Wann darf man Kritik üben ?

  • Hallo Freunde,
    Heute morgen habe ich einmal über die Suchfunktion meinen User-
    namen aufgerufen und damit alle Beitrage erhalten, an denen ich ir-
    gendwie beteiligt war. Dann habe ich eine ganze Menge davon noch
    einmal gelesen und festgestellt, daß ich doch auch noch einiges an
    Rechtschreib- und Grammatikfehlern so wie Zeichensetzungsfehlern
    gemacht habe. Auch in den Beiträgen der Kollegen findet man dann
    Fehler der gleichen Art. Ich habe darüber nachgedacht und festgestellt,
    daß dazu so gut wie gar keine Kritik kommt. Ist das ok. ? Wäre das pein-
    lich ? Wie wäre das unter uns Freunden zu behandeln ?
    Sollte ich jedoch einmal in einem Beitrag die Hindenburgmarke Nr. 522
    mit der Fl-Postmarke Nr. 533 verwechseln, kämen innerhalb kürzester
    Zeit 3 Antworten: "m.w.myname, du hast dich geirrt!". Das bedeutet,
    Ihr macht mich sofort auf meinen "fachlichen" Fehler aufmerksam.
    Ich habe auch festgestellt, daß einige Freunde der "Rechtschreibe-
    kritik" aus dem Wege gehen, indem sie Ihre Signatur dahingehend
    gestalten "Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten".
    Was hindert uns also, Kritik an unserer Ausdrucksweise zu üben ?
    Berührt das nicht auch die PISA-Studie ? Laßt uns in Ruhe darüber
    diskutieren und verurteilt mich nicht gleich als perversen Meckerer,
    denn ich kehre auch vor meiner eigenen Haustür


    m.w.myname

  • Es ist einfach eine Frage des Umgangs..wenn man in einem Forum schreibt, und sich unter Freunden fühlt, gibt man nicht so sehr auf seine Ausdrucksweise acht. Da braucht man nicht akribisch jedes falsche Wort bemängeln. Genauso ist es für einige Leute schwerer, zu tippen, und diese machen im Lernvorgang halt ein paar mehr Fehler.


    Unter Freunden beschwerst du dich ja auch nicht, weil dein Gegenüber etwas murmelt anstatt laut und deutlich zu sprechen, oder?


    Fachliche Fehler sind etwas anderes, weil damit das ganze Thema "zerstört" werden kann..


    Aus dem Grund ist die Position derjenigen, die schreiben: Rechtschreibfehler kann man behalten! völlig zu verstehen, weil es auf Dauer nur noch nervt und eine Kluft zwischen den Mitgliedern schafft...

  • Zitat

    Ncah eneir Sutide der Cmabridge Uinervtistät, ist es eagl in wlehcer
    Riehenfloge die Bcuhstbaen in eneim Wrot sethen,
    haptschae der esrte und ltzete Bcuhstbae snid an der rhcitgien Setlle.


    Der Rset knan ttoaels Druchenianedr sien und man
    knan es torztedm onhe Porbelme lseen, wiel das mneschilhce Gherin nhcit
    jdeen Bcuhstbaen enizlen leist, snodren das Wrot als Gnazes.


    ich kann von meinerseite aus behaupten, in dieser hinsicht ziemlich tolerant zu sein. von daher stören mich rechtschreibfehler (im angemessenen maße!), sowohl auch groß und kleinschreibung weniger.


    das heißt jetzt aber nicht, dass ICH mir NICHT die mühe gebe die korrekte, deutsche schreibweise zu beachten. ;) ich schreib nunmal schnell - und dadurch lässt sich nicht vermeiden, dass sich der eine oder andere fehler einschleicht.


