Besonderheiten der Französischen Zone

  • Guten Morgen Ron, :-)


    ich hatte schon befürchtet Du bist in Sachen Feldmerkmalen überhaupt nicht mehr unterwegs. Ich habe den schönen Scan mir angeschaut und gleich bei der 1. links oben fündig geworden. Eine Reihe tiefer, auch linke Marke zwei markante Punkte ... und es geht in der obersten Reihe auch so schön weiter. Tolles Stück. Würde mich freuen, wenn Du es möchtest, wenn Du das Bogenstück nochmal mit Markierungen von Treffern hier reinstellst.


    Grüße labarnas

  • Hallo labarnas,


    ich habe mir schon eine Datenbank angelegt und arbeite auch immer wieder daran. Mein Problem ist, ich muss die Feldmerkmale auch einem Bogenfeld zuordnen können. Daher bräuchte ich Bogenstücke, am besten natürlich ganze Bögen, aber dass ist leider Wunschdenken :(. Gerade Zusammenhängende Stücke sind wirklich Sündhaft Teuer, 100% vom Michelwert und mehr, dass macht es nicht einfacher. Bei diesem Stück konnte ich aber nicht wiederstehen. Auf eBay hat der Verkäufer vorgeschlagen das Stück doch aufzutrennen und dann in 4er Blocks weiter zu verkaufen und das konnte ich nicht zu lassen :D. Ging aber auch an meine Schmerzgrenze.


    Sobald ich mal valide Daten habe, die ich auch zuordnen kann, werde ich dazu etwas präsentieren aber das wird noch eine Weile dauern...


    Grüße,

    Ron

  • Hallo Ron,


    sehr schönes und bestimmt nicht häufiges Bogenteil, Glückwunsch. Eine Benennung der Feldmerkmale würde mich auch interessieren.


    Gruß
    KJ

    Sowjetische Besatzungszone -SBZ-
    vor allem OPD Dresden (Ostsachsen)

  • Schönen guten Morgen,


    Brief aufgegeben am 14.4.1946 in der Französischen Zone Baden. Ab dem 01.04.1946 war der Versand von Post in das Ausland wieder zugelassen. Der Brief wurde Portorichtig freigemacht mit 75 Pfennig. Adressiert wurde der Brief an Karl Heim in Frankreich.

    Der Brief wurde von der Französischen Zensurstelle in Konstanz geöffnet, überprüft und wieder verschlossen. Abgeschlagen wurde hierbei der Zensurstempel „OUVERT PAR LES AUTORITES DE CONTROLE“ G.B.D. sowie Rückseitig der Prüfstempel 466. Verschlossen wurde der Brief mit dem Verschlusszettel Type 44.

    Anscheinend enthielt der Brief Informationen die nicht befördert werden durften, denn der Brief trägt weiterhin den Stempel „RETOUR A L’LEXPEDITEUR“, also zurück an den Absender.



    Grüße,

    Ron

  • Hallo Ron :-)


    toller Beleg. Ich wundere mich immer, dass es so etwas noch gibt und die Zeit überdauert hat. Ich habe nur von anderen Zonen solche Öffnungen. Die sind auf den Umschlag geschaut links. Gab es damals für das Öffnen von Briefen auch eine "Vorschrift"?


    Ansonsten habe ich gestern ein nettes kleines (Preis) Auktionslos bekommen und werde Dich vermutlich mal in der nächsten Zeit fragen. Da sind etwa 1000 Stück aus den ersten drei Sätzen und ein wenig allg. Ausgabe, hier auch Zwischenstege enthalten. Auch ein wenig den 2. o. 3. Satz (hier meist *). Die Typisierung, also nach I bis V usw. habe ich bereits weg. Da sieht es richtig klasse aus. Es sind viele Typen enthalten und auch meist verschiedene Papiere. Ziel ist die Plattenfehlersuche.


    beste Grüße

    labarnas

  • Hi labarnas,


    ja, manchmal frage ich mich auch wie solche Stücke die Zeit überdauert haben ;-). Aber es gibt ja auch noch viele Briefe aus der Altdeutschen Zeit, sprich vor 1900, verdanken wir wohl alles den damaligen Philatelisten!


