Flexibles Sammelsystem gesucht

  • Hallo zusammen,


    Ich heiße Thorsten, bin 40 Jahre und wohne im schönen Baden-Baden. Im letzten Jahr beim Umzug meiner Eltern ist mir meine „Jugendsammlung“ wieder in die Hände gefallen.
    Durch Zukäufe (Sammlungsreste/Wunderkisten/Lots) habe ich mir inzwischen einen schönen Grundstock (Bund, Berlin, DDR und etwas Dt. Reich)aufgebaut.


    Da ich nun anfangen möchte meine Sammlung zu gestalten und ein flexibles System für hinzukommendes möchte fallen Einsteckbücher im klassischen Sinne aus. Auch von Voduckalben/selbst gestalteten Blättern halte ich (im momentanen Stadium) nichts. :oneien:


    Meine Idee war von Prophila Einsteckblätter 9zeilig schwarzer Karton ( Postfrisch mit Hawid 8-)) zu verwenden:
    http://www.prophila.de/Produktbeschreibung


    und von Safe diesen Ringbinder Compact A4-Ringbinder Classic blau:
    http://www.prophila.de/Produktbeschreibung


    Ich hoffe die Links sind OK… ?(
    Hat von Euch jemand Erfahrungen (Handling/Qualität) mir diesen Teilen / in dieser Kombi?
    Oder hat jemand eine bessere Idee?


    Vielen Dank für Eure Hilfe!


    Gruß
    Thorsten

    Grüße aus Baden-Baden
    Thorsten


    ***


    Die schwierigste Turnübung ist immer noch, sich selbst auf den Arm zu nehmen.


    Werner Finck

  • Hallo Thorsten,


    ich halte das für eine gute Idee - ich selbst nutze genau diese Einlegeblätter für meine Ringordner - der Vorteil zu einem gebundenen Einsteckbuch ist ganz klar, dass man eine Sammlung viel besser ergänzen kann, als dies bei Einsteckbüchern der Fall ist. Daneben ist das Material, soweit man keine Plastikblätter nutzt, sondern eben genau die von Dir gezeigten Einsteckblätter, nicht zu teuer -
    Vordrucke sind erheblich teuer und unflexibel - möglich wären noch selbstgestaltete Blätter - aber beides hast Du ja schon ausgeschlossen...


    Viele Grüße,


    Graf Zahn

  • Hallo Namensvetter,


    warum sollen Einsteckbücher unflexibel sein? Habe Bund und Berlin (**) ausschließlich in Einsteckbüchern und wo ich größere Lücken habe, entsprechende Marken-Ausdrucke in s/w eingefügt. Freimarken, Blocks und Besonderheiten habe ich gesondert in Einsteckalben. Vordrucke habe ich auch, da sind dann aber grundsätzlich nur gestempelte Marken drin, da ich die meisten Marken aus dem normalen Postverkehr habe und somit seltenst mal Oberrandstücke o.ä. dabei anfallen (im Gegensatz zu den postfrischen Stücken).
    Für DR und Besatzung habe ich noch entsprechende "Zettelchen" mit den MiNr. zur Orientierung.


    Auch finde ich es nicht sonderlich gut, teure Einzel-Einsteckseiten anzuschaffen, wenn die später enthaltenen Marken nur einen Bruchteil des Kaufpreises dieser Seiten Wert sind.


    Grüße,
    Thorsten

  • Hallo und Danke Euch beiden!


    Jetzt habe ich beides, ein für und ein wider...


    Meine Überlegung war:
    Ich fange an die Marken die ich habe auf eben diese Seiten zu sortieren. Sollten dann im Laufe des (noch jungen) Sammlerlebens Besonderheiten (Randstücke, Plattenfehler, etc.) dazukommen, muss ich im Zweifel nicht 63 Seiten umstecken sondern "darf" lediglich ein Blatt dazwischenlegen und weiter geht´s...
    Kostenseite: 5 Blatt (10 Seiten) momentan 3,50 € entspricht bei einem 64 Seiten Album 22,40€ also nicht wesentlich teurer (Gut der Binder für ... Seiten kommt noch mit 18,- dazu... :ups:).


