Wie soll ich meine Sammlung aufbewahren?

  • Hallo zusammen,


    habe eine geerbte Sammlung (Altdeutschland, DR, Besatzungsgebiete, DDR, Bundesrepublik) die ich weiterführen möchte.


    Mich stört an der Sammlung, dass es unterschiedliche Alben (auch für die einzelnen Sammelgebiete) sind:
    - diverse Vordruckalben
    - diverse Einsteckalben (nicht nur für doppelte Marken)
    - diverse Einzelblattvordrucke.


    Da diese Sammlung, kurz bevor ich sie erhalten habe, um eine weitere (kleinere) Sammlung ergänzt wurde, muss ich mir eh überlegen wie ich eine Systematik rein bekomme.


    Was ist emfehlenswert?
    Vordruckalben möchte ich aber keine mehr.
    Die Einzelblattvordrucke (zum Abheften) gefallen mir da schon besser.
    Dürfte aber recht teuer sein.


    Vieleicht sollte man sich anhand der Kataloge seine eigenen Vordruckeblätter machen?
    Ist aber wohl ziemlich aufwendig.


    Wie haltet Ihr es mit Eurer Sammlung?


    Gruss Thomas

  • Wie "tief" geht die Sammlung/soll die Sammlung gehen?


    Wenn Du dir alles offen halten willst, sind selbst gestaltete Seiten mit Klemmtaschen am besten. Oder wenn man es besonders fein haben möchte, so etwas wie Lindner-T Blanko oder die Blanko Seiten von Safe mit den Blattschutzhüllen. Ich nehme Lindner-T...

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

    Voltaire

  • Ich finde selbstgestaltete Seiten (wie meine, die in der Bildergalerie unter BADEN einzusehen sind) nur sinnvoll, wenn es sich um ein eng begrenztes Kontingent von Marken handelt oder man sehr sehr viel Zeit, Muse und Druckmöglichkeiten hat.


    Dir schlage ich am ehesten ein normales Einsteckalbum vor - die wertvolleren Marken noch zusätzlich in HAWID-Taschen stecken. Mach dazu einfach eins deiner Alben leer (möglichst dick) und versuch dann Systematik reinzubekommen - Step for Step.


    Gruss

  • Zunächst einmal Danke für Eure Antworten.


    Hallo Denis,
    das mit den Einsteckalbum, dass ich leer machen soll, wird wohl daneben gehen. Ich hätte vielleicht den Umfang der Sammlung dazu sagen sollen.
    Etwa 50 Alben ohne die Alben mit Erstagsbriefen/Briefen/Postkarten.
    Deswegen ist mir auch sehr wichtig jetzt "richtig anzufangen". Habe keine Lust einen systematischen Fehler zu machen und dann nochmal zu beginnen.


    Hallo Lacplesis,
    das mir den Blanko-Seiten muss ich mir mal anschauen.


    Meine Idee sind immer noch selbstgestaltete Seiten mit chronologischer Ordnung nach dem Michell-Katalog in die ich auch Erstagsbriefe/Briefe/ Postkarten einordne (scheint mir aber die Freizeitbeschäftigung für das nächste Jahrzehnt zu sein).


    Grüsse Thomas.

  • Hallo brossi63,
    auf meiner Seite findest Du auch etwas über Sammlungsaufbau.
    Komischerweise ist mir bei meinen Hobbys die Zeit fast egal (von
    den Kosten ganz zu schweigen).
    Man muß sich da wohl einen goldenen Mittelweg aussuchen


    m.w.myname

  • Wenn es ein solches Sammelsurium ist, sind selbstgestaltete Seiten wahrscheinlich nicht die schlechteste Alternative. Vordruckalben sind sehr teuer - es sei denn man kauft sie gebraucht (z.B. EBAY). Aber da musst du dich erstmal für ein System entscheiden. Ist eine Philosophie-Frage. Ich bevorzuge Leuchtturm SF, mein Mann hat seine Sammlung in Safe Dual mitgebracht - aus meiner Sicht teuerer und nicht so hübsch :ups:.


    Vielleicht schaust du erstmal was alles vorhanden ist und entscheidest dich für das System von dem du schon das meiste hast? Oder doch selbst gestalten? Ist in meinen Augen zu viel Arbeit und kostet eigentlich genausoviel. Vorteil ist man ist viel flexibler, was hineinkommt. Die Vordruckalben schränken da manchmal ein, was man dann doch über Zusatzseiten (selbstgestaltet oder als Einsteckseiten) wieder ergänzen muss.


