Große Hermesköpfe

  • P. P. könnte Percival Pemberton heissen. In der internationalen Prüferliste ist er unter Griechenland aufgeführt:


    https://www.filatelia.fi/experts/namesm.html


    Und er hat ein Buch oder einen Artikel über Griechenland-Briefmarken geschrieben:


    Percival Loines Pemberton, The stamps of Greece, Philatelic journal of Great Britain, 1911 & 1912.


    gefunden bei:


    https://en.wikipedia.org/wiki/Hermes_(Greek_stamp)


    Gruß kartenhai

  • Moin Siegfried,


    leider machen sich derzeit meine Mitstreiter in diesem Thema sehr rar :(, daher freut es mich natürlich, dass auch Du nun die großen Hermesköpfe Griechenlands für Dich entdeckt hast.

    Aus meiner - allerdings unmaßgeblichen Sicht, denn sowohl Vasilis (unser "Grieche" ;)), als auch MIKLAS, Oliver und Sleeran sind mir "Lichtjahre" voraus - handelt es sich bei der von Dir gezeigten Marke um einen Pariser Druck, wobei mir selbst auch nur solche, aber leider keine Probedrucke vorliegen.

    Einige meiner Erstauflagen dieser Wertstufe habe ich nachstehend zum Vergleich angefügt.

    Hier http://www.philatelie-epernay.…se-tete-d-Hermes-de-Grece findest Du in der ersten (obersten) pdf-Datei weitere Infos zu den Essays.

    Bei dem Zeichen auf der Rückseite würde ich auch die Möglichkeit, die kartenhai entdeckt hat, in Betracht ziehen, wobei auch ich allerdings nirgends ein Prüfzeichen von Pemberton finden kann. Es könnte sich natürlich auch um ein Händler- oder Besitzerzeichen handeln.


    Einen schönen Abend und hoffentlich in Bälde ein "Wiederlesen" in diesem Thema wünscht


    Wolfgang/miasmatic



  • Hallo Kartenhai und Wolfgang,


    vielen Dank für die hilfreichen Antworten, ich bleibe bei den Hermesköpfen am Ball.

    Eine Frage habe ich noch zu meiner Marke. Welche Farbe hat sie?

    Als Literatur habe ich einen alten Michel-Europa von 1977 und das Kohl-Handbuch. Bei den Farbbezeichnungen steht im Michel unter 2a gelblicholiv a. gelblich und bei 2b gelbbraun auf bräunlich.

    Die Bezeichnung im Kohl-Handbuch könnt ihr aus dem angehängten Scan entnehmen.


    Beste Grüße, Siegfried



  • Moin Siegfried,


    die meisten meiner Mitstreiter (und auch ich) sammeln nach dem Nummernschema von Karamitsos, also dem Hellas-Katalog, der andere (und meistens auch weitere) Farbeinteilungen vornimmt, bei der von Dir gezeigten Ausgabe sind dies die Nr. 2a (bistre), 2b (Olive-bistre) 2c (Brown-bistre), wobei 2b und 2c noch in dünnes bzw. dickes Papier unterschieden werden.

    Ich bin der Meinung, dass Du die Karamitsos-Nr. 2a (bistre) zeigst, wie Du z.B. auf Seite 25 der gestern verlinkten ersten (obersten) pdf-Datei sehen kannst. Die Karamitsos-Nr. 2a (bistre) sollte meiner Meinung nach der Michel-Nr. 2b entsprechen. Nach dem Heft 51 der Serie Neues Handbuch von Heinz D. Behrens (auch sehr zu empfehlen) entspricht die Michel-Nr. 2b wiederum der Kohl-Nr. 3 :)..

    Einen schönen Feierabend wünscht


    Wolfgang/miasmatic

  • Hallo Wolfgang,

    das ist eine Superauskunft. Danke. Kannst du mal die entsprechende Seite vom Karamitsos einscannen und zeigen? Auf wieviel Seiten werden die großen Hermesköpfe behandelt?


    Die gestempelte 60 Lepta habe ich heute bekommen. Es müsste eine Mi.Nr. 46 (Kohlnr. 60) sein.

    Die ungebrauchte hatte ich schon, die halte ich für einen Pariser Druck Mi.Nr. 44 (Kohlnr. 58).


    Beste Grüße, Siegfried



  • Moin Siegfried,


    da ich bzgl. des Copyrights Bedenken habe, habe ich Dir eine PN gesendet:)

    Bei Karamitsos/im Hellas-Katalog sind die ersten 42 Seiten den Großen Hermesköpfen gewidmet.

    Bzgl. Deiner rechten, ungebrauchten Marke bin ich unsicher.