    Gibt es sonst noch Meinungen?
    Hat noch jemand Erfahrungen mit den Blättern oder dem Binder in Bezug auf die Haltbarkeit? Gibt es etwas das ich bisher noch nicht bedacht habe?


    Als Alternative finde ich bei den Blättern auch das Prinz-System "nett". Bin mir hier aber nicht sicher bezüglich der "Festklemm-Haltbarkeit" der Marken - brauche ich hier ebenfalls Hawid?


    Es gibt soviele Möglichkeiten, das (für mich) richtige zu finden ist echt schwer...


    Gruß Thorsten

    Grüße aus Baden-Baden
    Thorsten


    ***


    Die schwierigste Turnübung ist immer noch, sich selbst auf den Arm zu nehmen.


    Werner Finck

  • Hallo Thorsten,


    ich verwende ebenfalls überwiegend ein solches flexibles System und bin sehr zufrieden damit. Manchmal bringe ich dann Sammlungsteile doch in Einsteckalben unter, bereue das aber meist.


    Ich verwende Einsteckseiten aus Kunststoff von Prophila, diese entsprechen den Seiten von Kobra. Als Binder nehme ich Leuchtturm Vario "Gigant". Leider sind letztere recht teuer geworden (ca. 27 Euro, es passen ca. 60 Blätter [real, nicht Herstellerangabe] rein), aber so viele mache ich davon auch nicht voll...
    Der Vorteil gegenüber den Kartonblättern: Ich kann unterschiedliche Blätter kombinieren, z.B. welche mit nur zwei Streifen, um Belege und Marken kombiniert unterzubringen. Vorteilhaft ist das auch bei größeren Blocks, damit diese nicht beim Umblättern "runterhängen". Ich denke auch, die Kunststoffblätter sind dünner als die Papierblätter, daher platzsparend und ich brauche weniger Binder. Hawid zusätzlich braucht man hier nicht.
    Nachteil aber: Bei alten Kunststoffblättern tritt eine leichte Trübung ein. Zudem die "Folienproblematik", daher verwende ich die Blätter nur für Marken nach 1945.


    Das Argument, dass die Blätter nicht teurer sein sollen als die Marken verstehe ich. Ich denke auch oft so, aber letztlich geht es doch um den Spaß und meistens weniger um den Wert der Marken. Ich habe einfach mehr Freude, wenn ich einen Viererblock oder andere Einheiten, Eckrandstücke oder auch mal zwei Marken (vor allem bei gestempelten: ESST und Ortsstempel - warum nicht beides aufheben?) ergänzen kann, ohne Chaos zu stiften oder ein ganzes oder halbes Album umzustecken. "Genug Platz lassen" im Einsteckalbum ist irgendwie nicht meine Sache, daher dieses System...


    Viel teurer als die hier angepeilten Blätter sind sie übrigens nicht...
    Blätter
    Binder

  • Nicht falsch verstehen, ich könnte mir so ein System durchaus vorstellen für besondere Präsentationsalben, da die Möglichkeit verschiedene Arten von Blättern zu verwenden, einem sehr viele Möglichkeiten bieten.
    Aber so rein für die Unterbringung einer "08/15"-Sammlung nach Michelnummern sortiert, dafür finde ich es etwas übertrieben.


    Edit:
    Ich denke mal, bei dem Thema scheiden sich einfach die Geister ^^

  • Hallo,


    Kistenwühler: Was soll ich denn falsch verstehen? Du bringst es auf den Punkt: Klar, man fängt an mit der besagten 08/15 Michel Sammlung (oder Anhäufung) und baut diese dann mit Besonderheiten aus. Diese Besonderheiten fliegen einem am Anfang (es sei denn mit dem entsprechenden Geldbeutel) nicht einfach zu sonder finden im Laufe der Zeit den Weg zu mir... Dann ist es doch schön wenn man ein flexibles System hat, oder? Bitte mich nicht falsch verstehen: ich versuche nicht zu misionieren sondern suche Rat bei einem System für mich und entsprechende Erfahrungswerte von Sammlern die ähnliches benutzen!