    Einsteckalben sind dann klasse, wenn man sich generell nicht an die Vorgabe der Vordruckalben hält und viel zusätzliches Material hat.

  • Ich hab meine Einsteckalben immer rechte Seite für Marken mit Platz für Farben, Plattenfehlern und eine Reihe unter frei für Stempel. Alte Vordruckalben hab ich zerschnitten und die Bilder in meine Alben gepackt so weiß ich was für Platz da ist und welche Marke dazu gehört. Die linke Seite in jedem Album ist Platz für Briefe, Karten, FDC oder was auch immer :D

  • Hallo, Danke für Eure Antworten.


    Werde mich wohl für selbstgestaltete Seiten entscheiden. Dies erfordert zwar eine komplettes Durcharbeiten der Sammlung, dabei lerne ich sie aber auch kennen und kann gleichzeitig Fehllisten erstellen.
    Selbstgestaltete Seiten bieten mir auch die Möglichkeit Erstagsbriefe/Briefe einzuordnen sowie auch neue Seiten einzufügen.


    Die noch offenen Fragen lauten:
    - Ablage in Ringbüchern/Ordern?
    - Welches Papier/Kartonpapier für den selbstgestalteten Vordruck?
    - Beschriftung (na klar, mit Michel-Nr.)?
    - Mit Hawid-Klemmtaschen "einkleben"?
    - Noch Klarsichtfolie drüber?


    Habt Ihr Beispiele für Eure selbstgestalteten Seiten?
    Für den einen oder andern Scan wäre ich dankbar.


    Grüsse Thomas

  • Zitat

    Original von Denis
    Ich finde selbstgestaltete Seiten (wie meine, die in der Bildergalerie unter BADEN einzusehen sind) nur sinnvoll, wenn es sich um ein eng begrenztes Kontingent von Marken handelt oder man sehr sehr viel Zeit, Muse und Druckmöglichkeiten hat.


    Die Scans findest du in der Bildergalerie. Ganz oben im Kopf des Forums ist der Link...

  • Hallo Thomas,


    ich würde es wohl so machen:


    Einen günstigen gebrauchten Vordruck SF (mit Schutztaschen) von Leuchtturm ergattern (Briefmarkenbörse oder EBAY). Als Grundstock für die Hauptnummern. Auf Neue Schrift - ab Auflage 1978 - achten!


    Blankoseiten mit Länderbezeichnung von Leuchtturm (gleiches Design) besorgen und für die Sammlung passende Zusatzseiten erstellen. Mit passenden klarsichtklemmtaschen ausstatten. Ggf. auf selbstklebenden Folien die Marken "vordrucken" und hinter die Klemmtaschen kleben - falls welche leerbleiben sollten... Die Seiten sind breiter als A4, d.h. sie passen durch keinen Standarddrucker.


    Binder gibts es auch meist günstig bei EBAY. Kommt darauf an, was du brauchst. Ich persönlich bevorzuge Ringbinder (13 Ringe) mit Schutzkassette, da kann man schnell immer mal etwas aus- und einheften. Ist die Sammlung aber so komplett, dass man seltenst dran muss, sind auch Drehstab- oder Klemmbinder nicht zu verachten. Schraubbinder von LT würde ich meiden... laut Aussage von LT sind das für "Großkunden" "billig" produzierten Alben...


    Bei der Vorgehensweise sind meine Grundgedanken:
    - Schutz der Marken (säurefreies Papier und weichmacherfreie Folien sind Pflicht)
    - Zeitfaktor (wenn du jede Tasche einzeln kleben willst wird das ein Jahrhundertprojekt
    - Flexibilität (durch die Blankoseiten kannst du den Standardvordruck beliebig erweitern)
    - Preis/Leistung (als Tennie habe ich für meine Auslandsammlung selbst Seiten gemacht... auf halben Weg gefielen sie mir nicht mehr... jetzt hab ich Leuchtturmalben. Auf direktem Weg wäre das wahrscheinlich günstiger gewesen und die Zeit gibt einem auch keiner wieder...)


    A4-Seiten mit "Selbstdruckseiten" - vielleicht noch in Dokumenhüllen und Papp-Ringbuch *Frevel* sehen immer bescheiden aus...


    Ist meine Meinung. Aber jeder kann ja nach seiner Lust glücklich werden :).


    Eine andere Alternative zu Steckbüchern sind Postkartenalben kombiniert mit Klemmkarten. So machen wir das jetzt für unsere Australien-Sammlung. Der Vorteil ist, man ist sehr flexibel und kann schnell umstecken - ohne Gefahr für die Marken, da die ja sicher auf Karten gesteckt sind.