Leipzig nach 1945 - SBZ

  • Hallo Totalo-Flauti,


    Du fragst, ob es aptierte Stempel gibt, die heute noch vorliegen?
    Du meinst, ob heute noch Stempel aptiert werden? Das glaube ich kaum (wenn ich dich richtig verstanden habe).
    Ich selber sammle keine moderne Briefmarken noch moderne Stempel.
    Früher war m.E. meistens aus finanziellen und Umstrukturierungsgründen das notwendig. Meist eben wegen der PLZ, die man wegen der ausgerechnet Einführung in Nazideutschland dann abschaffen wollte…
    Genauso wie in unserem Fall mehr aus politischen Gründen dieser "Reichsmessestadt" …
    Ich denke, dass heute sind bei modernen Deutschen Stempeln keine Aptierungen mehr notwendig. Bei einer Notwendigkeit, werden dann die ganzen Stempel ersetzt.


    Zitat

    Oder gibt es amtliche Aussagen über die Art und Weise der Ausführungen von Aptierungen?


    Es gibt von MPF amtliche Vorschreibungen, die besagten, dass gewisse Stempelfragmente zu besagten Termin zu entfernen sind. Aber das betraf noch die alte DDR-Zeit …


    Zitat

    Falls Dein Beitrag im Club-Jurnal erscheint, hätte ich Interesse daran.


    Alles braucht so erstmal seine Zeit, bis es erscheint…
    Ich hoffe, dass wenn, dann wird das wohl im Frühjahr erscheinen. Aber das sind noch paar Monate bis dahin!
    Manche Mühlen mahlen eben etwas langsamer.


    Beste Sammlergrüße!

  • Liebe Sammlerfreunde,


    wieder mal ein neuer und später Stempel vom Postamt LEIPZIG S3 mit dem Kennbuchstaben k vom 24.1.1966. Wieder wurde der Stempel im ZKD verwendet. Die Aptierung ist hier anscheinend sehr flach ausgeführt worden. Da auf der Rückseite nur ein Stempel aus Leipzig zu finden ist, handelt es sich wohl um ein Ortsbrief.
    Ein Vergleichsstempelabdruck aus der Zeit vor dem Zusammenbruch liegt mir leider nicht vor.


    Jurek
    ich wollte wissen, ob Du weißt, ob aptierte Stempel noch vorliegen?


    Mit lieben Sammlergrüßen


    Totalo-Flauti

  • Hallo Totalo-Flauti,

    Zitat

    ich wollte wissen, ob Du weißt, ob aptierte Stempel noch vorliegen?


    (wenn ich dich richtig verstanden habe?):
    Natürlich liegen die vor, da es sie massenhaft gab. (Kommt nur darauf an WO?).
    Auch solche werden über eBay gehandelt und die werden wohl auch im Berliner Museum für Postgeschichte ausgestellt. Leider habe ich außer der Standartliste mit Abbildungen der Stempel in Privathand (die über eBay gingen - siehe dort, wo du dich durch die ganzen Seiten durchkämpfen müsstest) keine jetzt sonstigen speziellen Bilder noch Infos dazu.
    Ich hoffe, dass ich dich diesmal richtig verstanden habe (?).


    Mit Phila-Gruß!

  • Liebe Sammlerfreunde,


    hier ist der Stempel LEIPZIG S 3 Ub f vom 16.3.1965. Es ist nicht zu erkennen, ob hier tatsächlich eine Aptierung vorliegt. Der Stempel ist allerdings in der Liste von Jurek enthalten.
    Leider ist der Ortsbrief mit dem Porto von 40 Pfennig überfrankiert. Das wäre notwendig für die zweite Gewichtsstufe als Fernbrief bis 250 gr.


    Mit lieben Sammlergrüßen


    Totalo-Flauti

  • Guten Tag!
    Danke zunächst für dieses Bild!
    Und doch, das ist ein aptierter Stempel.
    Zwar hatte ich das schon früher hier erwähnt, aber ich möchte es nochmals ausführen, wie man diese aptierten Stempel von dann neuen (also nicht aptierten) unterscheiden kann:
    Dazu 2 wesentliche Unterscheidungsmerkmale:
    1) Der UB befindet sich in oberen Stempelfragment und nicht wie üblich unten.
    2) Die Stege-Mitte ist nicht wirklich wie üblich (so auch in späteren Leipziger Stempeln) in der Mitte des Stempels positioniert, sondern etwas nach oben verschoben (eben wegen einst dem "MM"-Zeichen).
    Neuere Stempel weisen nicht mehr diese Charakteristika auf.
    Beste Grüße und schönes WE! :)
    Jurek

  • Hallo Hartmut!
    Vielen Dank für deine Bilder. :)
    Aus dem Jahr 50 mit den Details war in der Liste nichts dabei (erst 51), daher kann ich das erneuern.
    Es freut mich, dass du auch was zu der Erforschung des Leipziger Stempels beigetragen hast, mit qualitativ guten Bild/ern!


