Privatpost COURIER München und Nürnberg

  • kartenhai


    Bei Ebay gibt es gerade 32 Ganzsachen der Münchner Stadtpost. Vielleicht ist da Deine gesuchte Karte mit dabei:


    Gruß kartenhai


    Danke für den Tipp. Da ist leider nichts für mich dabei, und die Qualität sieht auch nicht nach Sammlungs- und Albumfähigkeit aus.


    Aber bei dieser Gelegenheit beschreibe ich etwas, was vielleicht den einen oder anderen Forumler interessiert.

  • Zur Abwechslung mal wieder etwas Philatelistisches  :zwinklach::zwinklach::zwinklach:


    Eine selbstgestaltete Albumseite.


    PS.

    Bei dieser Gelegenheit fällt mir etwas ein: In Berlin gab es doch Ende des 19. Jh doch mehr als ein privates Postunternehmen. Gibt es eigentlich unter dieser Forumsgemeinde auch jemanden, der über seine Berliner Erfahrunjgen und seine Erkenntnisse berichtet?? :suche::suche::suche:

  • Mal etwas Anderes von der Münchener PRIVAT POST COURIER



    An der Postkarte P1 gibt es Feinheiten und Unterschiede, die noch etwas Beschäftigung einfordern.

    Ich habe mal versucht. Für die meisten Messungen habe ich anfänglich das MICHELperfoscope benutzt.

  • Ich kann leider keinen Beitrag zu Themen wie zum Beispiel "Einschreibezettel von Deutsch-Neuguinea" (Wieso eigentlich 'leider'? Sowas geht mir am A..ch vorbei) und zu Kommentaren wie "Gott strafe England. Er strafe es!" will ich die Zeit nicht verschwenden! Sorry @kartenhai ich meine es nicht persönlich! Andere Beiträge von Dir verfolge ich mit Respekt und Neugierde (Wie hast Du es eigentlich geschafft 21.142 Beiträge beizustellen? Wieviel Stunden investierst Du vor dem "Mäusekino"? Es ist doch jetzt laubreicher Herbst! Hast Du denn keinen Garten mit Sauerstoff spendenden Laubbäumen?


    Whatsoever period.


    Ich stelle nur eine Postkarte der Nürnberger COURIER PRIVATPOST ein. Ich finde diese Karte rätselhaft oder rätselreich. Philatelistische Mache kann ich mit Sicherheit ausschließen.


    LG Klaus (abrixas)

  • @ Vichy:


    Wenn ich mehrere wäre, hätte ich mich auch mit mehreren User-Namen angemeldet. :P


    abrixas


    Habe gerade im Garten 1 Stunde Laub zusammengerechnet, hauptsächlich Ahornblätter, gestern auch und vorgestern auch. Und wenn alles unten ist, kommt der Baum weg, ist viel zu groß und macht jedes Jahr mehr Arbeit. :cursing:


    Und Deine rätselhafte Courierkarte aus Nürnberg:


    Eine solche Not-Entwertung des Briefträgers ist für mich nicht sammelnswert, ich bevorzuge schöne Stempel, kein Gekritzel!


    Gruß kartenhai

  • Und Deine rätselhafte Courierkarte aus Nürnberg:


    Eine solche Not-Entwertung des Briefträgers ist für mich nicht sammelnswert, ich bevorzuge schöne Stempel, kein Gekritzel!


    Gruß kartenhai

    kartenhai

    Sehe ich anders !

    Diese Postkarte wirkt rätselhaft! Kein Stempei – Der Name „Nürnberg“ mit Federzug durchgestrichen und mit der Zielangabe „Landbezirk“ überschrieben. Der Wertstempel ist mit Federstrich (Nicht mit Stift durchgekreuz! Ein Briefzusteller hat keine Tinte und keine Feder bei sich ). Was der Absender mit Landbezirk meinte, erschließt sich mir nicht. Denn für die Privatposten galt die Stadtgrenze als Zusellbereichsgrenze.

