MiNr. 8 oder 7U ?

  • Hallo,


    wie lassen sich die beiden Marken unterscheiden, der online-Michel gibt diesbezüglich keine Auskünfte.


    Klaus


    MiNr. 6 - 8 Estland

    1919, 15. Mai/ 8. Okt. Freimarken: Ziffernzeichnung. Stdr. (1010); MiNr. 6 und 8 □; MiNr. 7 gez. L 11.


    Satz, Ausgabedatum: 15.5.1919

    d) Ziffernzeichnung


    MiNr. Details

    6 5 P orange (15. Mai) d 0,30 € 0,30 €

    7 10 P grün (17. Mai) d 0,50 € 1,00 €

    8 10 P grün (8. Okt.) d 0,30 € 0,30 €

    Satzpreis (3 W.) 1,00 € 1,60 €


    7 U ungezähnt 300,— 300,—


    Auflagen: MiNr. 6 = 4 006 800, MiNr. 7 = 1 061 200, MiNr. 8 = 3 034 800 Stück


    Gültig bis 30.6.1926


  • Die Michel-Nr. 7 U ist wohl eine Neuentdeckung?


    In meinem alten Osteuropa-Katalog gibt es diese Nr. noch nicht, die 7 gab es nur gezähnt und die 8 nur geschnitten. Ohne Unterscheidungs-Merkmale im Katalog kann man wohl nur gestempelte Exemplare anhand des Stempeldatums voneinander unterscheiden (Nr. 7 mit Stempel vom 17.5.-7.10.1919 und Nr. 8 mit Stempel ab 8.10.1919)?


    Gruß kartenhai

  • Zu Michel 7 U gibt es seit 2017 erstmals belastbare Erkenntnisse, da beim zuständigen Verbandsprüfer Thomas Löbbering in größeren Mengen solche Marken aus einer Haushaltsauflösung von Nachkommen des damaligen Druckereibesitzers aufgekommen sind. Ausführlich Bericht in BALTIKUM Nr. 04/2097, downloadbar von ArGe Baltikum - Mitteilungsblatt (arge-baltikum.de)


    Gruß

    Friedhelm