Neue Briefmarken im Oktober

  • Stifters Schreibfeder und Frauenkirche im Miniformat


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    Magdeburg. Die Deutsche Post hat in diesem Monat lediglich zwei Sondermarken zu insgesamt 1, 50 Euro herausgegeben, da der Erscheinungstermin der ebenfalls für den Oktober geplanten fünf Briefmarken auf den 1. Dezember 2005 verlegt wurde. Damit werden erstmals entgegen dem sonst üblichen Herausgabemodus im Dezember neue Briefmarken erscheinen.


    200. Geburtstag von Adalbert Stifter (95 Cent): Der Schriftsteller Adalbert Stifter wurde am 23. Oktober 1805 in Oberplan im Böhmerwald geboren. Er studierte in Wien Rechts- und Naturwissenschaften, war Hauslehrer, Maler und Schriftsteller. Seine ersten Erzählungen erschienen 1840. Er arbeitete für Almanache und Zeitschriften und interessierte sich während der Revolution von 1848 für die Bildungs- und Schulpolitik. In Linz wurde er 1850 Schulrat und 1852 Konservator der Denkmalpfl ege in Oberösterreich.


    Adalbert Stifters bekannteste Werke sind sein Bildungsroman „Der Nachsommer“, erschienen 1857 in drei Bänden, und das ebenfalls in drei Bänden von 1865 bis 1867 „Witiko“ erschienene böhmische Geschichtsepos. Bekannt sind auch seine Gedichte und Erzählungen wie „Bergkristall“, „Der Hochwald“, „Brigitta“ und „Abdias“. Adalbert Stifter war außerdem Landschaftsmaler. Er verstarb im Alter von 62 Jahren am 28. Januar 1868 in Linz.


    Professor Peter Steiner und Regina Steiner aus Stuttgart entwarfen die Sondermarke mit der Darstellung eines Manuskriptes und Adalbert Stifters Schreibfeder mit den Initialen AS.


    Weihe der Dresdner Frauenkirche (55 Cent): Ein sehenswertes Wahrzeichen der Stadt Dresden, die Frauenkirche, wird morgen in einem Gottesdienst wieder eingeweiht. Diese herrliche Barockkirche, die nach den Plänen des Architekten George Bähr im Jahr 1743 fertiggestellt wurde, war am 13. Februar 1945 durch britische Bomben schwer getroffen worden und zwei Tage später eingestürzt.


    Versuche, die Frauenkirche nach Kriegsende wieder aufzubauen, scheiterten an den finanziellen und materiellen Möglichkeiten. Der Trümmerberg und Reste der Kirche waren inmitten des wieder aufgebauten Dresden ein Mahnmal, bis nach der Wende durch Initiative der Dresdner eine weltweit umspannende Spendenaktion den Wiederaufbau der Kirche ermöglichte, die nach der Enttrümmerung am 27. Mai 1994 mit der Erststeinversetzung begann.


    Die Rekonstruktion erfolgte nach Originalbauplänen und unter teilweiser Verwendung von ursprünglichen brandgeschwärzten Sandsteinen und 15 000 Kubikmetern zwischen 1995 und 2004 neu gebrochenem sächsischen Sandstein.


    Architekten, Steinmetze, Zimmerleute, Goldschmiede, Maler – stellvertretend für die vielen Gewerke genannt – haben ein Kunstwerk außerordentlichen Ranges errichtet, wofür weltweit über 100 Millionen Euro Spendenmittel eingesetzt wurden (siehe auch Wochenend-Magazin).


    Die Sondermarke von Andrea Voß-Acker aus Wuppertal zeigt die wieder aufgebaute Frauenkirche und die Ruine mit dem Lutherdenkmal.



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