Wie man es nicht macht...

  • Mich wundert eh, wer so alles ein Geschäft in Deutschland eröffnet und warum!?


    Ein "Was wollen Sie?" als Begrüßung beim Betreten eines Briefmarkenladens habe ich z.B. nicht nur einmal zu hören bekommen.


    Es stimmt, Deutschland ist in vielen Bereichen eine Servicewüste - der Briefmarkenhandel ist da meiner Meinung nach besonders von betroffen. Auch das Ambiente und die Außendarstellung vieler Briefmarkengeschäfte ist ein einziges Trauerspiel! Das gleiche gilt analog für viele Messestände.

    Meine Sammelgebiete:
    Deutsch Ostafrika, Britisch Ostafrika, Britisch Ostafrika & Uganda, Ostafrikanische Gemeinschaft, Kenia, Tanganjika, Tansania, Uganda, Kionga, Zanzibar, Deutsches Auslandspostamt Lamu

  • Hi,


    ich will jetzt auch einmal ein positives Gegenbeispiel bringen: Als mein Sohn vor knapp 2 Jahren im Alter von 8 sein Interesse für Briefmarken entdeckte (und mich so auch wieder zu diesem Hobby brachte), bin ich mit ihm zu einem Händler gefahren, wo er sich von seinem Taschengeld ein Album kaufen wollte. Der Händer hat sich offensichtlich über den Nachwuchs gefreut und hat ihm einen Rabatt aufs Album gegeben und noch eine Pinzette geschenkt. Das fand ich zumindest nett.


    Übrigens war der Händler Dietzel in Berlin, wohl auch bekannt für seine Auktionen.


    axbuhr

  • Hallo axbuhr,


    klar, die gibt es auch und es ist schön, wenn man auf so einen trifft. Man kann allerdings ein Kreuz im Kalender machen, denn viele sind das wirklich nicht. Ich hatte vor Kurzem eine ähnliche Erfahrung mit einem Händler aus GB. Die schickten mir eine kostenlose Probe und das zum Auslandsporto. Kostete die an die 5 englische Pfund. Da fühlte ich mich dann meinerseits verpflichtet, etwas wirklich zu bestellen, obwohl ich das sonst nicht getan hätte. So was ist einfach nur schön in der heutigen Zeit.


    Aber es gibt wohl auch nicht sehr viele Kunden, die das honorieren ....


    Gruß,


    Werner

  • Hallo,
    zwar war mein heutiger Tag auf dem Flohmarkt recht erfolgreich, aber im Punkt Freundlichkeit sollten zwei der drei angetroffenen Händler noch seeehr viel Luft nach oben.


    Zuerst traf ich einen Händler, bei dem ich schon mehrfach eingekauft hatte und mich sofort erkannte und mein Sammelgebiet noch wusste. Nach einigem Suchen hatte ich mich für einige Ansichtskarten(und Notgeld) im Bereich von 1-3€ ausgesucht. Zusätzlich wollte ich noch eine teurere Litho kaufen. Ich entschied mich für eine, die mit 23€ ausgezeichnet war. Das ist zwar ein normaler Preis für Lithographien, allerdings ist diese nicht in einem guten Zustand. ich bat 15€, aber er wollte partout nicht unter 20 gehen. Dann habe ich auf die Mängel hingewiesen und bekam nur ein trockenes ,,Willste die jetz oder nit?" zurück. Dann habe ich erklärt was mir gut gefällt, aber eben nicht zu einem solch hohem Preis. Jetzt wurde er sehr unfreundlich: ,,Bischte selbst Schuld wenn du so teure raussuchs!". Nach einigem überlegen habe ich dann doch noch zugestimmt. Obwohl er es eigentlich nicht verdient hätte. Beim nächsten mal lasse ich eine solche Frechheit nicht dulden.
    Den zweiten Händler fragte ich, ob er aus dem PLZ Raum 6540 Karten hat. ,,Biste grad dran vorbeigerannt, musste mal die Augen aufmachen". Traurig nur, dass er genau 0 aus diesem Bereich hatte (aber aus anderen, welche ich suche). Dabei wurde ich stets beobachtet, obwohl noch viele andere, meist ältere Männer, am Stand waren.
    Ich schaue bei Ansichtskarten generell erst auf die Rückseite, da ich ungelaufene eher selten kaufe. Als er dies sah: ,, Sach ma junger Mann willste (irgendetwas was ich nicht verstanden habe weil er so schnell redete), warum schaust du bitte die nur die Rückseiten an?" Ich blieb aber gelassen, weil er relativ billig war. Als er sah, dass ich einige Belege beiseite räumte wurde er freundlicher.
    Man merkte sehr, dass Jungsammler nichts alltägliches sind und er Angst hatte, dass ich etwas klauen würde.
    Gruß
    Simon

  • Da sind die Händler auf Ansichtskarten-Börsen oder Briefmarken-Großtauschtagen wesentlich freundlicher und freuen sich über jeden Interssenten, der bei ihrem Stand stehenbleibt und was sucht. Allerdings muß man da auch mehr Geld hinlegen, weil sie meist gut sortiert sind und man nicht lange nach einem bestimmten Ort oder Postleitzahl suchen muß.


    Auf dem Flohmarkt dagegen gibt es meist einen Karton zum Wühlen, man muß ewig suchen nach einem bestimmten Ort, da meist unsortiert, es gibt dagegen aber oft Preise von 50 Cents oder 1,- EUR, egal, welche Karte man nimmt.


    Gruß kartenhai

  • @ kartenhai


    Ist zwar jetzt sehr offtopic, aber auch auf Flohmärkten sind Händler mit sortierten Kisten vorhanden. Alle 3 von mir augeführten Händler haben sortierte Kisten mit PLZ Gebieten, aber auch Wühlkisten , bei denen man auch mal etwas gutes finden kann.
    Gruß
    Simon

  • Hallo zusammen,

    hole diesen Uraltthread mal wieder hoch, da ja mittlerweile viele neue, oft jüngere Sammler den Weg hier ins Forum gefunden haben.

    Gerade eben als ich einen neuen Beitrag im Forum gelesen habe, erinnerte ich mich an Sindelfingen 2019. Viele nette Händler und Sammler, hatte insgesamt einen guten Tag.

    Negativ in Erinnerung ist mir nur ein Händler geblieben. Hatte mir 3 Belege rausgesucht, die je zwischen 7-15 € gekostet haben. Da ich zu der Zeit 18 war und Schüler, musste ich natürlich jeden Euro umdrehen. Habe einfach nur nett gefragt ob er mir einen Paketpreis geben kann. Als Antwort kam ein mürrisches: ,,Mal wieder ein knauseriger, war ja mal wieder klar."

    Fand ich einfach unangemessen... Andere haben einfach nein gesagt, das war für mich dann auch vollkommen in Ordnung.

    Gruß

    Simon

  • Hallo,


    wer als Verkäufer auf eine höfliche Frage keine halbwegs höfliche Antwort herausbringt, will anscheinend nicht verkaufen.


    Zumindest definitiv nicht an mich.


    Hobbymäßig treibe ich mich im Bereich Briefmarken, Modellautos, Modelleisenbahn und Fotografie herum. Interessanterweise scheinen die Extreme mit steigender "Professionalität" zuzunehmen. Super kompetent, nett und hilfsbereit auf der einen Seite, überheblich und unhöflich auf der anderen.


    Grüße

    Jens