2 Briefe aus Oberschlesien

  • Guten Abend Kollegen.


    Hoffentlich bin ich hier in Altdeutschland damit überhaupt richtig? :ups:


    Habe hier 2 Briefe die ich nicht zuordnen kann, weil ich gar nicht weiß wo ich da nachsehen müsste.


    Ich möchte bitte gerne in Erfahrung bringen was das für Briefmarken sind, ob die Briefe Portogerecht frankiert sind und wie man solche Stücke bewertet, nachdem so viele verschiedene Marken darauf sind. In welches Sammelgebiet wären diese Briefe einzuordnen und was für einen Wert haben diese Briefe?


    Herzlichen Dank schon mal.
    King Lucki

  • Danke dir woermi. Das ist doch schon mal eine interessante Aussage. ;)
    Ist allerdings doch etwas zu ungenau und zu unbefriedigend für mich.


    Schönen Abend noch.
    King Lucki

    :philaforum1:
    Unser Kopf ist rund, damit unser Denken die Richtung ändern kann... :brd:

  • Hi Lucki,


    optisch schöne Stücke, dafür gibt es auch Liebhaber. Also so lassen, wie sie sind. Von den Abstimmungsgebieten nach dem 1. Weltkrieg hast bestimmt schon gehört.


    Der Satz steht gestempelt mit 18 Euro für die billigsten Werte im Katalog. Als Satzbrief würde ich dafür mindestens 10 Euro ansetzen.


    Gruss!


    mockmock

  • Von den Abstimmungsgebieten nach dem 1. Weltkrieg hab ich schon mal gehört, ja. Dann ist mir klar, wo ich sie einordnen muss.


    Habt ihr evtl. auch noch die Michel Katalognummern dazu?


    Ich bedanke mich. :D
    King Lucki

    :philaforum1:
    Unser Kopf ist rund, damit unser Denken die Richtung ändern kann... :brd:

  • Guten Abend Lucki,
    Du hast da die Michel-Nummern 23 bis 29 (linker Scan) und 13 bis 22 (rechter Scan) , somit die komplette Serie der Freimarken von 1920 für die Deutschen Abstimmungsgebiete (Oberschlesien), hergestellt durch das Atelier du Timbre, Paris.


    Schönen Abend noch
    wünscht Abarten-Hannes

  • @ woermi:


    postgeschichtlich sind die 2 Belege insofern interessant, als dass man den Eindruck hat, dass der komplette Satz nicht wie im Michel angegeben, am 26.03.1920 ausgegeben wurde. Neuere Forschungen liegen mehrere Indizien vor, die dies zu bestätigen scheinen. Indizien für die Ausgabe der Werte ab 50Pf (denn darum geht es) Ende März 1920 wurden bisher nicht gefunden. Von Ende April 1920 ist der 50Pf-Wert gestmpelt bekannt, die restlichen Werte folgen ab Anfang - Mitte Mai 1920 (= früheste bekannte Stempeldaten).


    Deswegen sind portogerechte Einschreibebriefe mit der 50Pf-Marke als Einzelfrankatur in der betreffenden Portoperiode (bis 05.05.1920) sehr sehr selten. Dem derzeitigen BPP-Prüfer für Oberschlesien sind keine 5 Belege bekannt. Die Bewertung im Michel-Briefe-Katalog bezieht sich auch eigentlich auf Drucksachen mit Einzelfrankatur von 1922.


    Es gab auch einmal einen Prüfer Rohr aus den 20er Jahren. Der Vorname ist mir nicht bekannt. Handelt es sich vielleicht um den Adressaten der beiden Briefe?
    Sein Signum findet sich gelegentlich auch auf Marken der sog. "Oppelner Notausgabe".


    Gruß
    Pete

  • Der Herr Rohr war ein Beliner Briefmarkenhändler und -prüfer, der in den 1920er/30er Jahren auch Atteste für seltene Stücke schrieb. Sein Namensstempel ziert auch diverse Briefmarken Deutscher Staaten.


    Ansonsten ist zu den Briefen schon alles gesagt. 10 Euro sehe ich da eher als Obergrenze an, da es außer bei seltenen Stempeln nur wenige Interessenten für diese Art Satzware gibt...

  • Wolffi

    Hat den Titel des Themas von „2 Briefe aus Oberschlesien?“ zu „2 Briefe aus Oberschlesien“ geändert.