Geraer Briefmarkentag lockt in Tonhalle

  • Gera (Lowe). Zum ersten Mal richtete der Verein der Briefmarkenfreude zu Gera e.V. am Sonnabend einen Briefmarkentag aus. Damit wollte man auch an die Gründung des ersten Geraer Briefmarkenvereins am gleichen Tag vor 117 Jahren erinnern. "Der Briefmarkentag ist kein Großtauschtag", erklärte Vorsitzender Horst Schmidt den Unterschied zu sonstigen Tauschbörsen. Nicht nur, dass es die Philatelisten aus ihrem Vereinslokal am Fuchsberg diesmal in die Tonhalle verschlagen hatte. Neben Tausch und Kauf waren auch Fachgespräche möglich und eine Schautafel informierte über die Vereinsgeschichte. Erfolgreich war der Verkauf der limitierten Sonderumschläge zur Eröffnung der Geraer Stadtbahnlinie 1. Von den 500 Stück waren am Ende noch 15 übrig.


    Viele auswärtige Briefmarkensammler- und Händler waren nach Gera gekommen. Etwa 80 Besucher konnte der Verein zum Briefmarkentag zählen. Mit der Resonanz zeigte sich Schmidt zufrieden. "Allerdings müssten es mehr werden, soll der Briefmarkentag zur Tradition werden."


    Den Geraer Heiko Gwosdz hatte es zufällig in die Tonhalle verschlagen und er war fündig geworden bei Marken des Deutschen Reiches. Dies sei sein Spezialgebiet bis zum ersten Weltkrieg, sagte Gwosdz. Aber auch die frühe Flugpost interessiere ihn. Seine Sammelleidenschaft begann in der Kindheit, wie bei den meisten Briefmarkenfreunden. "Da hat man Briefmarkensätze auf dem Dachboden gefunden und geglaubt, einen Schatz entdeckt zu haben", berichtete er. Inzwischen wisse er, dass es nicht so war. Doch die Leidenschaft blieb und die Marken sind inzwischen unzählig.


    Ähnlich geht es Horst und Hannelore Schmidt, die beide seit über 60 Jahren Briefmarken sammeln. Genau beziffern können sie den Anfang nicht. Man sei faktisch mit Briefmarke auf die Welt gekommen, scherzte der Vorsitzende zufrieden mit dem Tag.





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