Zeppelinpost ohne "schöne" Marken

  • Hallo Freunde,
    Zeppelinpost kennt der Laie im allgemeinen von Briefen oder Karten
    mit "schönen" bzw. teuren Briefmarken. Sehr viel davon ist auch
    philatelistisch "gefärbt".
    Hier nun mal ein Geschäftsbrief auf dem Weg von meiner Heimatstadt
    Dortmund nach Sao Paulo (Brasilien), wo ich auch Verwandtschaft habe.
    Wie es aussieht, handelt es sich um einen wirklichen Bedarfsbrief. Frei-
    gemacht mit Freistempel 2,75 RM, mitgenommen auf der Fahrt zur
    Weltausstellung nach Chicago, rückseitig mit Ankunftsstempel von "Sao
    Paulo 18.10.33". Nicht so dekorativ wie mit einem Satz DR 496-498
    oder anderen teuren Marken, dafür aber seltener


    m.w.myname

  • Schöner Brief, aber was ist das für ein fast halber Stempel oben mittig?
    Es siet aus, als ob dort eine Marke o.ä. geklebt hat (Nachfrankatur?) und wieder entfernt wurde. Dies geht manchmal fast spurlos über dem Dampfkessel.

  • Sieht zwar etwas seltsam aus, wenn aber eine Marke darüber geklebt war,müßte der darunter abgeschlagene Stempel dioch komplett sein....

  • Bevor man anfängt zu kritteln, sollte man sich das Porto ansehen:


    Mit Bleistift wurde 2,75 (RM) vermerkt und das ist auch auf dem Freistempler zu sehen. Es setzt sich folgendersmassen zusammen:


    2x 1,25 RM je 5 Gramm für Briefe per "Graf Zeppelin" nach Brasilien + 25 Rpf. für den einfachen Luftpostbrief. Es wäre natürlich schön, wenn das Gewicht draufstünde, aber da eine Gewichtsangabe nicht zu sehen ist, gehe ich davon aus, dass meine Interpretation richtig ist.

  • Gagrakacka, wie erklärst Du dann diesen halben Stempel mit der sauberen geraden Grenze rechts? Will ja gar nicht kritteln, ist mir nur aufgefallen, das dieser Stempel untypisch ist für Zeppelinpost, da auf Zeppelinbriefen ja fast immer sauber und ordentlich lesbar gestempelt wurde.

  • usul3:


    Gar nicht. Das ist ein Bedarfsbrief und keine Sammlerpost - und sauber und lesbar sind die Stempel. Ich kenne den Freistempler nicht, von daher auch dazu kein Kommentar.

  • Gagrakacka, das Sempelfragment gehört meiner Meinung nach nicht zum Freistempel, es ist ein anderer Rotton, vergleichbar mit dem Dreieckstempel, aber ich werde mich mal in ähnlicher Zeppelinpost schlau machen, vieleicht ist was zu finden.

  • Da es das linke drittel des Logos der Firma ist, die den Freistempel aufgebracht hat, ist es doch wohl eher sehr wahrscheinlich, das er zum Freistempel gehört, oder nicht?



    Und da habe ich dann auch gleich noch mal eine Theorie dazu. Ich glaube, das nachträglich ein Zählwerk in den Freistempler eingebaut wurde, und dabei ein Teil des Firmenlogos auf der Strecke geblieben ist.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

    Voltaire

    Einmal editiert, zuletzt von Lacplesis ()

  • Hallo Freunde,
    da ich selbst einmal bei der Firma gearbeitet habe, kann ich Euch
    sagen, daß es sich um das Firmenlogo im Freistempler handelt.
    Es sieht genau so aus, wie das Logo mit den 3 U's über VER von
    "VEREINIGTE" bzw. der rote Stempelteil unter dem eigentlichen
    Freistempel.
    Warum das jetzt hier im Freistempel nur halb sicht-
    bar ist, weiß ich nicht. Das mit dem nachträglich eingebauten
    Zähler klingt gut.
    Eine Klebestelle ist dort auch nicht zu sehen


    m.w.myname

  • Man lernt nie aus, ich lasse mich da gern belehren, an das darunterliegende Firmenlogo hatte ich gar nicht gedacht. Jetzt gibt das Fragment auch einen Sinn.