    - von daher bitte ich dieses zu entschuldigen! :)


    was ich aber nicht ganz nachvollziehen kann, sind menschen die einfach kraut und rüben in die tastatur klopfen und dann noch hilfe erwarten. damit meine ich unter anderem 20 rechtschreibfehler pro satz inkl. auslassen aller notwendigen satzzeichen.


    sowas tut nicht not - schließlich erwartet man hilfe von dem leser, aber so gesehen brauch der leser erstmal hilfe zum indentifizieren der einzelnen satzteile.



    liebe grüße



    bjoern

  • Ja soon bischen kann man drauf achten...aber wenn hier jedes Wort und jeder Satz erst gramatikalisch überprüft werden soll werden die Treads ellenlang...und es gibt ja auch Leute die nicht Deutsche sind und hier Deutsch schreiben ;)

  • Hallo Freunde,
    Eure Meinung berühigt mich etwas, zumal ich jetzt weiß, daß ich
    auch selbst nicht immer gleich in schlechten Ruf komme, wenn mal
    ein paar Fehler durchgehen.
    Es ist auch so, daß ich so erzogen wurde, meine schriftlichen Er-
    zeugnisse nicht mit Fehlern zu überhäufen.
    Ich bin auch beruflich gehalten, viel Kundenschriftverkehr zu bear-
    beiten (E-Mails, Protokolle usw.).
    Ich weiß nun nicht, ob ich es meinem Kunden zumuten kann, in
    einem von Fehlern triefenden Brief fachliche Dinge mit ihm zu klären.
    Also, was bleibt ist noch die Frage, wann ist es egal, ob ich Fehler
    mache und wann nicht ?


    m.w.myname

  • Wenn deine Fehler den Sinn dessen was du sagen willst so entstellen, dass keiner mehr versteht was du sagst ist es schlecht ;)

  • Ich persönlich sehe das auch gelassen. Gebe mir allerdings mühe Fehler zu vermeiden.


    Ich schätze mal, dass Schreibfehler im privaten Schriftverkehr zu vernachlässigen sind, sofern diese nicht ausufern.
    Sobald es aber offiziell, sprich geschäftlich wird, sollte man schon darauf acht geben.


    Ich hatte mir angwöhnt das SZ völlig zu ignorieren, da mir die neue Regelung einfach zu unbequem war. Mitlererweile verwende ich es aber wieder.


    Die Ausdrucksweise ist nur schwer zu kritisieren, da oft das nötige Hintergrundwissen zu der Person fehlt, um kostruktive Kritik zu üben.
    Meiner Meinung nach sollte man in diesem Punkt wirklich nicht zu pedantisch sein.

    Suche U.S.A. Katalog. Zustand und Alter sind erstmal egal. Bitte per PN melden. :D

  • Hallo saschJohn,
    ich meine jetzt auch nicht, daß ich jeden Fehler jedem melden will, der
    hier irgendwas schreibt. Es reicht vielleicht schon, wenn wir alle etwas
    darüber nachdenken und belassen alles wie bisher, dann ist uns
    sicherlich schon gedient.
    Nur, wie ich es oben schon erwähnte - im Beruf kann ich es mir nicht
    erlauben, zu schreiben, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Dort
    muß im Bedarfsfalle mit dem Duden gearbeitet werden. Geduldet wird
    jedoch die alte Deutschform und die reformierte Form. Wie ich Euch
    jetzt verstanden habe, kann es also ruhig ein "Freizeitdeutsch" und ein
    "Gesellschaftsdeutsch" geben.
    Ich danke in jedem Fall für Eure Meinung


    m.w.myname

  • Zitat

    [i]
    Also, was bleibt ist noch die Frage, wann ist es egal, ob ich Fehler
    mache und wann nicht ?


    Genau hier liegt für mich der 'Stein des Anstoßes'.
    Wenn ich im Berufsleben Texte, Briefe usw. verfasse oder diktiere, erwarte ich ein Höchstmaß an Genauigkeit.
    Wie Du schon schreibst, kann ich keine fachlichen Gespräche (dito Schreiben) führen, wenn ich der (hier) deutschen Sprache nicht mächtig bin.
    Auch laufen letzt endlich Korrekturprogramme.