    Zensur der Französischen Zone sind selten und nicht so häufig anzutreffen wie US oder Britische Zensur. Dies macht sich auch immer im Preis solcher Belege bemerkbar. Bei FZ Belegen wird es oft zweistellig bei den anderen beiden Zensuren bleibt es im Regelfall im einstelligen Bereich.


    Darfst immer gerne fragen ;-).


    Grüße,

    Ron

  • Was meinste Du mit ersten drei Sätzen? Die 3 versch. Länderausgaben?

  • Ja, ich meine die Ausgaben zu Baden 1 bis 37, zu Rheinland-Pfalz 1 bis 29, 32 bis 41 und Württemberg-Hohenzollern 1 bis 37. Sorry für die sehr verknappende Aussage und ich hoffe die Nr. sind korrekt. Mal zwei Beispiele:

    • Baden Nr. 1, 4, ... III. Dort wird ein kleiner Farbpunkt auf der Oberlippe benannt. Der weiße Pfeil im Michel zeigt auf den Mundwinkelstrich.
    • Oder Württemberg die Nr. 6, 8, ... die Type III. Habe nun ein Eckrandstück mit Drucknummer der Nr. 6. So kann ich sagen Reihe 10 ist = III. Ich habe bei der 6 noch nie einen Unterstrich gesehen, es ist für mich die Frage, was bedeutet schwach?

    Deshalb interessiert mich ob es eine gute, deutlich Übersicht gibt. Bei den Plattenfehlern - klick - habe ich einiges gesehen, aber eben nicht alles.

  • Ok, hast Du zum Thema Typen mal auf meiner Homepage vorbeigeschaut? Habe es da m.E. eigentlich ganz gut für Württemberg aufgeschlüsselt.


    Es kommt immer auf den Druck an, mal mehr, mal weniger Farbe und das führt dann auch mitunter zu der unterschiedlichen Ausprägung der Typisierung.


    Grüße,

    Ron

  • Hallo Ron :-)


    ja klar kenne ich Deine Seite. Und weil die erstklassig ist, hast Du auch von mir ein "gefällt mir" bekommen. Du meinst diesen Bereich. Ich weiß, da gehört ne Menge Arbeit dazu es zusammenzutragen. Ich hatte eben alle drei Gebiete im Sinn. Mal schauen was ich machen werde.


    viele Grüße

    labarnas

  • Puhh, dann viel Erfolg, mir ist das eine Gebiet schon Umfangreich genug :lachen:

  • Hallo Ron,


    ich glaube mal, Du hast mich nicht richtig verstanden. Was wohl an mir liegt. Ich möchte den kleinen Berg an Marken, den ich habe, einfach nur richtig zuordnen und komme eben mit paar Abbildungen nicht klar. Deshalb die Frage nach guten Darstellungen, die ich hier vermutet hatte.


    Grüße

    labarnas

  • Schönen guten Morgen zusammen,


    endlich konnte ich mal wieder meine Sammlung im Bereich Französische Zone Württemberg erweitern, mit einer Handschriftlich Korrigierten Bogennummer. B Bogen, ursprünglich 25080 handschriftlich korrigiert auf 03321. Bei Dieser Korrektur wurde wohl der Ursprungsbogen 03321 beschädigt. Daraufhin wurde ein Korrekturbogen aus dem Reserverstapel (25080) eingeschoben der dann die Bogennummer (03321) des beschädigten Bogens erhielt.



