Per Zinndose zu den Tonga-Inseln

  • UNDENHEIM Behutsam öffnet Gottfried Geißner die Plastikhülle in seinen nach dem Alphabet geordneten Holzkisten. "Dieser Brief war unterwegs zu den Tonga-Inseln mit der Zinndosenpost 1938", erklärt der Undenheimer, der Post aus aller Welt sammelt.


    Die zu den Tonga-Inseln zählende Insel Niuafoou verfügte - liest Geißner aus dem Lexikon der Philatelie - über keinen Hafen und keine Ankermöglichkeit für größere Schiffe. So legte die Besatzung die für Niuafoou bestimmte Post in verzinnte und wasserdicht verschlossene Blechbüchsen ein und warf sie über Bord, sobald sich ein einheimischer "Briefträger" nach Überwindung der Brandung schwimmend dem Schiff näherte, so dass er die Büchse greifen konnte. "Und dieser hat dann seinerseits eine Zinndose mit der nach anderen Tonga-Inseln oder ins Ausland gerichteten Post ins Wasser gelassen, damit das Schiff die Dosen aufnehmen konnte", erklärt der Postoberinspektor a.D., der seine Leidenschaft für die Post von seinem Großvater mitbekam.




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