Kriegsgefangenenpost "im Detail"

  • Hallo Freunde,
    der folgende Beleg vom 6. 2. 1946 ist eine Karte eines deutschen
    Soldaten in russischer Gefangenschaft. Die Vorderseite der Karte ist
    jedoch eher uninteressant.
    Soviel ich weiß, war es den Gefangenen in russischer Obhut verboten,
    ihren Standort mitzuteilen.
    Diesem Soldaten ist es jedoch gelungen, an der Lagerzensur vorbei,
    den Lieben in der Heimat mitzuteilen, wo er gefangen gehalten wird.


    Weiß von Euch schon jemand, wo er das im Text versteckt hat ?????


    Dann sucht mal schön - die Auflösung steht in der nächsten Antwort.
    Aber ja nicht diese zuerst lesen !


    m.w.myname

  • Die Lösung ist:
    Linke Seite, die ersten Buchstaben von oben nach unten gelesen !
    Na, - hat es gefunkt ?


    m.w.myname

  • Respekt gut gemacht. Oder doch nur ein Zufall?

    *Deutschland,GB,Amerika,Südafirka*


    **Ansichtskarten und Stempel von Dortmund und Hamburg und Amrum gesucht **

  • Ich musste auf die Loesung zurueckgreifen. Konnte das Raetsel nicht so loesen. Wie Markdo halte ich einen Zufall nicht fuer ausgeschlossen. Kann man denn aus den Stempelabschlaegen etc. im Nachhinein verifizieren, dass das KG-Lager tatsaechlich in Leningrad war?

  • Nein - Zufall ist das keineswegs! In meiner Jugend, also in den Fünfzigern, haben wir uns auch gerne diesen Spaß gemacht: entweder in Liebesbriefen (die völlig harmlos wirkten, wenn sie nichtsahnende Eltern in die Finger kriegen sollten) oder natürlich als kleine Ferkeleien für den Schulhof... Also entweder die erstena Buchstaben oder manchmal auch die ersten Worte jeder Zeile zusammen lesen, dann ergab sich ein ganz anderer Sinn.


    Unser Kriegsgefangener und seine Verwandtschaft kannten ganz sicher diese Art der verschlüsselten Nachrichten.

  • Der Mann schreibt, das er in einer Fabrik arbeitet, das bedeutet auf jeden Fall schon mal Stadt und nicht Waldlager, wie die meisten Kriegsgefangenen.
    Nein, ich glaube auch nicht an einen Zufall. Warum das Wort Zigarette nicht zwischen den beiden t's trennen???

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

    Voltaire

  • Ich habe ja nicht gesagt, dass das ein Zufall ist, sondern nur, dass ein Zufall nicht ausgeschlossen ist. Ich stimme allerdings zu, dass das ein ungewoehnlicher Zufall waere. Ist ja ein hoechst unverfaenglicher Text. In jedem Fall wuerde die externe Bestaetigung des Absendeortes, wenn diese moeglich ist, den Brief noch interessanter machen.

  • Hallo Freunde,
    ich freue mich, daß ich Euch ein wenig Spaß bereitet habe. Hier zeigt
    sich doch mal wieder, wie schön und interessant Philatelie sein kann.
    Ich habe schon an Euren Bemerkungen erkannt, daß Ihr Euch Gedan-
    ken über den Soldaten gemacht habt.
    Man kann wirklich minutenlang mit dieser Karte in der Hand da sitzen
    und über Freud und Leid eines Kriegsgefangenen nachdenken


    m.w.myname