    Hier (diese Seite ist auch sehr zu empfehlen) http://www.klassische-philatelie.ch/gr/gr_faelschungen.html

    wird eines der Unterscheidungsmerkmale zwischen Originalen und Fälschungen gezeigt, nämlich der kleine Unterbruch in der ersten Wellenlinie im linken, oberen Eckfeld.

    Bei Deiner Marke kann ich diese Unterbrechung nicht erkennen, daher könnte es sich m.M.n. um Typ I Kupferdruckfälschung Abb. 64 im Stiedl/Billig handeln.


    Einen schönen Feierabend wünscht


    Wolfgang/miasmatic

  • Hallo und lieben Gruß in die Gruppe,


    bin voll der Meinung von Miasmatic die rechte 60 L Marke ist definitiv eine Fälschung. Ist doch immer wieder gut, welche Raffinessen sich bei dem gefälschten Marken erkennen lassen.


    Aber ich muss sagen ich tippe wegen dem langen Strich am oberen Lid - Kriterium 8 nach S/B die Lidfalte am Schlupflid - auf Fälschung Typ 11. Die linke Marke ist eine Hellas 46a Deep green / Michel 47 abgeschlagen 3.Juli 1877 also 2 Monate nach ersten erscheine der Marke im Postamt 110 Argostoli auf Kefalonia.


    Beste Grüße Michael


    ps. habe jetzt erst gemerkt das die Nachrichten von Philaforum im Junk mail landen :O_O:

  • Ein Hallo in die Gruppe - also erst mal Danke fürs zeigen der Marken. Die Bestimmung der 2 Lepta LHH ist immer schwierig. Die Frage ob die von Siegfried gezeigt Marke ein Probedruck, also Hellas 2A oder 2a-c ist, kann man recht gut an der Gummierung entscheiden. Zwischen dem Pariser Drucken * finalen Proben (ohne Gummi) und den * verausgabten Pariser Druck (mit Gummi) ist der Unterschied die Gummierung. Es ist praktisch quasi unmöglich, dass der Gummi entfernt wurde. Das gilt für alle Wertstufen. Also deshalb würde ich eher eine 2A tippen. Aber wenn die kleinen dunklen (schwarzen?) Punkte vom der Entwertung stammen - das ist zu prüfen - dann könnte es eine gelaufene Marke sein. Ich lege als Beispiel eine gelaufenen und ganz schlecht abgeschlagene LHH 2a Bister bei - interessant ist das die Marke eine dünne stelle am Rücken hat wo der Gummi quasi abgerumpelt wurde. Viele Grüße MIKLAS

  • Hallo miasmatic, ich habe mir die zweite von Dir gezeigte Marke angesehen - bin mir nicht ganz sicher ob das ein Pariser Druck oder eine Marke aus der ersten Athener Drucke ist. Ich lege ein Beispiel für eine Marke Erster Athener Druck / Coarse impression bei. Hatte die Marke mit bei Karamitsos in Thesaloniki und dort wurde bestätigt Hellas 10I b CF1I, open cross up left und down right - Die von Dir gezeigte Marke hat ähnlichen Farbauftrag etwas grober als bei dem Pariser Druck und die Augenbraunlinie endet nicht in Punkten sondern ist nach unten gebogen. Nun könnte ja auch einen 10I sein - bin mir aber unsicher deshalb war ich ja auch mit meiner in Thesaloniki. Beste Grüße Michael

  • Hallo Hermesfreunde,

    bei der Bestimmung der 2 Leptamarken habe ich noch erhebliche Schwierigkeiten.

    Die rechte Marke könnte ein Pariser Druck sein, aber welche Farbe ist das?

    Bei der linken Marke tappe ich völlig im Dunklen.

    Vielleicht könnt ihr helfen?

    Beste Grüße, Siegfried



  • Die linke Marke ist eine Hellas 46a Deep green / Michel 47 abgeschlagen 3.Juli 1877 also 2 Monate nach ersten erscheine der Marke im Postamt 110 Argostoli auf Kefalonia.

    Hallo Michael,

    nach meinen neuesten Informationen handelt es sich bei dieser Marke um eine Fournierfälschung mit Falschstempel Argostoli (110). Beide Marken sind also Fälschungen.

    Beste Grüße, Siegfried

    https://web.archive.org/web/20…FournierAlbum/072/072.htm


  • Liebe Hermesfreunde, heute endlich mal Zeit zum schreiben im Forum. Ich zeige eine Besonderheit die selten zu finden ist und es interessiert mich ob Ihr auch ähnliches in Eurer Sammlung habt.


