• Hallo Guido,
    das sind ja schon gepfefferte Preise. Vielleicht wird ja jetzt der ein oder andere zum Schatzsucher hier und sucht auf Flohmaerkten nach fruehen Mschinenstempeln. Ich schaetze jedenfalls die deutschen Columbias generell als seltener ein als die Bickerdikes und daher moegen die Preise schon hinkommen.
    Arno


    soaha: Warum hast Du Deine Bilder wegeditiert? Zumindest der italienische Stempel sollte hier vielleicht als Lehr-und Anschauungsstueck im Beitrag bleiben. Dann koennen sich Sammler, die noch nie eine der italienischen Flaggenstempel "in echt" geshen haben, auch in ein paar Jahren noch ein Bild machen. Ich kannte die italienischen Stempel bislang auch nur aus Buechern.

  • Hallo germaniafan,


    beide Sempel sind nicht besonders wertvoll. Der Stempel San Jose, Cal., Station A wurde von 1909 bis 1926 verwendet und wertet 12 Punkte. Interessant natuerlich die Belegung mit Nachporto in Deutschland. 2c war zu der Zeit das US Inlandsporto. Leider hat jemand "Österreich" auf den Umschlag gekritzelt. Sieht aus, als haette jemand den Umschlag mal zum Marken sortieren benutzt.


    Den Stempel New York, Station P, kann ich nicht 100% zuordnen. Ich bin mir aber recht sicher, dass in der Aussparung rechts unten neben der rechten Begrenzungslinie des Feldes "Station P" eine Ziffer 2 erkennbar ist. Dieser Stempel wertet dann 25 Punkte (Verwendung 1900-1901). Ziffern 1 (Verwendung 1900) oder 3 (Verwendung 1899-1900) sind auch moeglich, aber unwahrscheinlich. Bewertung dann je 35 Punkte plus eventuell Liebhaberzuschlag fuer Spaetverwendung.


    Der Stempel ist interessant, weil bei Deinem Exemplar verwendet auf third class mail. Entsprechend Vorschrift wurde third class mail nicht mit Datumsstempel entwertet. Dementsprechend wurde bei dem Maschinenstempel der Datumseinsatz entfernt. Manche sehen das als Mangel an, weil sie lieber "vollstaendige" Stempel wollen, ich sehe das als interessante Variante. Auf keinen Fall also eine seltene Stempelabart, sondern vorschriftsgemaess. Manchmal sieht man das bei ebay "fehlende Datumszeile im Stempel RRR" (=BS).

  • Dieser Flaggenstempel von Mansfield, OH war von 1897 bis 1900 in Gebrauch und wertet 13 Punkte. Katalogpunkte sollten urspruenglich 5c/Punkt umgerechnet werden (1976). Ich wuerde sagen, alles unter 30 Punkte ist "haeufig", 30 bis 50 Punkte "selten", und Stempel mit Bewertung ueber 50 Punkte sind wirklich schwer zu finden.


    Die Rueckseite des Briefes ziert ein Maschinenstempel einer Maschine der Barry Postal Machines Co.


    Es scheint, dass die Barry Maschinen oft fuer die Transitstempelung verwendet wurden. Dein Typ (H5-1) war von Februar bis November 1899 in Gebrauch, also nicht fuer lange Zeit. New York ist allerdings nicht gerade eine kleine Stadt, und deshalb ist es gleichwohl kein seltener Stempel (Katalogwert "A" = $1-$3 in 1989).


    Vielleicht muss ich das mit der Seltenheit relativieren: Alle diese Stempel sind insoweit selten, dass man diese wirklich muehselig zusammen sammeln muss.


    Es waren im uebrigen diese Barry Stempel und solche des Herstellers Doremus, die mein Interesse an den Maschinenstempeln ausgeloest haben. Und mal ehrlich: die Barry Stempel sehen schon cool aus, oder nicht?

  • Hallo Carolina,


    gestern habe ich ein Lot USA erhalten, da ich mir dieses Sammelgebiet erschließen möchte. Ich war verwundert doch sehr viele 'Wellenstempel' vorzufinden. Wenn ich mir aber die von Dir gezeigten Belege anschaue, sehe ich, dass auf der Marke nur 'Wellen' zu sehen sind.


    Daher meine Frage: Bei Sammlern der USA, welche Stempel sind üblich, welche gern gesehen und welche gar nicht gern?

  • Im Verein sehe ich mir des öfteren Rundsendungen mit US Marken an. (Hat jetzt nicht unbedingt was mit den Flaggenstempel hier zu tun) Die Stempel dort würde ich auf keinen Fall anrühren. US-Marken sind an sich schön, doch die Stempelei der US-Post tötet im Ansatz jede Begehrlichkeit an diesen Marken. Schade eigentlich.

    mit freundlichen Sammlergrüßen
    rolin

    Einmal editiert, zuletzt von rolin ()

  • Zitat

    Original von Screensize
    Daher meine Frage: Bei Sammlern der USA, welche Stempel sind üblich, welche gern gesehen und welche gar nicht gern?


    Also die Entwertung der Marken mit einem "Killer" aus Strichen, Wellen oder Werbezusatz war (ist?) in den USA Vorschrift. Der Aufbau der Stempel ist daher vorgegeben. Dies gilt sowohl fuer die Handstempel diskutiert hier z.B.:




    als auch die Maschinenstempel: Alle haben umgekehrt wie z. B. in Deutschland einen "ekligen" "Killer" rechts und Ort/Datum links. Hintergrund ist, dass einerseits die Marke sicher fuer nochmalige Verwendung entwertet sein soll, und andererseits Aufgabeort und Datum des Briefes leicht erkennbar sein sollen.


