Große Hermesköpfe

  • Hallo und Gruß, genau so ist es, der schwarze Kreis ist nur als Biespiel für kein Merkmal in der Periode b2 eingezeichnet - ich habe dann die weiteren fehlenden Kennzeichen zwar angeschaut aber nicht mehr gekennzeichnet. Klare Sache, je mehr Indikatoren/Kennzeichen fehlen oder vorhanden sind, um so höher ist die Sicherheit bei der Einordnung. Viele Grüße Miklas


  • Vielen lieben Dank für den Link - In der Mittagspause lese ich immer wieder gern die Beiträge im Forum, besonders zu den Hermesköpfen, dabei bin ich über ein offenes Thema gestolpert.


    Es ging um ein Prüferzeichen auf einer Marke von mir - ich hatte damals auch nichts gefunden, aber jetzt bin ich doch noch mal das Prüferverzeichnis durchgegangen und fündig geworden - Der Prüfer war Herr Nicolaides. Der erste Buchstabe ist ein N (wir hatten R vermutet).


    Also Danke in die Gruppe für die Beiträge, super Forum hier.


    Gruß Miklas


    1. Bild aus der Datenbank; 2. Bild Scan von meiner Marke

  • Auch Wikipedia hat eine interessante Hermes-Seite, leider nur in Englisch ohne andere Sprach-Übersetzungs-Möglichkeiten:


    (Greek_stamp)


    Auch in diesem Artikel erwähnt sind diverse Prüfer und Experten dieses Spezialgebietes:


    Pemberton, Groom, Dorning Beckton, Brunel, Nicolaïdès, de Smeth, Kohl Handbuck, Constantinidès, Bellas, Coundouros, Basel


    PS.:


    Der Link funktioniert leider nicht. Einfach bei Google-Suche den englischen Begriff "Hermes greek stamp" eingeben und dann auf "Wikipedia" drücken, so funktioniert es besser und die Seite erscheint. Auch Fälschungen werden hier besprochen und vorgestellt.


    Daß es auch Hermes-Ganzsachen gibt, wußte ich noch nicht. Gibt es da noch mehr davon?


    Gruß kartenhai

  • Hallo kartenhai,


    ja die gab es. Lt. Ascher:
    Umschläge von 1894, 20 Lepta, Hermeskopf im Oval
    Kartenbriefe von 1894, 20 Letpa,
    Postkarten von 1876, 15 Lepta; 1878, 15 Lepta; 1883, 5 und 10 Lepta
    Antwortkarten von 1883: 5+5 und 10+10 Lepta
    Bei den Postkarten wird im Michel Ganzsachenkatalog auch wieder zwischen Pariser und Athener Drucken unterschieden.


    Viele Grüße
    DKKW

  • Hallo liebe Hermesfreunde,


    mit einigen Fotos zu Spezialitäten der Kontrollziffer könnten wir doch wieder mal die "Große Hermeskopfgruppe" beleben.


    Ich bringe als erstes ein Beispiel eine 10 Lepta Marke Hessas 40b. Die Kontrollziffer ist gedruckt mit nur der "0" von der "10". (Fehler Kound.52.9) aus dem Buch "The control numbers and the classification of the stamps of the Large Hermes Heads" by John G. Coundouros


    LG Miklas

  • Moin MIKLAS,
    moin "Hermesfans",


    leider steht mir das Coundouros-Werk, das sich mit den Kontrollziffern befasst, nicht zur Verfügung. Ich habe versucht, meinen dargestellten 20L-Wert, wie von Dir vor einiger Zeit beschrieben, anhand dreier Punkte im Perlenkreis zu bestimmen und würde mich auf Position 14 festlegen wollen. In Zusammenhang mit der Auffälligkeit an der oberen Inschrift würde ich sagen, dass es sich um den 20L-Wert aus den "consecutive Athens printings", also eine Hellas Nr. 19 handelt, bin mir aber nicht 100%ig sicher - hier würde ich gern etwas "Nachhilfe" nehmen, wenn Du anderer Meinung bist (ich selbst habe mich in den vergangenen Wochen weniger um meine Hermesköpfe, sondern vielmehr darum gekümmert, meine Irland-,Island- und alte-Ansichtskarten-von-Eckernförde-Sammlungen voranzutreiben).
    Wie erwähnt, kann ich leider keinen Coundouros-Fehler angeben kann und auch gar nicht beurteilen kann, ob das gezeigte überhaupt aufgeführt ist,ich zeige die Marke lediglich, da es sich um einen vermeintlichen Doppeldruck der Kontrollziffer handelt, von dem ich zumindest mit dem großen horizontalen Versatz kein vergleichbares Stück in meiner Ansammlung besitze. Auch bei Groom oder Louis Basel konnte ich die sehr spezielle Form der "2" nicht 100%ig identifizieren.
    Falls ein solcher Doppeldruck im Coundouros-Werk klassifiziert ist, würde ich mich über eine kurze Info freuen.


