Wüstewaltersdorf (Walim), Lkr. Waldenburg, Bez. Breslau

  • Hallo zusammen,


    der meines Wissens letzte in Wüstewaltersdorf verwendete Poststempel (übrigens in den einschlägigen Stempeldatenbanken nicht registriert) ist der K1-Werbestempel "Wüstewaltersdorf (Bz. Breslau) Erholungsort für Sommer und Winter am Fuße der Hohen Eule"


    Da der Ortsname in Großbuchstaben geschrieben wurde, zählt der Stempel nicht zu den Kleinschriftstempeln auch wenn der Werbetext Kleinbuchstaben verwendet!


    Ich habe drei Belege mit diesem Stempel. Ich zeige meine früheste Verwendung, eine Postkarte aus Wüstewaltersdorf nach Görlitz vom 30.8.41 sowie meine späteste Verwendung, eine Paketkarte aus Wüstewaltersdorf nach Idar-Oberstein vom 10.5.44.


    Die Lücke zum vorhergehenden Kreisbrückenstempel beträgt augenblicklich noch gut vier Jahre. Diese Lücke gilt es noch zu verkleinern bzw. zu schließen.


    Nach frühen polnischen Stempeln aus Walim habe ich bislang nicht gesucht und bin aus diesem Grund auch noch nicht fündig geworden. Wär aber auch ein interessantes Thema.


    Viele Grüße
    DKKW

  • Hallo webpirate,


    vielen Dank für Deinen Beitrag der selbstverständlich hochwillkommen ist.


    Schließlich erweitert Dein Beleg die Verwendungszeit des Kleinschriftstempels um gut zwei Jahre und die Lücke zum nachfolgenden KBS in Großschrift schrumpft auf knapp sieben Monate.


    Nochmals vielen Dank und viele Grüße
    DKKW

  • Hallo zusammen,


    in der Bucht wird gerade ein Briefstück mit dem K1-Werbestempel "Wüstewaltersdorf (Bz. Breslau) Erholungsort für Sommer und Winter am Fuße der Hohen Eule" angeboten. Der Stempel datiert vom 27.9.39. Damit verschiebt sich das FD um fast zwei Jahre nach vorn und die Lücke zum vorhergehenden KBS halbiert sich (20.8.37 bis 27.9.39).



    Viele Grüße
    DKKW

  • Hallo Christoph1,


    vielen Dank für Dein Angebot aber ich bevorzuge dann doch komplette Belege für meine Heimatsammlung. OK, bei einem Stempel aus dem Frühjahr 1945 wäre ich wohl doch schwach geworden.


    Viele Grüße
    DKKW

  • Hallo zusammen,


    rund um Wüstewaltersdorf gab es im Eulengebirge viele Bauden, Gasthöfe und Schänken. Einige davon möchte ich Euch heute auf Ansichtskarten vorstellen.


    Die Bauden waren ursprünglich einfache Schutzhütten für die Viehhirten im Gebirge. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelten sie sich zu Herbergen für Reisende, Sommerfrischler und Wanderer.


    Ich möchte Euch heute vier dieser Bauden und Schänken präsentieren:
    1) Schirgenschänke in Oberdorfbach unterhalb des Wolfsberges. Laut rückseitigem Kartentext lag die Schirgenschänke auf 800m Seehöhe und war ein beliebter Ausflugsort. Besitzer war seinerzeit (1937) Wilhelm Hunathey.
    2) Bremergrundbaude an der Neuroder Straße in Wüstewaltersdorf. Besitzer war die Familie Goksch. Sie benannte das ursprünglich Landhaus Goksch genannte Anwesen werbewirksam in Bremergrundbaude um, denn hier begann der beliebte Wanderweg zum Bremergrund.
    3) Birkenfeldbaude in Zedlitzheide. Sie lag an der Passstraße von Wüstewaltersdorf nach Reichenbach. Der letzte Betreiber war Alfred Wurl.
    4) Zimmermannsbaude bei Hausdorf am Hausdorfer Kreuz (Passweg zwischen Hausdorf und Peterswaldau). Laut Baudenstempel 800m über dem Meeresspiegel). Mehrfach umgebaut und erweitert. Am Ende ein ziemlicher Klotz in der Landschaft aber Bausünden gab es auch schon in der "guten alten Zeit" Im Jahr 1932 war Berthold Herzog Betreiber der Zimmermannsbaude.


    Viele Grüße
    DKKW

  • Hallo zusammen,


    den Ra2-Stempel Wüste-Waltersdorf habe ich bereits in mehreren Beiträgen vorgestellt. Damals konnte ich allerdings aus der Zeit des Deutschen Reiches nur einen Dreierstreifen der 1Gr. Brustschild mit diesem Stempel präsentieren.