    Hier im Forum, in meiner Freizeit, befinde und fühle ich mich genau sooo.
    Ich suche Spaß, einen guten Austausch und Entspannung.
    Wenn ich wegen Schreibqualitäten jetzt laufen kritisiert werden würde, würde ich hier nichts mehr verloren haben.
    Man schreibt auch entspannter und, was noch wichtiger ist, es schleicht sich eine gewisse Leichte ein. Ein Gefühl von: "Ist mir doch egal!"
    Ist dieser Zustand, in einer (gewollten?) Welt von Pünktlichkeit, Genauigkeit, Etiquette... nicht auch einfach nur SCHÖN ?

  • ich will mal als einer der jüngeren etwas hierzu sagen:


    also bei mir und ca.80% meines freundeskreises ist es so, dass im internet komplett auf groß und kleinschreibung verzichtet wird. für viele ältere ein ding der unmoglichkeit! ich selber bin student, und das geht sogar soweit, dass selbst professoren im relativ privaten email verkehr mit studenten darauf verzichten! wenn es allerdings emails sind, die mehr als einen adressaten haben, ist dies nicht mehr der fall, das passiert wirklich nur dann, wenn die email an eine person gerichtet ist!


    wenn allerdings es zu wissenschaftlichen arbeiten kommt, dann ist selbstverständlich die genaue rechtschreibung mit allem was dazugehört strengstens einzuhalten! ohne wenn und aber!


    aber dies hier ist ja privat, unter leuten die die gleichen interessen teilen, und solange mann verständlich schreibt, denke ich fallen die meisten fehler auch gar nicht auf!

    Ich bin immer auf der Suche nach Tauschpartnern. Schaut euch doch mal meine Fehl- und Dublettenlisten an, vielleicht ist ja was dabei!


    Bei BRD: 90% von dem, was nicht in der Fehlliste auftaucht, habe ich mehrfach. Falls Interesse, einfach melden!

  • Das ist ja mal wieder ein Thema für mich :) !! Im Grunde sehe ich die Problematik wie die meisten hier, der ein oder andere Fehler ist absolut verzeihlich. Wenn ich mich mal vertippt habe und mir das erst nach dem Posten auffällt, korrigiere ich den Fehler eben dann. Problematischer wird es, wenn jemand schreibt, wie von @aerotech beschrieben. Sofern der Schreiber Deutsch zur Muttersprache hat, ist dies IMHO auch eine Form der Unhöflichkeit den Lesern gegenüber.
    Ein großes Poblem habe ich mit komplett kleingeschriebenen Texten. Wenn diese länger als zwei, drei Zeilen sind, finde ich das Lesen sehr Mühsam. In einem anderen Forum hatten wir schon den Fall, daß ein sehr, sehr langer Text komplett kleingeschrieben war. Eigentlich ein guter Text, aber nicht nur ich war nach ein paar Zeilen so entnervt, daß auf das Weiterlesen verzichtet wurde. Der Schreiber ist von einem anderen User darauf aufmerksam gemacht worden, und nachdem er den Text überarbeitet hatte, entwickelte sich eine wunderbare Diskussion. Wenn man auf eine solche Problematik nett hinweist, sollte es auch keine Probleme geben.
    Bei unseren Freunden aus dem Ausland bin ich da viel nachsichtiger, denn wenn ich Texte auf Französisch verfasse, rollen sich wahrscheinlich dem Muttersprachler die Fußnägel auf. Daher habe ich vor unseren spanischen, russischen etc. Sammlerfreunden großen Respekt. Allein sich zu trauen, die Sprachhürde zu überwinden, ist doch schon toll.
    Beste Grüße vom
    reichswolf


    PS: Was mich immer wieder amüsiert: wir haben hier ein paar Leute, die den gleichen Fehler immer und immer wieder machen. Konkret fällt mir grade nur ein Bsp. ein, bei dem der Schreiber ein Wort mit drei Buchstaben auf immer die gleiche Weise verdreht. Da hat sich wohl beim Tippen eine falsche Routine entwickelt, und wir wissen ja alle, wie schwierig es ist, so etwas wieder 'raus zu bekommen'... ;) :D

  • Das einzige was ich hinzufügen kann, ist zu sagen als Deutsch Sprächiger gebe ich mir Mühe Rechtsschriebfehler zu vermeiden.


