Briefmarken geerbt

  • Hallo,
    meine Frau hat 3 sehr alte Briefmarkenalben geerbt, leider haben wir beide keine Ahnung, ob die was wert sind, wäre aber doch interessant zu wissen.
    Ich hab mal wahllos ein paar Seiten aus den Alben fotografiert, und versuch jetzt mal, sie hier einzustellen.
    Wäre für kommentare dankbar.


    Viele Grüße
    hjg1000

  • Scheint ein paar bessere Marken darin zu geben. Scanne ´mal die ersten Dänemark mit 300 dpi (die geschnittenen)...und jene Ziffern im Oval mit Skilling statt Oere.


    Die Qualität kann man so relativ schlecht abschätzen (zu kleine Bilder)....in den Schaubek-Alben wird auch Österreich vorkommen, da kann ich Dir konkret helfen. Aber große Scans´s braucht es. Wird eine langwierige Sache, bis wir alles durchhaben.


    Erster Eindruck, schaut schon ganz gut aus.

  • Ohne Scanner geht gar nix....mit Fotos können wir nur sehr, sehr wage Empfehlungen abgeben....wie z.B.: die Marken von einem Profi anschauen zu lassen.


    Nimm die geschnittene Dänemark in Grün her...das könnte die Nr. 5 sein...8 Skilling Nominale...käme gestempelt auf 90.-- Euro als billigste Variante (Kat-Preis)....hängt von der Qualität ab. Ein Spezialsammler geht dann mit dem Preis noch weiter ´rauf. Je nachdem was er erkennen kann.

  • Hallo,
    scheint Euch ja tatsächlich zu interessieren. Also es sind drei Alben, ein kleineres mit Danzig bezeichnet, ein großes "Die Briefmarken Europas" mit Bayern, Deutsches Reich und Deutschösterreich. In diesem sind auch die Kolonien eingeklebt, die im dritten Album, Schaubeks Briefmarken Album von 1905 herausgetrennt wurden. In diesem dritten Album sind Seiten aus so ziemlich jedem Land der Welt, auch Großbritannien.


    Gruß hjg1000

  • Du hast sicher ´was interessantes in der Hand, soviel kann ich dir schon sagen. Aber gerade bei den Schaubek-Alben gibt es auch sehr viel Mist (jeder Sammler tendiert dazu, auch Knochen abzustecken, wenn ein Vordruck vorhanden ist). Die Frage ist auch, wie weit sich der Sammler auskannte.


    Gibt es Literatur?


    Ist eine Black Penny dabei (GB)?


    Vergiß ´mal DR, Danzig und den ganzen anderen jungen Schmarrn....die Anfangswerte und deren Erhaltung sind primär wichtig. Die Futzel-Arbeit kann man sich später bei den jüngeren Marken auch noch machen. Dort kann zwar auch ´was dabei sein, aber zuerst sollte man immer nach den High-Lights schauen. Das sagt dann schon viel aus.

  • OK. Danke. Auf den ersten Blick sind es Standmarken. Ich glaube nicht, das bessere Platten dabei sind, da auch bei einigen Marken die Erhaltung nicht so schön ist. Bei dem ersten Photo ist die 1 Shilling ohne Eckbuchstaben relativ gut.

  • Vielen 'Dank schon mal für Eure Mühe.
    Wo geht man aber hin, wenn man den Wert dar ganzen Sammlung erfahren möchte? Ist es gefährlich, die Alben aus der Hand zu geben? Hab leider von der ganzen Materie keine Ahnung, deshalb: Was würdet Ihr machen, wenn Ihr sowas erben würdet?


    Bis bald mal und gute Nacht
    hjg1000

  • Bei einem Verein bist Du sicher gut aufgehoben...aber so wie überall: Mißtrauen ist immer angebracht, wenn Du die Leute nicht kennst.


    Ich würde Dir in dem konkreten Fall raten, die Anfangswerte groß einzuscannen und hier her zu zeigen (Bayern, Alt-Deutsche Staaten, GB, Dänemark, Norwegen, Schweden, Österreich (bis 1867), Ungarn (ab 1867...aber nur die mit dem Franz Josef), Frankreich (Napoleon und Ceres), Griechenland (Große Hermesköpfe), Italienische Staaten findet sicher auch jemand interessant hier,...usw.


    Dann schaust Du noch was unsere Spezialisten so machen (woermi z.B.: Kolonien und andere Sachen), Alfredolino macht Frankreich, asmodeus GB, Kauli Griechenland, usw.


    Du kannst auch ein paar Michel-Kataloge für Europa in der Bibliothek, oder beim Nachbarn ausleihen und selber bestimmen anfangen...was Dir pot. interessant vorkommt, zeige dann groß her.


    Je nach Qualität kann Deine Sammlung im Schnitt 200 bis 300 Euro, vielleicht aber auch sehr, sehr viel mehr wert sein. Es könnte sein, daß eine einzige Marke in dem Konvolut einen ordentlichen Wert hat, der Rest aber pauschal abgegolten wird. Die Chance auf einen guten Treffer besteht hier zumindest.


    Viel Glück

  • Sollte Russland Material vorhanden sei, bin ich natürlich (wie immer) auch gerne behilflich.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

    Voltaire

  • @hjg:


    Falls Luxemburg dabei ist, kann ich Dir auch gerne etwas dazu sagen.


    Ansonsten Verein, Händler oder Briefmarkenauktionshaus. Und nicht unbedingt das erste Angebot annehmen. Ein eBay-Verkaufsagent mit Briefmarkenschwerpunkt wäre auch eine Alternative. Vom Selbstverkauf ist dringend abzuraten.


    Oder weitersammeln!!! Das würde ich tun. Es gibt wenige Hobbys, die befriedigender sind.

    Einmal editiert, zuletzt von Gagrakacka ()

  • Zur Erklärung: Selbstverkauf würde zwar theoretisch am meisten einbringen. Praktisch kann man aber ohne ausreichendes Wissen keine zutreffenden Angebotstexte verfassen.


    Du hast also folgende Optionen (von gut nach schlecht):


    1. Selber weitersammeln.
    2. Das Wissen erwerben um selber verkaufen zu können.
    3. Jemand vertrauenswürdigen finden, der den Verkauf für dich übernimmt.
    4. Einfach komplett verkaufen, in der Hoffnung nicht übers Ohr gehauen zu werden.


    Das mußt Du jetzt erstmal entscheiden. In vielen Fällen ist selbst das schon ein Problem und der Neu-Besitzer einer Sammlung beschließt das Thema zu vertagen, wenn es sein muß bis zur nächsten Generation. (Bei richtiger Lagerung auch eine Option, frist kein Brot und wird eher wertvoller)

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

    Voltaire

    Einmal editiert, zuletzt von Lacplesis ()