Postkartenausstellung im Herner Netz

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    Hartmut Stockhorst bei der Einführung


    Am 11. Oktober 2005, pünktlich um 14.00 Uhr, eröffnete der 66jährige Sammler Hartmut Stockhorst in launiger Weise seine Postkartenausstellung im Atelier des Herner Netzes auf der Germanenstraße.


    Die rund 200 Exponate, die Ansichten aus der Geschichte von Herne und Wanne-Eickel zeigen, sind ein winziger Ausschnitt aus den ca. 5000 Karten, Briefen, Büchern, Frankaturen, Stempeln u.a., welche die Wohnung der Familie Stockhorst seit Beginn der Sammelleidenschaft vor 40 Jahren füllen. Hartmut Stockhorst gibt zu, dass er manchmal, wenn Gäste kommen, erst einmal den Wohnzimmertisch und die Stühle abräumen muss.


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    Betrachtung der Historischen-Postkartenausstellung


    In seiner Einführung ging er auf die Entwicklung der Postgeschichte in Westfalen ein: Aus dem „Kiepenkerl“ entwickelte sich nach 1815 in der preußischen Zeit der Briefträger, aus dem „Postillon“ sowohl der Führer eines Postfuhrwerks im Paketdienst als auch der Postreiter, der manchmal „Liebesbote“ (Postillon d’amour) genannt wurde, weil er sehnlichst erwartete Liebesbriefe überbrachte. Die Postkarten, gebräuchlich in Deutschland seit 1869, gehen auf ihren Erfinder Heinrich von Stephan zurück. Vor dieser Zeit gab es schon in Frankreich und England „cartes postales“ und „post-cards“, in Österreich und Deutschland „Correspondenzkarten“ mit eingedruckten Wertzeichen und angefügten Antwortkarten. Die standardisierte Ansichts-, Glückwunsch- und Informationskarte mit aufgeklebtem Postwertzeichen bleibt jedoch ein Verdienst von Heinrich von Stephan.


    Nachdem Hartmut Stockhorst Fragen der Besucher nach den Motiven seines Sammelns, dem Zeit- und Geldaufwand beantwortet hatte, teilte er mit, dass er am liebsten seine umfangreiche Sammlung eines Tages in eine Stiftung überführen würde, damit sie der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung steht. Im Augenblick wird sie von den Mitarbeitern des Herner Netzes genutzt, sehr zur Freude des Vorsitzenden Bernd Koldewey.


    Ausstellungsdauer: vom 11. Oktober bis 11. November 2005. Die Öffnungszeiten im Informationsbüro: Mo-Fr von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr und 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr, Sa von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr oder nach Vereinbarung.



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