    Schönen Abend,


    miasmatic

  • Lieben Gruß in die Hermesgruppe und hallo miasmatic,


    gut aus Griechenland zurück, natürlich auch bei Karamitsos in Thessaloniki gewesen, dazugelernt und einige Marken gemeinsam mit den dortigen Experten eingeordnet. Besonders bei den Farbvarianten der 20L und 40L. Mein Highlight dabei auch eine Hellas 13Ib richtig bestimmt. Die Marke zeige ich bei Gelegenheit.


    Nun zu dem letzten Eintrag und den Fragen von miasmatic. Deine 20L ist eine sehr interessante Marke, danke fürs zeigen.


    Richtig, auf alle Fälle Position 14, dies wird auch durch das gebrochene Unterlid einem Plattenfehler seit Consecutive Athens printing bestätigt.


    Was die Zeitliche Einordnung betrifft sehe ich Farbklekse die erst in der Periode "Cleaned plates" aufgetreten sind, z.B. am Fuß der linken 20 oder Ecke oben links unterhalb Punkt und E von Ellas.


    Ein sehr guter Hinweis ist auch die Kontrollziffer "0" in der Tat eine Characteristic "0" von Groom, ja die Nr. 3. Eine Freude diese dort zu finden. Diese befindet sich bis 1867 auf Position 113 und wechselt dann 1868 auf die Position 14! jedoch inverted. Erst ab 1869 ist die Grommes "0" Nr. 3 an der Position 14 richtig gesetzt.
    Die double control number schätze ich mal 3,5 - 4 mm vertikal versetzt und horizontal ca. 0,5 mm versetzt. Das müsste noch mal nachgemessen werden.


    Also mein Resümee:
    Hellas 27a, Position 14, Setting Jc in der Periode "Cleaned plates", Coundouros Classification der Control Nr. Fig. 38.1b - (Rare error - den entsprechenden Scan aus dem Buch sende ich per PN) Bei der Prüfung habe ich auch eine Druckteufelfehler im Coundouros-Werk entdeckt, da sind zwei Bilder im Bezug auf die Beschreibung vertauscht.


    Wünsche eine Gute Zeit - Gruß Miklas

  • Zitat

    anbei eine He 51f NaII Inverted "2" mit unvollständigen Bogen Coundouros 63.4, Position 119


    Unter 'inverted' verstehe ich kopfstehend, was hier nicht der Fall ist. Im Auktionskatalog von Karamitsos steht immer "02 instead of 20", also '02 anstatt 20'.

    Suche Kaiserreich Russland - insbesondere Punkt-Nummernstempel.

  • Hallo,


    eine komische Marke war in einem kleinem Lot zu finden, es ist eine 40 Lepta aus 1871-1872 mit einem komischen lachsfarbenen Farbton. Praktisch soll es bei dieser Ausgabe ein großes Farbspektrum geben. Habt ihr andere Farbtöne dieser Marke? Zum Vergleichen stehen daneben eine hellorange 10 Lepta und zwei gelblichbräunliche 40 Lepta.


    Grüsse,
    grieche

  • Moin Vasilis,


    freut mich, mal wieder von Dir zu lesen.
    Da ich eingestehen muß,meine 40Lepta-Werte bislang nur auf einer Steckkarte untergebracht und noch nicht alle nach Katalognummer bestimmt zu haben, hier erst einmal ein Scan derjenigen Marken, die deutliche Farbunterschiede zeigen. Ich bin nicht sicher, ob sich darunter überhaupt eine Michel-Nr. 37 bzw. Hellas 36 befindet.
    Rückseiten- bzw. auch Einzelscans kann ich bei Bedarf gern einstellen.
    Der 10 Lepta-Wert soll übrigens eine Michel-Nr. 35 sein, demnach aus der gleichen Ausgabe wie Deine vorgefundene Marke stammen - kannst Du mir evtl. die entsprechende Hellas-Katalognummer dazu nennen?