    In meiner Sammlung habe ich jetzt eine 40 Lepta (Hellas 36c - Michel 37b) Pos. 119 von 1871-1872 mit spiegelbildlich gedruckter Kontrollnummer auf der Vorderseite - Mirror printed control number on the Face of the Stamp- . Die Null der Kontrollziffer in lilac/rotlila (wie üblich bei dieser Serie) ist im Gesicht von Hermes sehr gut sichtbar und die vier nur Spuren sichtbar.


    Habt Ihr eventuell auch eine Marke mit Mirror printed control number on the Face of the Stamp?


    Ich habe das Buch über Kontrollnummer von John G. Coundouros. Für die 20 Lepta (Hellas 35) von 1871-1872 ist eine Briefmarke Cound. 47.10 Mirror printed control number on the Face of the Stamp - gedruckte Kontrollnummer auf der Vorderseite der Marke - beschrieben. Dieser Fehler tritt bei der Hellas 35 selten auf. Bei der Hellas 36 ist leider kein Vermerk im Buch von Coundouros zu finden.


    Der Fehler entsteht wenn beim Drucken der Kontrollziffern Bogen für Bogen gedruckt wird und diese dann übereinander zum Liegen kommen. Wenn also die Farbe der Kontrollziffer noch nicht trocken ist und der folgender Bogen mit dem Gesicht auf die noch feuchte Kontrollziffer gelegt wird. Dann färbt die unten liegender Kontrollziffer des vorher gedruckten Bogens das Markenbild des folge Bogens spiegelverkehrt ein.


    Beste Grüße Michael


    Zur Vollständigkeit noch die Rückseite meiner Hellas 36c


  • Liebe Hermesfreunde,


    hallo an alle! Ich melde mich nach langer Zeit wieder und ich hoffe es geht euch allen und euren Sammlungen gut!

    MIKLAS,

    eine ähnliche 1871/72-40lepta- Marke habe ich auch (36c), die jedoch den wunderbaren Farbton deiner Marke nicht reicht... Ich vermute, es handelt sich nicht um Druck auf der Vorderseite, sondern das Papier hat lediglich die Farbe der stark gedruckten Kontrollziffer aufgesaugt. Hält man die Marke gegen Licht, kann man genau dahinter die KZ sehen. Trotzdem eine große Besonderheit, wenn nicht eine kleine Seltenheit!

    Zudem auch eine 10-Lepta-Marke 1867/69 mit ähnlichem Effekt.


    Liebe Grüße,

    Vassilis

  • Moin Hermresfans ;),


    @ Michael: Herzlichen Glückwunsch zu Deinem tollen Fund - leider ist mein Bestand an Hellas Nr.36-Marken doch sehr überschaubar. Ich bin nicht einmal sicher, ob es sich bei allen Marken um die Nr. 36 handelt, ggf. sind einige, von mir falsch bestimmte Marken dazwischen :(

    Meinen miesen Scan bitte ich zu entschuldigen, habe momentan leider nicht die Zeit, die Marken einzeln zu scannen und gemeinsam auf einer Steckkarte verrutscht alles und ist auch nicht wirklich detailreich X(

    @ Vassilis: Freut mich, dass Du Dich hier wieder beteiligst :):philaforum1:


    Einen schönen Abend wünscht Euch


    Wolfgang

  • Liebe Hermesfreunde, lieber Vassilis, besten Dank für den richtigen Hinweis. Es ist in der Tat ein die zu "fett" gedruckte Kontrollziffer die durchschlägt auf die Vorderseite. Das sieht man beim Foto (Anlage) des Markenbildes mit Hinterleuchtung sehr gut. Sehr interessanter "Druckfehler" der mir bisher noch nicht aufgefallen ist. Der Effekt tritt durch die blasse Bister Markenfarbe und die kräftige lila Kontrollziffer besonders stark in Erscheinung. Interessant ist, dass der "Druckfehler" bei Deiner 10 Lepta Marke auch bei anderen Wertstufen und Druckperioden auftritt. Beste Grüße Michael

  • Hallo Wolfgang, also bei der 36 ist das eine einfache Sache, da alle 36 eine lila Kontrollziffer haben. Bei Bister Markenbild ist es entweder He 36 oder He 52. Nur diese beide Marken der 40 Lepta Wertstufe wurden in Bister gedruckt. Bei der Hellas 52 wurde das Markenbild in Bister gedruckt und die Kontrollziffer mit der gleichen Farbe also Bister CF. Ich lege 2 Beispiele bei - eine mit nach rechts verschobenen Kontrollziffer und die andere mit gebrochenen Fuß der 4 Coundouros 64.3a. Liebe Grüße Michael