    Kürzlich konnte ich zwei Belege aus der zeit des Deutschen Reiches mit diesem Stempel erwerben:


    Ein mit einer 1 Gr. Brustschild (kleiner Schild) frankierter Faltbrief der Textilfabrik Trautvetter & Wiesen (vermutlich eine der Vorläufer der 1884 durch Zusammenschluß mehrerer Betriebe entstandenen Firma Websky, Hartmann & Wiesen) aus Wüstewaltersdorf nach Halberstadt.
    Die Marke ist mit dem Ra2-Stempel "Wüste-Waltersdorf / 10.5. * 2 - 3" entwertet worden. Der Brief datiert vom 9. Mai 1874,


    Dann eine durch mehrere Falzreste entstellte 5 Pfennige-Ganzsachenpostkarte (ich zeige deshalb nur einen Ausschnitt) der Firma Trautmann & Wiesen nach Stralsund vom 21. Juli 1877. Der Wertstempel wurden am gleichen Tag mit dem Ra2-Stempel "Wüste-Waltersdorf / 21.7. * 6 -7" entwertet.


    Somit kann ich diesen Stempel nun vom 5.10.1860 bis zum 21.7.1877 nachweisen. Laut Feuser sollte er bis ca. 1880 vorgekommen sein .


    Viele Grüße
    DKKW

  • Hallo zusammen,


    auch beim Ra3-Stempel kann ich einen Neuzugang vermelden. Es handelt sich um einen 10 Pfg-Ganzsachenumschlag der am 14.10.82 von Wüstewaltersdorf nach Kreuzburg in Oberschlesien lief.


    Der Wertstempel wurde mit dem Ra3-Stempel "Wüste-Waltersdorf / Reg. Bez. Breslau / 14.10.82 * 12-1 N" entwertet. Rückseitig ist der K1-Stempel "Kreuzburg 1 (Oberschlesien) 15.10.82 * 9-10 a" abgeschlagen.


    Damit aber nicht genug, in der Bucht wird derzeit ein weiterer 10 Pfg. Ganzsachenumschlag angeboten der von Wreschen nach Wüstewaltersdorf lief. Hier ist der Ra2-Stempel rückseitig als Ankunftstempel abgeschlagen und zeigt den 21.10.80. Die Jahreszahl ist leider etwas unklar, aber der vorderseitig abgeschlagene K1-Stempel Wreschen zeigt ganz klar den 20.10.80.


    Zu meinem LD mit dem Ra2-Stempel schrumpft die Lücke somit auf drei Jahre (1877-1880), nachdem das Feuser-Handbuch den Ra2-Stempel als bis zur Pfg-Ausgabe vorkommend katalogisiert, sollte die Lücke auf Monate geschrumpft sein.


    Viele Grüße
    DKKW

  • Hallo zusammen,


    an dieser Stelle möchte ich eine Stempelübersicht einschieben die meinen aktuellen Wissensstand zum Verwendungszeitraum der vom Postamt Wüstewaltersdorf benutzten Poststempel aufzeigen soll:


    Ra2-Stempel: 5.10.1860 - 21.7.1877 (lt. Feuser bis 1880 vorkommend)
    Ra3-Stempel: 20.10.1880 - 2.9.1897
    Kreisstempel: 22.7.1899 - 3.2.1909
    KOS-Stempel: 21.6.1910 - 7.2.1933 (gemäß Dieter Sejaks KOS-Registratur)
    KBS (Kleinschrift): 1.5.1915 - 19.7.1927
    KBS (Großschrift): 23.4.1928 - 20.8.1937
    K1-Werbestempel: 27.9.1939 - 10.5.1944


    Bedanken möchte ich mich bei allen, die mir mit ihren Beiträgen bei der Registratur weitergeholfen haben, insbesondere bei webpirate.


    Ich werde diesen thread weiterführen wenn ich neues Material finde, für fremde Beiträge die zum Thema passen würde ich mich sehr freuen.


    Viele Grüße
    DKKW

  • Hallo zusammen,


    kürzlich wurde in der Bucht eine Marke mit dem Kleinschriftstempel "Wüstewaltersdorf *(Bz. Breslau)* 7.8.13 - 6N" angeboten.


    Damit erweitert sich der registrierte Verwendungszeitraum des Kleinschriftstempels:


    Ra2-Stempel: 5.10.1860 - 21.7.1877 (lt. Feuser bis 1880 vorkommend)

    Ra3-Stempel: 20.10.1880 - 2.9.1897

    Kreisstempel: 22.7.1899 - 3.2.1909

    KOS-Stempel: 21.6.1910 - 7.2.1933 (gemäß Dieter Sejaks KOS-Registratur)

    KBS (Kleinschrift): 7.8.1913 - 19.7.1927

    KBS (Großschrift): 23.4.1928 - 20.8.1937

    K1-Werbestempel: 27.9.1939 - 10.5.1944


    Ich bin zunehmend unsicher ob der in Dieter Sejaks Registratur genannte 7.2.1933 bei den KOS wirklich korrekt ist. Ich weiss, das Dieter sehr pingelig in Bezug auf Stempeldaten ist aber ich werde ihn wohl nochmals konsultieren müssen. Üblich waren Überschneidungen der Verwendung nicht, schon gar nicht über einen so langen Zeitraum.


    Viele Grüße

    DKKW