    Man mag jetzt darueber diskutieren, ob das aesthetisch ist, und ich kann rolin verstehen, wenn er sagt, dass diese Entwertungen das Rundstempel-verwoehnte deutsche / oesterreichische / schweizerische Auge beleidigen.


    Nun bleibt es aber dabei, das dies die zeitgerechte und vorschriftsmaessige Entwertungsform ist. Da an den Stempeln nichts zu aendern ist, achten Sammler hier nach Moeglichkeit auf "leichte" Stempelung. Darueber hinaus ist die Zentrierung ein sehr wichtiges Qualitaetsmerkmal, ebenso wie die allseitige Zaehnung, wenn Marken auch teilgezaehnt aus Bogen vorkommen. Wenn eine Marke einen vollen Orts-Datumsstempel aufweist, wird dies natuerlich gerne gesehen und auch mit Aufschlag getauscht oder gehandelt.


    Rundstempel gibt es praktisch nur als Gefaelligkeitsentwertungen oder von Exemplaren die durchgeschluepft sind. Deshalb kann ich es nicht verstehen, dass in einer der letzten Auflagen der Michel seine Bewertung der gestempelten USA Marken von "Killer" auf lesbare Orts-/Datumsstempel umgestellt hat. Es gibt solche Marken praktisch nicht. Schon gar nicht in handelsnotwendigen Mengen.


    Schliesslich noch ein Link zu einem anderen Beitrag zum Thema:


    Ich schlage vor, in obigem Beitrag ueber Stempelqualitaet etc. weiterzudiskutieren, um die verschiedenen Beitraege thematisch auseinanderzuhalten.


    USA ist ein interessantes Sammelgebiet. Mit jetzt 300 Millionen Einwohnern etwas gleichauf mit der EU, kann man sich vorstellen, dass das System Post vielseitig und das Sammelgebiet riesig ist. Viele Marken sind preiswert, aber in den verschiedenen existierenden Unterarten, oft eine Herausforderung zusammenzutragen. Also, screensize, viel Spass mit diesem Gebiet, und ueber Stempel nicht aergern.

  • Hier noch einige weitere aus verschiedenen Ländern
    1 x Niederlande
    1x Bulgarien
    1 x USA
    1 x Österreich


    Viel kann ich dazu nicht sagen. Aber wir haben ja sicher Spezialisten.
    Ich muß sagen je mehr ich von diesen Stempeln sehe um so besser gefallen sie mir. Ein sicherlich sehr interessantes Sammelgebiet. 8)


    :philaforum1:

  • @ Asmodeus


    Sehr schoenes Stueck. Ich habe noch ein paar weitere amerikanische Columbia-Stempel in meinen Beitrag weiter oben hineineditiert, die dem von Dir gezeigten Muster entsprechen. Offenbar wollte die Firma mit zwei verschiedenen Maschinen-Typen bei den Briten und bei der Reichspost ins Geschaeft kommen. Ich habe ueber die Columbia Maschinen leider nur wenig Literatur. Es gibt da schon was spezielles, aber der Neupreis ist etwa $$150-200. Das Werk ist auf meiner Suchliste (wie vieles anderes auch) und ich hoffe es irgendwann mal gebraucht und billiger zu bekommen.


    @ Germaniafan


    Zunaechst zu der amerikanischen Karte: Das ist ein Maschinenstempel der International Postal Supply Company. Stempel von International Maschinen sind sehr haeufig. Nach einer langen Periode von Versuchen mit Maschinen verschiedener Herstellern, bezog die US Post eine grosse Anzahl von Maschinen von International. Von den International Maschinen sammele ich nur die Sloganstempel (bis ca. 1940) und kann zu den "normalen" Stempeln nicht viel sagen.


    Was die Maschinenstempel betrifft, habe ich auch selbst noch viel zu lernen. Mein Interesse gilt insbesonderen den "fruehen" Stempeln. Was frueh ist, ist relativ, aber ich habe fuer mich so ca. 1920 als Linie gezogen. Ungefaehr dann war die Experimentierphase vorbei. Als Sieger gingen u.a. Bandstempelmaschinen des norwegischen Herstellers Krag oder von Sylbe hervor. Ich wuerde mich sehr freuen, wenn einer fuer diese Stempel weiterfuehrende Literatur empfehlen kann. Diese Stempel sehen in meinen Augen sehr apart aus. Ich haenge mal einen Scan mit noch zwei Beispielen an. Diese habe ich im uebrigen aus meinen zum Tausch angeboten Feldpostbriefen herausgezogen, um auf diese Weise noch mal dafuer Werbung zu machen :D




    Die von Dir gezeigte oesterreichische und bulgarische Karte gehoeren zu dieser Stempelfamilie. Zu dem hollaendischen Stempel muss ich passen.

  • @ Carolina Pegleg
    :] Danke für die Infos.
    Ich hab noch einige verschiedene gefunden, der älteste ist von 1893.
    Das sind jetzt aber wirklich die letzten Maschinenstempel aus den USA die sich noch versteckt hatten. :suche:;)
    An den Feldpostbriefen hätte ich interesse.Ich würde mich von den gezeigten Briefen trennen.So schön wie die auch aussehen, anfangen möchte ich mit diesem Riesengebiet nicht. :oneien:
    Gruß aus dem noch verschneiten Allgäu
    :philaforum1:

  • Wie ihr habt Schnee????????

    Suche momentan, dringend Belege von Berlin von Anfang bis Ende, egal was:
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  • krass bei mir scheint die Sonne und so weit bin ich überhaupt nicht weg.


    P.S. dein Brief ist auf den Weg ich hoffe dir gefällt die Marke


    MFG

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