Farben bei den Briefmarken (Programme

  • Hallo,


    ich habe eine Frage zu den Farben der Briefmarken.


    Also, mein Onkel erklärte mir vor einiger Zeit einiges über Briefmarken. Dabei erklärte er mir das es teilweise Briefmarken gibt die in verschiedenen Versionen hergestellt wurden, sich jedoch nur durch minimale Farbnuancen unterscheiden. Jedoch gibt es unterschiedliche "Marktpreise" für diese Versionen der Marken. Um zu wissen welche "Version" es nun ist werden diese Briefmarken zu Prüfern geschickt. Dort kommt denn entweder der Stempel "Fälschung" oder "Original" rauf. (Ich entschuldige mich für Mögliche Fehler. Ist alles noch aus meinen ERinnerungen. Das Gespräch ist schon einige Zeit her.) Jedoch kostet das Prüfen Geld, egal ob es das gewünschte Ergebnis bringt oder nicht. So nun war seine Frage ob es denn nicht eine Möglichkeit gibt dies technisch mit dem PC prüfen zu lassen. Wenn sie gefälscht sind oder nicht das gewünschte weiß er dann halt was damit zu tun ist, wenn sie das sind was er sich erhofft hatte, wird er sie nnatürlich prüfen lassen jedoch mit Gewissheit sozusagen, das er das richtige hat. Ich dachte bei technischen Möglichkeiten z.B an eine Kombination von Scanner und Programmen was die Scannergebnisse auswertet.


    Danke schön

  • Hallo,


    ich glaube nicht, dass sich Nuancen exakt genug erkennen lassen - dabei spielen zuviele Unwägbarkeiten eine Rolle. Je nach Scannermodell kommen die Farben unterschiedlich rüber. Bei Scanner-Tests geht's auch um die Farbtreue als ein Kriterium.


    Auf dieser Seite der PC-Welt geht's zwar um Durchlichtscanner, aber es wird deutlich, was ich meine...


    Gruß, AJ

  • Es gibt schon solche software. Da scant man zum kalibrieren eine Reihe von Marken bei denen der Farbton sicher bekannt ist und ordnet den dann aus dem Farbverzeichniss in der Software die Farbe zu.


    Ob das Funktioniert?
    Natürlich nicht, war doch klar...

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

    Voltaire

  • rapha:


    Mir ist kein Programm bekannt, mit dem man Farben sicher bestimmen kann. Ausserdem ändern sich Farben. Und es liegt oft "im Auge des Prüfers", welche Farbe zum Schluss rauskommt. Für die Farbprüfung müsstest Du auch beim Scannen die Lichtverhältnisse schaffen, die ein Prüfer hat. Im BDPh-Forum wurde das Thema schon sehr oft durchdiskutiert, allerdings mit dem gleichen Ergebnis: Scan/Bildschirm iss nich...

  • Es kommt natürlich auf die jeweilige Markenausgabe an. Gerade bei sehr alten Marken sind Trivalbezeichnungen für Farbnuancen üblich. Was ist "milchblau"? Ein weiterer Punkt, der eine ganz gewaltige Rolle spielt, ist die Erhaltung! Oxidation, Patina, mehr oder minder gut gewaschen, völlig verdreckt. Wie will man da die richtige Farbe finden?


    Ich denke der beste Ansatz ist einfach jener, eine größere Anzahl einer bestimmten Augabe aneinander zu reihen und mit einer anderen Markenausgabe mit identer Farbbezeichnung zu vergleichen. Der Schluß ist jedoch subjektiv. Mit Michel-Farbführer, Scanner, Attesten habe ich´s zuhauf versucht, doch mischen sich früher oder später auch "Zwischenstufen" in die Sammlung. Wohin damit? Ist´s nun eine stark gewaschene, oder ausgebleichte Marke? Gar etwas ganz Neues? Die Antwort auf die Frage bleibt einem selber überlassen.


    Aus dem Grund nehmen feine Farbdifferenzierungen auch immer weiter ab (je nach Prüfer natürlich). Meines Erachtens nach keine Fehlentwicklung. Manche Farbnuancen-Beschreiberei ist tatsächlich obsolet.


    Jenen die gleich aufschreien, sei gesagt, daß feinste Farbunterschiede möglicherweise wohl gut bewertet im Katalog stehen, aber im echten Verkauf nur untergeordnete Rollen spielen. Ausnahme: ein Attest bescheinigt den Verhalt....der nächste Käufer spekuliert dann jedoch weniger auf die Farbe, als vielmehr auf´s beigelegte Attest.


    Ach ja...kleiner Tip für die "Freaks"....kauft euch eine ordentliche Lupe aus Silikat und nicht eine solche aus Plastik. Die Farbunterschiede können gravierend sein!