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    Hallo Bernd,
    Vielen Dank auch dir für deine Bilder! :)
    Leider ist dieser Stempel wegen bestimmter Details nicht wirklich brauchbar, weil der lässt mehr Interpretationen zu als bestimmter konkreter Fakten.
    Ob das ein echter Stern ist (wieso nicht in der Mitte zwischen den Bögen), darf man anzweifeln. Genauso, wie “LEIPZIB” ;)
    Es gibt Zufallsverschmutzungsabbildungen, die schauen so als ob …
    Schön wäre, wenn jemand diesen DR-Leipziger-Stempel dann mit Sternen hier reinstellen könnte, welcher dazu wirklich passen würde. Ich kenne keinen.
    Doch ich denke, dass dieser REICHSPOST MM-Stempel war so neu ohne Sterne angefertigt. Das MM-Stempel war ursprünglich kein aptierter Stempel.
    Ich lasse mich da aber sehr gerne des Besseren belehren!


    Beste Grüße und nochmals vielen DANK, und gute Nacht euch beiden!
    Jurek

  • Vielen Dank für diese Dokumentation und dass du daran noch denkst! :)
    In Laufe der Zeit kann man dann auf eine schöne Zusammenstellung solcher Stempel blicken und ihre Geschichte mit den Eingrenzungen (Plural) der Leipziger Stempel „nach ihrer Wende“ (Aptierung).


    Gruß ;)

  • Liebe Sammlerfreunde,


    gleich im Anschluss noch ein Maschinenwerbestempel Robert Blum vom 13.3.1948. leider ist der Unter-/Kennbuchstabe nicht erkennbar. Es könnte a oder d sein.


    Jurek


    das ist kein Problem. ich bin immer wieder dabei meine Belege einzuscannen. Wenn was bei ist, stelle ich den Beleg hier ein. Ist Dein Artikel zwischenzeitlich im "Club Journal" der ArGe "DDR-Spezial"erschienen? Kann ich davon eine Datei erhalten?


    Mit lieben Sammlergrüßen


    Totalo-Flauti

  • Hallo T-Flauti,


    freue mich immer wieder über deine Bilder. (Auch ggf. die der anderen User). Auch wenn in Zukunft nicht auf jedes deiner Bilder reagiert wird, bin ich dir jedenfalls für jedes einzelne Bild dazu dankbar. :)


    Zu dem Artikel über DDR Stempel, - NEIN, der ist nicht erschienen. Ich denke auch die ganze Zeit damit auch an dich, da ich dich nicht vergessen habe, dass du mich danach schon fragtest! ;)
    Bevor so ein Artikel (nicht jeder Artikel ist gleich und bedarf solcher Überprüfung) erscheint, wird er jemanden vorgelegt zur Überprüfung. (Deutsch ist auch nicht meine Muttersprache, das kommt auch noch dazu). Dieser Artikel lag dann länger bei einem Glied der ArGe „DDR-Spezial“… Nix ist im Grunde geschehen. Der war dann ja auch krank. … Dann bei BPP Paul, der einst die „Stempelforschunggruppe“ der ArGe hätte leiten sollen, aus der dann auch nix wurde. Der hatte durchaus auch Bedenken zu einigen Punkten, und dieser Artikel müsste dann noch in Teilen völlig überarbeitet werden, aber er hat dann auch keine Zeit dafür… Dann ist der Artikel wieder weiter geleitet worden zu jemandem anderen, welcher aber selber mit Handbuchtext beschäftigt ist (o.d.g.). Per Telefon teilte er mir mit, dass er sich in Laufe dieses Frühjahres damit befassen will, weil da auch noch einiges korrigiert werden muss …
    Also viel gewesen und nix passiert……
    Die Thematik „Stempel der SBZ-DDR“ ist kein einfaches Thema (ähnlich wie „Farben“), da auch das Wissen von früher nicht immer zuverlässig ist, oder gar völlig falsch.
    So ist mein Artikel in etlichen Punkten auch falsch. Von daher (ich weiß nicht, ob die Leute, die das in der Hand haben, soviel Zeit dafür aufbringen können sich damit auseinander zu setzen) weiß ich dann nicht, ob oder wann das erscheinen wird.
    Das muss man dann auch in Kauf nehmen.


    Besten Dank und Grüße aus Österreich!
    Jurek

  • Danke dass du noch daran denkst! :)
    Allerdings ist das eine Ausgabe mit der dazugehörigen Entwertung von 1953.
    Nochmals vielen Dank und Augen auf auf der Suche nach solchen Stücken! ;)
    Einmal könnten wir vielleicht auch gemeinsam ein Artikel in der ArGe „DDR-Spezial“ mal dazu schreiben? :P


    Beste Philagrüße!

  • Liebe Sammlerfreunde, lieber Jurek,


    du hast Recht, der letzte von mir gezeigte Brief stammt leider nur von 1953. Danke auch das Du mit mir eine Mitautorenschaft anträgst. Ich denke, dass da aber noch viel Studium von (möglichst) Primärliteratur zu den Aptierungen nötig sein wird. Mit meinen Belegen bin ich auf jeden Fall dabei.


    Jetzt noch ein R-Brief von Leipzig W 20 Kb b vom 10.9.1955 (diesmal aber wirklich 1955) nach Parchim/Mecklenburg. Der Brief stammt vom bekannten Leipziger Briefmarkenhändler Max Nickl.


    Mit lieben sammlergrüßen


    Totalo-Flauti

  • So wie es ausschaut, kann der UB nur „k“ sein …
    Aber super Bild zum Vergrößern, wo man wirklich was drauf erkennen kann! :)


    DANKE nochmals für dein Engagement! :)


    Schönes WE!