    Bei der Frage nach den Kosten: Nochmals es ist zwar etwas teurer als ein "einfaches Steckalbum" aber eben nicht gravierend (64S. Einsteckalbum Leuchturm 22-25 € bei Ebay vs. "mein" System 64 S. ca 22,50 + Binder (ich weiss noch nicht wie viele dieser Blätter ich dareinbekomme = 60mm Fassungsvermögen).
    Ich habe mir auch die Angebote von Lindner etc angesehen - pro Blatt 2,70 ist mir ebenfalls zu heftig!!!


    Liebe Grüße
    Thorsten

    Grüße aus Baden-Baden
    Thorsten


    ***


    Die schwierigste Turnübung ist immer noch, sich selbst auf den Arm zu nehmen.


    Werner Finck

  • Thor75S, ich verstehe deine Argumentation schon, aber bedenke
    a) Deine 9 Zeilen Blätter sind auch nicht sehr flexibel, wenn du zum Beispiel einen schönen Beleg sagen wir mit einer Marienkirche bekommst, dann heftest du also ein neues Blatt ein, aber ... der Beleg belegt nur 1/4 des neuen Raumes, was ist mit dem Rest? Du musst also doch umschlichten. Oder noch schlimmer du bekommst verschiedene Sachen, einen Beleg von 1951, dann einen schönen Wohlfahrtsbeleg in den 70igern, dann einen Druckfehler im 4er-Block aus den 90igern usw. usf. Überall legst du also ein neues Blatt ein und hast dann ungenützten Raum? Oder schlichtest du dann doch um?
    b) Gleiches gilt für diese Plastikblätter, was aber noch vielmehr gravierend ist, sie sind schwer, schwerer als die Pappblätter. Ich nutze sie nur für Belege um dann Alben in DINA4-Größe zu haben
    c) Ich persönlich nutze weiterhin das starre System der Einsteckbücher, ich lasse oft Lücken für nicht vorhandene Marken, aber nicht zu große. Natürlich bekomme ich dann immer wieder was und ich fülle die Lücken oder stecke sogar hintereinander (Schindelmässig). Und irgendwann alle paar Jahre ist dann eben ein Umsortieren notwendig, dann schaue ich wieder alle Marken an, überprüfe dies und das und bekomme dann wieder ein System, das ein paar Jahre hält. Und gerade dieses erneute Anfassen, Ansehen und Überprüfen ist für mich das, was den Wert das Sammelns ausmacht.


    Aber es gibt sicher nicht das ideale System und sicher ist meine Art auch nur eine von vielen was man unter Sammeln versteht.

  • Guten Morgen,


    Linus203, ich gebe zu, dass Du mich sehr zum Nachdenken gebracht hast... ?(


    Die Lösung ist, meines Erachtens aber, aus der Not eine Tugend zu machen:


    zu a. natürlich habe ich dann den Rest vom Blatt erst mal frei - wenn man aber jeden Jahrgang auf einem neuen Blatt beginnen lässt ist es nur max. ein Jahr der geschichtet werden muss. Ich denke es ist auch einfacher aus einer Seite zwei zu machen als aus zwei Seiten eine... :jaok:
    Weiter kann man durch das genormte Ringsystem auch einzelne (andersartige)Seiten/Aktenhüllen dazwischenlegen.


    Was noch hinzukommt:
    sollte der Ordner irgendwann voll sein kann man ohne weiteres in einen weiteren umschichten:
    zuerst Bund 1949 - 1995
    dann Band I 1949 - 1975 und Band II 1976 - 1995
    dann Band I 1949 - 1970, Band II 1971 - 1980und Band III 1981 - 1995
    usw.