    Die Adressangabe ist präzise. „Centralfriedhofstraße“ „Ecke Wilhelmstraße“ klingt micht nach „Landbezirk“. Und die Bestellung auf der Rückseite ist vom Absender auch sehr detailliert, war offenbar dem Absender sehr wichtig.



    Dagegen ist die Fliegenschiss-Suche auf DDR-Marken leichter. :zwinklach::zwinklach:

  • Sehr amüsanter Thread (grins) mit vielen Aspekten


    Mein Mostrich hierzu:


    I. Landbezirk

    Leider kenne ich mich in der Geschichte Nürnbergs wenig aus, aber bei vielen größeren Städten gab es ländliche Territorien, die aus unterschiedlichen Gründen zum Besitz bzw. zum Verwaltungsgebiet der Stadt gehörten. D.h. das Stadtgebiet umfasste de iure mehr als nur die urbanisierten Bereiche. Könnte das hier nicht auch der Fall sein? https://www.nordbayern.de/regi…Page=bm9yZGJheWVybi5kZQ==


    II. Fliegenschiss

    Die Philatelie ist vielfältig und umfasst sowohl die direkte Beschäftigung mit Objekten in Form von Postwertzeichen (incl. der Suche nach Fliegenschissen), als auch die Beschäftigung mit Objekten der postalischen Kommunikation unter postgeschichtlichen und anderen historischen Gesichtspunkten.

    Alles hat seine Daseinsberechtigung und ich zitiere hier mal den schon länger nicht mehr gesichteten Doktorstamp: Sammeln wie es einem Spaß macht!


    So, das war mein Wort zum Freitag. Allen noch viel Spaß mit Euren Sammelobjekten!

    Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas.

  • In den Jahren 1886 bis 1900 gab es mehr als 250 Privatpostanstalten in etwa 170 Städten und Orten des Deutschen Reichs.


    Am 31. März 1900 wurde dieses Kapitel deutscher Postgeschichte zwangsweise beendet. Das Deutsche Reich ließ sich das neu erschaffene Postmonopol 8,2 Millionen Goldmark kosten.


    So liest es sich auf der Web-Startseite der ArGe Privatpost-Merkur. Ich schätze die Schriftenreihe „Privatpost“. Ich beschränke mich auf Privatpostanstalten, die damals im Königreich Bayern exisierten. Und mein Hauptaugenmerk konzentriert sich auf München und Nürnberg.

    Heute zeige ich einige Entdeckungen über ich berichten will.





  • Machen wir mit der P5 weiter und schauen uns diese echt gelaufene Karte an.


    Aus dem Band IV des Verfassers Meier zu Eisen sind die Zustellzeiten der Briefzustellers zu erfahren. Und diese Zustellzeiten sind aus dem abgeschlagenen Stempel zu entnehmen. Dieser COURIER-Poststempel weist hier keine Zeitangabe auf. Sieht man sich das Datum genauer an, so kann man ahnen, was der Grund dafür sein könnte. Zum Jahreswechsel war es Ende des 19. Jahrhunderts und zum Beginn des 20. Jahrhunderts der Brauch Glück- und Segenswünsche via Postkarte an Geschäftsfreunde und gute Bekannte zu versenden. Die Postkästen waren deshalb sehr, sehr gut gefüllt, sodass zusätzliche Leerungszeiten angesagt waren. Die Leerungszeit wurde entweder entfernt oder ausgebalkt. (Siehe Beispiel).

    Und nicht nur anhand der fehlenden Zeitangabe kann man auf die Überlastung des Privatpostpersonals schließen. Die Entwertungsstempel hatten noch ein kleines Unterscheidungsmerkmal: München hatte ein sechszackigen Stern und Nürnberg eine fünfzackigen Stern (Davidstern und Pentagramm). Offensichtlich haben die Nürnberger COURIER-Bureaus den Münchener Kollegen ihre nicht dringend benötigten Stempel ausgeliehen. Spezialisten suchen derartige klar lesbare Fremdabschläge.