Mal ne dumme Frage

  • Ich hätt mal eine Frage:


    Welche Marken sind denn generell wertvoller?
    Die gestempelten oder die ungestempelten??


    Ich weiß, is ne dumme Frage, aber ein Freund von mir sagt, dass die gestempelten, ein anderer Freund dass die ungestempelten wertvoller sind.


    Was stimmt jetzt?


    Danke im Voraus!

    Alle Rechtschreibfehler sind zu 100% absichtlich und gewollt!
    ;-)


    :oesterreich:

  • Beide haben Recht. Kommt auf die Marke an. Generell kann man es nicht sagen.

    *Deutschland,GB,Amerika,Südafirka*


    **Ansichtskarten und Stempel von Dortmund und Hamburg und Amrum gesucht **

  • erstmal dumme Fragen gibts nich ;)...ich würde meinem Vorgänger auch nur bedingt zustimmen und die Frage an die große Runde weitergeben...soviel ich inzwischen im Michel Deutschland gelesen hab sind doch echt gestempelte bis auf wenige Ausnahmen schon teurer bewertet als postfrische oder?

  • @kimbo:


    In der Klassik bis 1875 sind ungebrauchte Marken in der Regel seltener und teurer. Danach verweise ich auf @markdo´s Aussage.


    Aber tröstet Euch, Ihr habt im Zweifelsfall immer die billigere Variante =P

  • saschJohn:


    Nein. Stimmt so nicht. Kuck Dir mal alles von Altdeutschland bis Bund durch. Teilweise ist ungebraucht nicht zu bezahlen, teilweise ist echt gestempelt eine Rarität.

  • wie ich schon sagte- ist bei jedem Gebiet und jedem Land und allen Zeitperioden anders.
    Wenn jetzt gefragt worden wäre:" ist land xy im Zeitraum von xy-z postfrisch oder gestempelt teurer, dann könnte man ne Aussage treffen.

    *Deutschland,GB,Amerika,Südafirka*


    **Ansichtskarten und Stempel von Dortmund und Hamburg und Amrum gesucht **

  • Stell dir vor eine Marke wird 10 Millionen mal gedruckt. Drei Tage nachdem die Benutzung begonnen hat, wird das Ausgabeland von einem anderen Land besetzt. Die Postverwaltung der Besatzungsmacht verscherbelt die restlichen 9,999 Millionen postfrischen Marken an einen Briefmarkenhändler.


    Wert der postfrischen Marken - gleich null
    Wert der gestempelten Marken - sehr hoch

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

    Voltaire

    Einmal editiert, zuletzt von Lacplesis ()

  • Es kommt wirklich sehr auf´s Sammelgebiet und die jeweilige Dummheit der entsprechenden Klientel an. Peter Sem meint in seinem Katalog zur Frage der Anschaffung postfrischer Bayern-Quadrate sinngemäß: ... man könne sein Geld auch für interessantere Dinge verschleudern.


    Wenn man rein nach Katalogpreis geht, werden die postfrischen Marken im Schnitt besser bewertet sein. Aber Katalogpreis ist ja auch nicht Realpreis.


    Die wirklich seltenen und teuer bezahlten Raritäten, sind allerdings fast immer unter den gestempelten Stücken zu finden! Um dies zu erkennen braucht es allerdings Literatur und Erfahrung. Wer hingegen nur ein Vordruckalbum vollstecken möchte bzw. den Michel für eine Bibel hält, der wird bei den postfrischen sein Glück finden (und viel Geld verlieren).

  • Ok nach überprüfung meiner Theorie nehm ich alles zurück und behaupte das Gegenteil ...irgendwie hatte ich so den Eindruck aber von Altdeutschland hab ich auch noch nich viel aber das gibt mir ja ne neue Perspektive ich dachte AD sei für mich nicht bezahlbar :D

  • Wie meine Vorposter schon erwähnten kommt es immer darauf an, ob z.B. mehr postfrische oder gestempelte Marken existieren. Kommt außerdem auch aufs Sammelgebiet an ( Deutsches Reich z.B. häufig gestempelt wertvoller). Natürlich kann es auch immer Ausnahmen geben.


    MfG

  • :bier: Hallo Nimrod


    Ich hab ein Sammelkollege (Schaut Euch mal seine Sammlung an) der sammelt Flugzeugmotivmarken aus aller Welt. Der ist aber nur mit den ungestempelten Briefmarken per Du, die gestempelten interessieren ihn überhaupt nicht!


    Wird zwischen Motivbriefmarken und den sogenannten normalen Briefmarken, was Stemplungen anbelangt vieleicht unterschieden?


    Gibt es die Motivbriefmarke oder ist der Name eine Erfindung von Sammler. :ups: Ich kenn nur klassische (ohne Zacken) oder normale (mit Zacken).

    :psssst: Heute besuche ich meine ersten 2 Philatelie-Stunden von einem :daumendrueck: 10 stündigen Philateliekurs für Erwachsene.


    Für Dein Wissen reicht es zwar nicht, aber es ist immerhin ein kleines Licht am Ende des langen Tunnels.


    Mit fliegerischen Grüssen :concorde: Thomas

  • Hi concordus,
    dein Kumpel ist Motivsammler. Die wollen meist postfrisches Material, weil man darauf besser das Motiv sehen kann. Aber zeig ihm doch mal SoSt mit Bezug zur Fliegerei, vielleicht ändert sich dann seine Einstellung ;).
    Beste grüße vom
    reichswolf

  • concordus


    Ich würde Deine Fragen so beantworten: Wenn jemand eine Motivsammlung aufbauen will, dann kann er im Prinzip eine Münze werfen, ob er lieber postfrisch, oder gestempelt nehmen will.


    Persönlich würde ich für eine Motivsammlung ungebrauchte Marken wählen, weil das Motiv im Vordergrund steht. Der Nachweis des Gebrauchs ist hier wohl eher vernachlässigbar.


    Deine Art zu sammeln ist sicher ein Sonderfall, welcher den Gebrauch in den Mittelpunkt stellt.


    Bei Sondermarken (zumeist für den Motiv-Sammler gemacht) sollte noch erwähnt sein, daß viele dieser Marken mit Klischee-Stempeln versehen werden. Dieses Material sollte man möglichst vermeiden.



    Zur letzten Frage: Klassik / Semiklassik / und spätere Marken....eine genaue zeitliche Abgrenzung ist quasi unmöglich. Nimmt man die großen griechischen Hermesköpfe her, dann kann man sie als Klassik-Marken bezeichnen. Doch stammen sie aus dem Zeitraum 1861 bis 1880. Für meine Begriffe endet die Ö.-Klassik spätestens 1867 (Übergang Kaisertum zu Kaiserreich), die Nomenklatur würde sich daher mit den grichischen Marken spiesen. Bei Großbritannien kann man die Klassik vielleicht mit jenen Marken abgrenzen, welche als victorianische Marken bezeichnet werden...immerhin bis zum Jahr 1900. Geschnittene und gezähnte Marken kann man nicht als Kriterium für Klassik / Semiklassik hernehmen. Immerhin gab es auch schon sehr früh gezähnte Marken (selbst bei den 1850/54 Ö.-Wappen die ich sammle, gibt es private Zähnungen [Durchstiche von Tokay und Hormona] bzw. amtliche Zähnungsversuche). Die Briten zähnten ihre "Line-engraved" schon 1854, die Franzosen ihre Napoleons erst 1862.