UV Schutzbrille

  • bei der Bewerbung dieser Brille wird schon einiges durcheinandergebracht. Bei den verschiedene Farben des für uns sichtbaren Lichts, ist es eine Falschaussage, das blaues Licht gefährlicher ist als andere Farben.


    hier mal die Wellenlängen der Farben in nm


    Purpurblau 380–450
    Blau 450–482
    Grünlich-Blau 482–487
    Cyan (Blau) 488–492
    Bläulich-Grün 492–497
    Grün 497–530
    Gelblich-Grün 530–560
    Gelb-Grün 560–570
    Grünlich-Gelb 570–575
    Gelb 575–580
    Gelblich-Orange 580–585
    Orange 585–595
    Rötlich-Orange 595–620
    Rot 620–780


    Computerbrillen besitzen meist einen Filter, der blaue Lichtanteile stärker reduziert. Aus folgendem Grund. Reflektion und Streulicht nehmen mit fallender Wellenlänge (also höherer Frequenz) zu. Blau bei 400 nm wird ca 10x so stark refektiert und gestreut, als u.B. rot. Bei permanenten betrachten eines Monitors muss unser Gehirn und die Augen das kompensieren. Ist aber für beide anstrengend. Reduziert man den blauanteil, kann das Bild besser und leichter erfasst werden, es erscheint auch schärfer. Desweitern haben Computerbrillen sogenannte Einstärkengläser. Gläser mit angepassten Zonen wie.z.B Gleitsicht sind nur sinnvoll, wenn der Blick ständig zwischen Bildschirm , Schreibtisch und Raum wandert.


    Der Geldscheinprüfer strahlt mit 365 nm. Also knapp unter dem ersten sichtbaren Licht bei 380 nm. Floureszierende Substanzen, wie man sie von Geldscheinen und Briefmarken kennt haben die Eigenschaft, Licht mit einer etwas höheren Wellenlänge zu reflektieren, so das es für uns sichtbar wird. Das geschieht dann im Blaubereich.


    Mit 365 nm befinden wir uns am obersten Anfang der UV-A Strahlung. Langwellig und sehr energiearm. Die Leistung der Röhre ist gegenüber normalen Sonnenlicht marginal.
    Die flouresierenden Substanzen werden auch bei normalen Licht im sichtbaren Bereich reflektiert, aber durch die Überlagerung mit den anderen Farben im Licht können wir es nicht sehen. Die UV-Lampe strahlt nur mit einer Wellenlänge und es wird erkennbar.
    Da die Lampe nur im untersten sichtbaren Bereich strahlt werden sie auch gern Schwarzlichtlampen genannt.


    Gut, wenn du dir trotzdem Sorgen machst, solltest du nicht nur auf die Augen achten, sondern auch auf deine Haut. UV-A dringt aufgrund der hohen Wellenlänge am tiefsten in die Haut ein. Hier kann mit entsprechender Leistung ( das dieses Gerät nicht hat) ein Schnellbräunungseffekt ausgelöst werden, dier aber nicht lange anhält. Vorbräunungsstufen in Solarien nutzen diesen Effekt. Wenn man es übertreibt, kann es auch zur Lederhaut kommen.


    Aber es gibt auch ein Problem, wo man aufpassen sollte. Unser Auge ist normales Licht mit allen Farbanteilen gewohnt. In abgedunkelten Räumen mit wenig Tageslicht, nur künstlicher Beleuchtung und stundenlanger Arbeit mit diesem Gerät kommt es auf jeden Fall zu einer Überbeanspruchung der Rezeptoren auf der Netzhaut des Auges, welche für den blauen Bereich zuständig sind. Sie können dabei ermüden, Nebenwirkungen wären Reizungen, Augentrockenheit, Kopfschmerzen etc. Für dauerhafte Schäden gibt es noch keine Beweise.


    Kommen wir nochmal zur UV-A Strahlung.
    Hier sollte man eigentlich nicht so eine Rundumleuchte benutzen wie du es verlinkt hast. Das Teil strahlt doch in alle Richtungen. Es gibt doch auch Geräte in überdachter Desktopversion, wo die Strahlung nur auf die Betrachtungsfäche trifft.
    Dein Auge bekömme dann nur die Reflektion ab, die bei Papier, wenn es nicht gerade schneeweis ist, weit unter 30% liegt.


    so hier z.B.


    Was macht eine gute Brille aus?


    1. keine dunklen Gläser benutzen.
    dies führt zu Weitung der Pupille und damit zu veringertem natürlichen Strahlungsschutz.


    2. keine Kunststoffgläser
    Glas hat aufgrund seiner Molekülstruktur im UV-A und unterem UV-B Bereich schon einen natürlichen UV-Blocker. Leider nicht im gesamten UV-B Bereich, das sieht man an vergilbten Warenauslagen in Schaufenstern. Bei Kunststoffgläsern ist dieser Schutz nicht gegeben.


    3. Phototrope Gläser
    selbstönende Gläser passen ihren Schutz den Gegebenheiten an.


    4. Kennzeichnnug
    hat eine Brille ein CE, entspricht sie DIN EN ISO 12312-1 und der Richtlinie 89/686 EEC.
    Vorsicht bei Brillen aus Fernost. Die drucken alles drauf, was der Kunde lesen will.


    Ich hoffe mal, das ich nicht genervt hab mit dem vielen Text.

  • Diese Handdinger sind praktisch genug für unterwegs und auch für zu Hause. Eine UV-Brille brauchst du deswegen nicht, weil du mit der Hand die Lampe praktisch abdeckst beim Halten. Wenn du nicht gerade die Lampe direkt vor die Augen hältst, geschieht nichts Böses weil die Lampe nicht sehr stark ist.


    Die Bau/Verarbeitungsqualität solcher Lampen (gibt's von allen Herstellern, gleicher Chinese baut sie) ist, sagen wir mal grosszügig gesagt, etwas bescheiden.


    (Blaues Licht ist schon gefährlicher als andere Farben, Geingere Wellenlänge heisst höhere Energie, also grössere "Gefahr").