    Einen schönen Abend wünscht


    miasmatic

  • miasmatic,


    guten Morgen. Was für schöne Farben hast du! Die zwei letzten sind 1872-1876 mit leichten KZ.
    Die 10-Lepta Marken von 1871 ist eine umstrittene Frage.
    Die wurden auf gemaschtem Papier gedruckt und schon Ende 1871 benutzt.
    Der HELLAS-Katalog hat sie daher (wegen des Papiers) in die Ausgaben 1872-1876 gestellt.
    Coundouros meint, sie seien praktisch von den wahren 1872-1876 Marken nur durch die Kontrollzifferpositionen zu unterscheiden (oder durch eine frühe Abstempelung schon im 1871...).
    Die Katalogisierung ist an dieser Stelle auch eine objektive Sache. Man braucht eine große Menge von Marken der Periode 1868-1875 um entscheiden zu dürfen, wozu was gehört.


    Schönen Sonntag noch,
    Vasilis

  • Hallo und guten Abend in die Gruppe,


    bin unterwegs und habe die Hermesköpfe nicht dabei - Deine Schau der Hellas 36, und die Zweifel bezüglich der "komischen" Farbe verstehe ich sehr gut. Ja das ist ja ein sehr interessanter Fall - Also die Fakten: Die Hellas 36 (M 37, V ? - hab den Katlog zu hause) wurde auf äußerst schwach grünlichen Papier, schlechte fasriger Qualität, dicklicher Stärke gedruckt wegen dem Deutsch-Französischen Krieg - wurde wohl das übliche Papier nicht nach Griechenland geliefert. Spannend ist, dass es nun bei den Bister farbigen Hellas 37 eigentlich nur gelb Bister und rosa Bister gibt. Bister ist eine Farbe die aus Asche gemacht wird (meine Fau nimmt diese zum malen ich kenne Bister). Die Farbe ist grau und je nach verwässern/verdünnen in Nuancen gelblich mit leicht rosa Anmut und die Farbe sehr sehr wenig deckten (eher lasierend). Ihr kennt die Farbe Bister von der 2 Leptamarke. Man kann bei Karamitos die beiden oder auch mehrere Schattieungen der 37 auf der Auktionsplattfoem sichten.


    Ich glaube Du hast eine ganz besonders gedruckte Marke. Nun jetzt die Frage hast Du schon mal eine 36a in echt gesehen? Ich kenne leider nun Internet Farbversuch Schau dir die Marke an. Sie ist auch mehr "ölig" und gut deckend geduckt, die Farbe "quetscht" und hat unglaublich die KZ 40 in Flieder, Malfe, Mauve.


    Was mich sehr interessiert welche Position kannst Du feststellen.



    Lieben Abendgruss von Miklas

  • Miklas,


    hallo, sehr interessante Infos zu der Farbe Bistre, am Wochenende komme ich zum Thema zurück.
    Im 2015 habe ich mir bei einer Ausstellung 3 Kopien 36a (Solferino) angesehen, die Farbe war deutlich rötlich.
    Meine Marke scheint genau das zu sein, was die alten Kataloge meinen: lachsfarben oder fleischfarben. Das nennt heute Karamitsos "rosabistre bis gelblichbistre"...
    Nach Position suche ich später.
    Großes Farbenspektrum bei dieser Marke, deshalb habe ich die Mitglieder gebeten, Exemplare hochzuladen.

  • Hallo Hermesfreunde, meine Frau sagt Bister ist nicht Asche! sonder Ruß und der Ruß, hat verschiedenen Farbnuancen je nach dem ob von Eichen- oder ..Bucheholz. Aber immer eine Art graue Lasur und nie deckend ist. In Karlsruhe (wo ich zur Zeit bin) habe ich mir die wunderbar in Bister gemalten Bilder von Jean-Honoré Fragonard angeschaut - sicher bin ich das Bister mit der gezeigten 36 nicht zu tun hat Die angefangene Farbuntersuchung wird immer spannender - sollte es Zwischenfarben hin zum Druck der 36a geben - Theorie: nichts kommt aus dem nichts. Danke auch für das Farbportfolio von miasmatik - Meine Meinung ein offenes Gebiet - bleiben wir im Austausch - leider kann ich wegen Reisen erst später Bilder hochladen - Gruß an Euch und einen schönen Sommerabend