    Da aber Deutsch nicht meine Muttersprache ist, sind Fehler teils aus Unkenntnis unvermeidlich. :frust:


    Allerdings wenn ich manche grobe Fehler hierdrinne sehe, schultele ich den Kopf. Nu Groß oder klein macht mich garnichts aus. Aber wenn ich die Verhünzung von den Fallen sehe, wird mir manchmal übel. :tongue:


    Vertippen kann sich jeder, immerhin sollte man den Text vor der Einstellung nochmals durchlesen bzw. korrigieren.


    So mein Senf dazu beigetragen. :goodpost: oder nicht???


    mfG


    Nigel

  • es kommt immer darauf an wie man kritisiert


    darum schreib ich alles klein


    wer kritisieren möchte bittesehr

  • Zitat

    es kommt immer darauf an wie man kritisiert


    Richtig. Deshalb gleich vorweg: bitte fühle dich nicht angegriffen, wenn du mir jetzt als Beispiel dienst. Dem zitierten Satz mangelt es ja nicht nur an einem Großbuchstaben, sondern auch an den Satzzeichen. Und das kann sehr verwirrend werden, denn Satzzeichen sind bedeutungstragende Einheiten, die wegzulassen einen Satz zweideutig werden lassen kann. Falsche Pronomen sind auch oft ein Problem, wenn man sie einfach nicht mehr eindeutig zuordnen kann. Und ein Text, dessen Aussage nicht eindeutig zu verstehen ist, ist ja schon mehr als einmal zu einem Problem geworden.

  • Hallo Freunde,
    ich weiß jetzt, daß Ihr alle das ein bißchen locker seht und daß wir ein-
    fach mal darüber gesprochen haben. Ich denke, das reicht schon aus.
    Wir alle werden uns bemühen, unsere Texte klar und deutlich zu
    schreiben und wen stört schon: "Wer brauchen ohne zu gebraucht,
    braucht brauchen niemals zu gebrauchen" (alte deutsche Weisheit).
    Könnt Ihr denn mit diesem Satz was anfangen:
    "Wenn Fliegen hinter Fliegen fliegen, fliegen Fliegen Fliegen nach". Er
    ist völlig korrekt.
    Vile Spaß noch und danke für Eure Diskussionsbereitschaft


    m.w.myname

  • Zitat

    "Wer brauchen ohne zu gebraucht, braucht brauchen niemals zu gebrauchen" (alte deutsche Weisheit.


    So was brauch ich echt nicht... :D Nur Spaß, sorry. BTW, wettet jemand mit mir, daß man "nämlich" doch mit "h" schreibt? :D

  • Mal ein Frage: habt ihr sonst keine Probleme? ;) ;)


    Wir absolvieren hier im Forum kein Germanistik-Studium, und solange der Sinn des Posts für Jeden verständlich ist,sollt man auf orthographische oder grammatische Feinheiten keinen solch großen Wert legen....(zumal sich die Rechtschreibung in den letzten Jahren so häufig verändert hat,dass vor allem wir Altvorderen mit unserem Gelernten eh nicht mehr diesen Gesetzen entsprechen! ;) :)

  • Na, na reichswolf,
    ich glaube, Du meinst das letzte "H". Schon hätte ich verloren, wenn
    ich jetzt gewettet hätte (puuuh, nochmal Glück gehabt). Ist übrigens
    Dein Finger wieder ok ?


    Hallo concorde,
    ok, das ist Deine Meinung aber meine nur teilweise. Trotzdem sollten
    wir Freunde bleiben


    m.w.myname

  • Verdammt, da wurde ich aber schnell entlarvt ;). Mündlich funktioniert das besser, könnt ihr gerne ausprobieren. Selbst mein Deutschlehrer (lang ist's her) ist darauf reingefallen :)
    Wegen des Fingers: es geht schon so, aber ich habe seit 14:30 Feierabend und zwei Wochen Urlaub vor mir, da kann ich ihn ja ein wenig schonen... Und :dankeschoen: für die Nachfrage!