Die Aktie des kleinen Mannes

  • Burgenländer sind gerne in Vereinen aktiv. Vor 45 Jahren organisierten sich die Freunde der Briefmarken.



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    Mit Kennerblick werden die Tauschobjekte begutachtet




    Im März 1962 wurde in Oberwart der 1. Südburgenländische Briefmarken Sammlerverein ins Leben gerufen. Derzeit zählt der Klub 107 Mitglieder im Alter von 9 bis 86 Jahren. „Aber im Zeitalter der Elektronik ist es sehr schwer Jugendliche dafür zu begeistern“, erklärt Geschäftsführer Johann Laczko.


    Interessierte können sich bei einem der Tauschtage (jeder erste Sonntag im Monat von 8.30 bis 12 Uhr in Aloisia’s Mehlspeiskuchl in Badersdorf und jeder dritte Sonntag von 8.30 bis 12 Uhr im Stadtcafé Gamauf in Oberwart) anmelden, die Jahresgebühr beträgt 15 Euro.


    Zu 90 Prozent werden Briefmarken gesammelt, aber auch Motive, Münzen, Schwarzdrucke oder Banknoten sind beliebte Tauschobjekte. Und Obmann Ewald Kalchbrenner geht mit gutem Beispiel voran. In 100 Alben sind rund 250.000 Briefmarken zu finden – von Andorra bis Zaire. „Ich kaufe oft ganze Sammlungen auf. Das Internet hat die Sache erleichtert“, betont Kalchbrenner.


    Der Wert richtet sich hauptsächlich nach Alter, Auflage und Zustand der Marke. Der Preis reicht vom nominalen Ausgabewert bis zur Open-End-Kategorie. Der Spruch „Die Briefmarke ist die Aktie des kleinen Mannes“ kommt also nicht von ungefähr. Anfänger sollten sich in einem Verein beraten lassen, im Verband agieren eigene Prüfer ähnlich wie Sachverständige. Laut Experten-Meinung ist Österreich ein sehr gutes Land für Briefmarkensammler – jährlich werden Postwertzeichen im Wert von rund 70 Euro ausgegeben, diese sind innovativ und einfallsreich gestaltet. Vor allem Sportler, Politiker und Künstler zieren die Motive, aber auch Anlässe wie Weltmeisterschaften oder Olympische Spiele sind als gestalterische Ideengeber gefragt.




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