    Auch kann man "kleine" Sammelgebiete und Gebiete von denen man noch nicht soviel Material hat erst mal in einem Ordner legen und später nach belieben (siehe Prinzip oben) trennen.


    zu b. reine Folien scheiden eigentlich aus. Da ich zum einem verschiedene Größen brauchen werde und diesen Folien auch nicht wirklich traue..


    zu c. ich möchte niemanden "sein" System ausreden. :oneien: Wer mit festen Einsteckbüchern zurecht kommt möchte bitte genauso weitermachen!
    Ich persönlich finde es nicht schön wenn in der eigentlichen Sammlung (nicht Dubletten) Marken hintereinander stecken (Meine Meinung!).
    Beim "gezwungen" zu sein, regelmäßig sich mit den Marken zu befassen gebe ich Dir Recht. -Einmal im Ordner/Buch immer drin und abgehakt. Allerdings werden die Marken durchs umstecken nicht besser und die Gefahr der Verletzung (für die Marke, nicht für den "Stecker" :P) besteht.


    Abgesehen vom etwas höheren Anschaffungspreis für dieses "Einzelblatt-System" überwiegen für mich momentan die positiven Erwartungen.


    Ich möchte nicht Beratungsresistent wirken aber es ist halt wie immer:
    Man(n) sieht etwas im I-Net, denkt darüber nach, sieht/liest darüber einiges Positive (Marketing) und vergisst darüber hinaus die Nachteile bzw. hat noch nicht die Erfahrung um diese Nachteile zu erkennen.
    ...und genau da kommen die "alten Hasen" (also ihr!) ins Spiel.


    Gruß
    Thorsten

    Grüße aus Baden-Baden
    Thorsten


    ***


    Die schwierigste Turnübung ist immer noch, sich selbst auf den Arm zu nehmen.


    Werner Finck

  • Die Kosten der Unetrbringung relativieren sich doch sehr, wenn man sich auf gebrauchtes Zubehör beschränkt. Bedenkt bitte, dass Alben beim Verkauf mit 0 EUR berechnet werden. Dasm bedeutet, man kann sie beim Kauf auch als Dreingabe bekommen. Auch leere gebrauchte Alben kosten nicht die Welt und sind bestimmt nicht schlechter, als neu erworbenes Zubehör.


    Gruß
    KJ

    Sowjetische Besatzungszone -SBZ-
    vor allem OPD Dresden (Ostsachsen)

  • Irgendjemand muss ja die Wirtschaft in Schwung bringen... :D :D ;) :P ;) :D :D


    Der Reiz des "Neuen" und "Jungfräulichen" überwiegt! Ich bin auch in der glücklichen Lage nicht jeden Euro zweimal umdrehen zu müssen. 8-)


    Ältere, gebrauchte Alben habe ich inzwischen einige (durch die Käufe von Sammlungsreste) hier liegen. Diese werde ich auch als Dublettenspeicher nutzen.
    Für die eigentliche Sammlung darf es gerne etwas neues sein (Siehe oben).
    Ist ja die Präsentation der Sammlung und man erfreut sich daran.
    Wobei ich es einsehe, das das Verhältnis Briefmarkenwert vs. Albenwert annähernd ausgeglichen sein sollte...


    Gruß
    Thorsten

    Grüße aus Baden-Baden
    Thorsten


    ***


    Die schwierigste Turnübung ist immer noch, sich selbst auf den Arm zu nehmen.


    Werner Finck

  • Ich gebe ehrlich zu, dass die Idee für ein Präsentationsalbum in so einem System echt was für sich hat....


    Werde das sicherlich mal im Kopf behalten und bei Zeiten mal ausprobieren. Markenmaterial hab ich eh genug ^^, hab allein letztes Jahr sicherlich zehn oder elf Sammlungsreste für wenig Geld aufgekauft.

  • Liebe Sammlerfreunde,


    wenn das äußere Aussehen nicht weiter stört, kann man das ganze auf Einsteckkarten ziehen und dann im Schuhkarton (sehr günstig) oder bzw. in entsprechenden Archivboxen unterbringen. Flexibler geht's dann wohl kaum.


    Viel Spaß und liebe Sammlergrüße


    Totalo-Flauti.