anderen) Anschrift versehen und im Museum zurück lassen. "Wir sammeln sie und schicken sie dann nach Wien, wo sie in den Briefkasten und danach auf dem Postweg zu den Eigentümern gelangen."


    Einiges einfallen ließen sich also die rührigen Heimatmuseums-Leute, die ebenfalls die Geschichte der Briefmarke präsentieren. Insgesamt "rund" ist die Ausstellung laut Elfriede Hornecker auch dank Heinrich Bomhoff, der unermüdlich recherchiert habe, sowie ihres Mannes Heinz Hornecker, bei dem technische Probleme keine Chance gehabt hätten. Und so freuen sich jetzt alle auf die Gäste von überall her, die in den schmucken Räumen des Heimatmuseums "Im Park" und im Schatten des Kulturzentrums Martinskirche in Hoya bis zum 26. November (immer sonnabends und sonntags von 15 bis 18 Uhr) alles sehen können, was mit "350 Jahre Post in Hoya" zu tun (gehabt) hat.




    Zitat

    Quelle / Artikel:


    Wilhelm Meyer (l.) und Willi Köster zeigen die Briefmarken.