Restauration - nix zum Essen!

  • In der neuesten Ausgabe einer bekannten deutschen Briefmarken-Zeitung fand ich diese beispielhaft abgebildeten Anzeigen.


    Ich kann mir keinen von uns Sammlern vorstellen - und Philatelisten schon gleich zweimal nicht - die sich freiwillig in die Tasche lügen und durch Reparaturen ihre Sammlung schönrechnen wollen nach dem Motto: "Ei, was habe ich jetzt für ein schönes Exemplar!"


    Es wird doch vielmehr für Restaurationen Geld ausgegeben, um es mit Zinsen wieder reinzubekommen, durch einen ahnungslosen Käufer, der solche Verschlimmbesserungen nicht gleich durchschauen kann.
    Im Handumdrehen ist aus einer (*)-Marke eine postfrische produziert, auf Wunsch sogar mit "RIFFELUNG (nach Original)".


    Dass eine Fachzeitung solchen unternehmerischen Bastlern eine Plattform gibt, halte ich für äußerst fragwürdig, denn das schürt ja die landläufige Meinung, dass auch in unserem Sammelgebiet getrixt und gemogelt wird. Hauptsache, man läßt sich nicht erwischen...


    Um eventuellen Klagen wg. Geschäftsschädigung vom Philaforum und mir abzuwenden, habe ich die öffentlich gemachten Adressenzeilen geschwärzt.
    Was meint Ihr zu dieser Sachlage?
    Freundliche Grüße vom Abarten-Hannes

  • Solche Inserate erscheinen übrigens in zwei sammlerorientierten deutschen Briefmarkenzeitschriften überhaupt nicht, weil deren Herausgeber sammlerschädliche Anzeigen boykottieren und auf die Anzeigenerlöse verzichten.


    Außerdem sind solche "Restaurationen" keineswegs so gut, wie vorgegeben wird: Unter der Prüflampe oder dem Signoscope werden Reparaturstellen schnell offensichtlich, Nachzähnungen oder Nachgummierungen lassen sich mit etwas Erfahrung erkennen. Von daher ist es hinausgeworfenes Geld, "Knochen" oder II. Wahl dadurch aufwerten zu wollen. (Einzige Ausnahme: Klassische Marken vor weiterem Verfall zu schützen?)

  • Ferner kenne ich einen in Deutschland, der Marken usw. repariert bzw. restauriert. Er befaßt nur mit teueren Stücken. Allerdings mit einem Haken für den vermeintlichen/ beabsichtigten Betrüg. Alles was er macht wird vor und nach photografiert. Diese werden dann zum verantwortlichen Prüfer geschickt, damit er/sie sie zur Kenntnis nehmen kann.


    mfG


    Nigel


    PS werben tut er nicht.

  • Abarten-Hannes:
    Auch wenn ich nicht glaube, daß man dich wegen Geschäftsschädigung belangen kann, sei mir der Hinweis gestattet, daß deine Schwärzung nicht sehr wirksam ist, denn ich kann alles wunderbar lesen. Vielleicht machst du das mit einem Grafikprogramm besser noch einmal...
    Beste Grüße vom
    reichswolf