    Grüße,

    Ron

  • Einschreiben, aufgegeben in Dettingen bei Urach am 21.06.1948. Das Porto für einen Brief im Fernverkehr bis 20g beträgt 24Pf, Einschreibegebühr 60 Pfennig, somit waren gesamt 84 Pfennig zu entrichten. Der Brief wurde jetzt augenscheinlich Portorichtig mit 84 Pfennig freigemacht. Doch werfen wir noch einen genaueren Blick auf das Datum, am 21.06.1948 war die Währungsreform und damit wurden die aufgebrachten Marken der ersten Dauerserie ungültig. Wenn wir jetzt aber einen Blick auf die Stempeluhrzeit werfen, so erkennen wir 7 Uhr. Ich nehme daher an, dass der Brief noch am Vorabend der Währungsreform im Briefkasten eingeworfen wurde. Da die Marken am 20.06.1948 noch Frankaturgültig waren, wurde der Brief Portorichtig zum Zeitpunkt der Aufgabe aufgegeben. Viele Briefe aus dieser Zeit tragen den Vermerk „Aus Briefkasten“, dieser leider nicht. Rückseitig trägt der Brief den Ankfuntsstempel aus Tübingen.


  • Brief aufgegeben am 21.06.1948 in Unterreichenbach und dieser lief nach Lahr. Folglich fallen für diesen Brief im Fernverkehr bis 20g, 24 Pfennig Porto an. Auf den ersten Blick, wurden 132 Pfennig verklebt. Doch nochmal ein Blick auf das Datum, der 21.06.1948, Tag der Währungsreformumsetzung. Der Umrechnungskurs von Reichsmark zu Mark liegt bei 10 zu 1. Somit werden aus den 120 Reichspfennig der ersten Dauerserie 12 Pfennig, und für die restlichen noch fehlenden 12 Pfennig wurde der 12 Pfennig Wert der Zweiten Dauerserie aufgebracht. Somit trägt MiNr.: 18 einen Erstagsstempel und der Brief ist portorichtig mit 24 Pfennig freigemacht.

  • Siehe: http://www.manfredkaiser.de/10fach.html

    …“In der Französischen Zone waren schon im Jahr 1946, als in den anderen drei Zonen die Kontrollratsmarken ausgegeben wurden, eigene Briefmarken eingeführt worden.
    Auch hier wurde die Währungsreform am 21.6.48 durchgeführt.
    Es standen genug neue Briefmarken zur Verfügung, man hatte die alten Werte in neuen Farben gedruckt.
    So waren hier Zehnfachfrankaturen eigentlich nicht zugelassen, wurden aber größtenteils geduldet.“…


    Da hat ein Sammler kräftig nachgeholfen, denn aus der „Ecke“ kommt mehr…

    (siehe Abb. bei www.manfredkaiser.de; Drucksache 21.6.48 9-10 Uhr von Unterreichenbach Kreis Calw nach Garbenheim bei Wetzlar.
    Eigentlich waren Zehnfachfrankaturen in der Französischen Zone nicht zugelassen, weil es genügend Marken in der neuen Währung gab. Sie wurden aber weitgehend toleriert.
    Der Brief ist mit 6 Pfennig korrekt frankiert, 2x2 Pfennig in neuer Währung und 20 Pfennig alter Währung.

  • Wir verdanken den Philatelisten von Damals sehr viele tolle Philatelistische Stücke und vor allem Dokumentation der damaligen Postverhältnisse.


    Bei den 10 Fach Frankaturen, ja da gibt es sicherlich sehr viel was Philatelistisch beeinflusst ist aber sicher auch Belege die aus reinem Bedarf gelaufen sind da Restbestände einfach aufgebraucht wurden.


    Grüße,

    Ron

  • Hallo Ron,


    ich habe hier auch einen Brief, der von einem Händler aus Chemnitz "erstellt" wurde. Jedoch zeigt dieser eben die Berliner Bärenmarken, eine Ausgabe von MV und Thüringen. Ich finde den Beleg klasse, weil er auch dokumentiert, wann Marken der SBZ in allen anderen Zonen zugelassen waren. Und ich bin mal gespannt wer am 30.06. mit Aufschrift "aus dem Briefkarten" in dem alten Porto Belege ein wirft und schaut, was die Post zum 01.07. damit veranstaltet. Klar ist so etwas auch heute philatelistisch beeinflusst.


    Grüße

    labarnas