Ein Methusalem zeigt Tatendrang

  • 125 Jahre Verein für Briefmarkenkunde Zeitz: Gratulanten aus ganz Deutschland


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    Im Balkensaal von Museum Schloss Moritzburg waren die Sonderausstellungen «125 Jahre Philatelie in Zeitz», «Post und Kommunikation» sowie «Briefmarkenschau Zeitz 125» zu sehen. Noch bis zum Jahresende stehen diese Expositionen für Besucher offen.


    Zeitz/MZ. Ein Methusalem unter Deutschlands Briefmarkenvereinen feierte am Wochenende Geburtstag: der Verein für Briefmarkenkunde Zeitz von 1880. Auf 125 Jahre Vereinsgeschichte blickt er zurück. Und mit ihm taten das nicht nur Briefmarkenfreunde aus der Region, sondern aus ganz Deutschland. Mehr als hundert hatten sich deshalb am Sonnabend im Festsaal von Museum Schloss Moritzburg eingefunden.


    Einer von ihnen war der Vizepräsident des Bundes Deutscher Philatelisten Franz-Karl Lindner. Er blickte nicht nur auf die Zeitzer Vereinsgeschichte zurück, sondern sah auch Besonderheiten, warum die Zeitzer Briefmarkenfreunde schwierige Zeiten überstanden und heute zu den aktivsten ihrer Spezis in Sachsen-Anhalt gehören.


    Der Zeitzer Verein habe es, beginnend von den Gründungsvätern Gustav Erfurth, Paul Dorn, Carl Stöckel und Max Tröger bis hin zum jetzigen Vorsitzenden Hubert Tretner, verstanden, Geschichte zu bewahren und zu publizieren. Es sei gelungen, Wirren und Eigensinn, die ebenso häufige Ursachen für Vereinssterben waren wie eine gescheiterte Suche nach einem neuen Vorstand, zu vermeiden. Lindner lobte den Jubilar, indem er äußerte: "Der Zeitzer Verein hat sein Gesicht, sein Ur-Ich erhalten." Und das über den Wandel gesellschaftlicher Verhältnisse hinweg. Der Vizepräsident mahnte jedoch zugleich, die Kräfte in der Vereinsarbeit zu bündeln und auf Jugendarbeit in den Vereinen zu bauen. In Zeitz tue man das und das sei auch ein Grund, warum Zeitz noch nicht von der Epidemie des Vereinssterbens betroffen sei.


    Vereinschef Hubert Tretner, der ebenso wie sein Stellvertreter Heinz Grüneberg mit der Verdienstnadel in Vermeil des Philatelistenverbandes geehrt wurde, erinnerte besonders an jene, die "über die Stürme der Zeit hinweg die organisierte Philatelie in Zeitz am Leben erhalten und erst durch ihre Aktivitäten dieses große Ereignis ermöglicht haben".


    Bevor nach dem Festakt eine Etage höher im Balkensaal die drei Sonderschauen eröffnet wurden, gab es viele Gratulanten. Mit dabei waren Philatelisten aus Osterfeld und aus der Partnerstadt Detmold. Deren Vorsitzender Dieter Elsner überbrachte einen Zinnbecher als Zeichen einer 15-jährigen freundschaftlichen Zusammenarbeit.


    Der Schirmherr der Veranstaltung, der Zeitzer Oberbürgermeister Dieter Kmietczyk, versicherte den Briefmarkenfreunden die weitere Unterstützung durch die Stadt. Dieser Verein befördere mit seiner Arbeit Bildung, globales Denken und Weltoffenheit. Seine Mitglieder hätten seit Jahren den guten Namen der Stadt Zeitz weit in die Welt getragen.


    Beim Rundgang durch die Ausstellungen gab es viele lobende Worte. So vom Landesgeschäftsführer des Verbandes Dieter Glietsch aus Merseburg: "Was der Verein hier leistet, ist einfach toll."



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