Die Neue stellt sich kurz vor

  • Hallo an alle,


    erst dachte ich ja, ich bin im falschen Thema....aber scheint nicht so:)

    Also ich bin Matilda, Anfang 40 und habe vor 2 Monaten die Briefmarkensammlung meiner Oma geerbt. Verkaufen wollte ich sie nicht und als ich mir die Alben genauer ansah, merkte ich wie viel Arbeit und Sammelleidenschaft Omi da hineingesteckt hatte.

    Ich kaufte mir einen Michelkatalog und fing an die Briefmarken in meinen Computer einzuspeichern. Sortiert sind sie ja schon. Ich werde wohl noch Jahre brauchen bis die Datei vollständig ist^^

    Auf jeden Fall keimte in mir so langsam das Interesse. Tja, und nun bin ich mitten drin.

    Ich möchte Oma´s Sammlung vervollständigen, brauche aber dringend noch ganz viel Wissen zwecks Bestimmung, auf was ich achten muss beim Kaufen und Sammeln und vorallem verstehe ich noch nicht alle Bezeichnungen welche so in der Philaterie verwendet werden.

    Ihr seht, ich stehe noch ganz am Anfang und ich hoffe sehr bei euch ganz viel zum Thema lernen zu können.

    Ach so, meine Richtung wird vorläufig Altdeutschland und das deutsche Reich sein. Die jüngeren Alben sind ja weitgehendst vollständig.


    So viel erstmal zu mir....


    Beste Grüße

    Matilda

  • Hallo Matilda,


    Willkommen im Forum, schön das du dich für das Sammeln

    entschieden hast. Zeig doch einfach mal die ersten Seiten

    im Album,da können wir schon mal sehen wie weit die

    Sammlung schon ist .


    Mit freundlichen Grüßen winnir

    Winnir

    Suche Tauschpartner für Polnische Briefmarken.


    Lg winnir

  • Hallo Winnir,


    habt ihr etwa alle eure Briefmarken als Fotos auf dem Rechner?:|

    So was hab ich noch gar nicht gemacht. Ich hab nur die Michel Nr. und die Anzahl und ob Sie gestempelt oder ungestempelt sind in meiner ( noch unfertigen) Datei.

    Aber unabhängig davon werde ich die nächsten Tage mal Fotos machen und dann hier einstellen. Mir erscheint, dass Altdeutschland und DR bei mir noch viel Potential zum Sammeln hat.

    Muss ich dazu ein neues Thema eröffnen?


    Was ich gern wissen würde, wäre die Sache mit der Falz auf der Rückseite.

    Bei manchen kann ich keine erkennen- die sind dann wohl mal von einem Brief abgelöst worden, oder? Dann erkennt man auch kein Wasserzeichen mehr, richtig?

    Und dann hatte ich heute eine in der Hand, die hat nur über die Hälfte der Briefmarke so eine Klebestelle, wohl Falz genannt.

    Was davon ist gut und was ist eher wertmindernd??

    Entschuldigt bitte, wenn das alles so dümmlich klingt, aber ich hab wirklich niemanden in meinem persönlichen Umfeld, der sich mit Briefmarken beschäftigt und mir was erklären kann.

    Ich bin sozusagen ein Analphabeth der Philatelie?(


    Viele Grüße

    Matilda

  • Hallo Matilda,


    bei den Falzen musst Du zunächst unterscheiden:


    Ein Falz bei einer gestempelten Marke ist "egal". Er ist weder wertsteigernd noch wertmindernd. Also einfach nicht beachten. Alle gestempelten Marken sollten i.d.R. irgendwann mal auf einem Brief geklebt haben und abgelöst worden sein. Früher wurden sie dann halt oft mit Falzen versehen, um sie im Album zu befestigen.


    Bei ungestempelten Marken ist der Falz ganz klar stark wertmindernd. Denn dann ist die Marke nicht mehr postfrisch (Zeichen im Katalog: **), sondern eben nur noch ungebraucht (Zeichen im Katalog: *). Das ist dann ungefähr so wie eine ungestempelte Marke ohne Gummi.


    Was Du mit "Klebestelle über die Hälfte der Briefmarke" meinst, ist mir nicht klar. Zeig doch mal ein Bild davon. Ohne Bilder geht hier im Forum sowieso nur ganz wenig. Gut ist es, gleich Scans in hoher Auflösung anzufertigen und gar nicht erst mit Handy-Fotos zu experimentieren. Ein ganz normaler Scan ohne großen Aufwand ist besser als jedes Foto. Also: Scanner kaufen, falls Du noch keinen hast. Muss kein besonders teures Gerät sein. Auch ein gebrauchtes Teil für 20-30 Euro tut den nötigen Dienst.


    Ansonsten: Willkommen im Forum und viel Spaß hier wünscht

    Christoph

  • Hallo Christoph,


    vielen dank erstmal für deine Antwort.

    Im Moment hilft mir wirklich jeder Satz zum Thema um das alles verstehen und zu verinnerlichen zu können.


    Scannen?

    Ok, macht natürlich Sinn. Bis jetzt mochte ich die Briefmarken kaum anfassen um nix zu knicken oder kaputt zu machen. Aber offenbar ist das kein Problem.

    Dann werde ich die Tage mal einiges einscannen um euch ein paar Einblicke zu verschaffen.


    Habt vielen Dank für eure freundliche Aufnahme hier!


    VG

    Matilda

  • anfassen natürlich immer nur mit Pinzette! Aber vielleicht brauchst Du sie ja zum Scannen nicht mal aus dem Album herausnehmen, sofern es Einzelseiten im Album (Ringbinder) sind? Das Scannen (Licht) schadet den Marken nicht.


    Viele Grüße

    Christoph

  • Hallo,

    Ich kaufte mir einen Michelkatalog und fing an die Briefmarken in meinen Computer einzuspeichern. Sortiert sind sie ja schon. Ich werde wohl noch Jahre brauchen bis die Datei vollständig ist^^

    erstmal willkommen im Forum.


    Das einzige, was du meines Erachtens zum Vervollständigen einer Sammlung brauchst, ist eine Fehlliste. Auf dieser stehen, logischerweise, nur die Michelnummern, die in der Sammlung noch fehlen.

    Ich möchte Oma´s Sammlung vervollständigen, brauche aber dringend noch ganz viel Wissen zwecks Bestimmung, auf was ich achten muss beim Kaufen und Sammeln und vorallem verstehe ich noch nicht alle Bezeichnungen welche so in der Philaterie verwendet werden.

    Was Begriffe angeht: was du mit Hilfe von Gurgel (oder Qwant) nicht findest, hier als Frage einstellen, dann wird Sie geholfen.


    Was du noch an Ausrüstung brauchst:

    - Wasserzeichen: oftmals reicht es, die Marke mit der Bildseite auf eine schwarze Unterlage zu legen. Falls dies nicht funzt, kannst du die Marke einfach ins Wasser legen, das reicht in vielen Fällen, natürlich muss man die Marke danach trocknen und plätten. Bei postfrischen geht diese Methode natürlich nicht, dann brauchst du Wundbenzin + Pipette, und einen gut belüfteten Platz (Benzin ist krebserregend).

    - Lupe (10fache Vergrösserung oder mehr)

    - Trockenbuch: zum besagten Trocknen und Plätten. Eines mit Folienblättern zw. den Trockenblättern nehmen, die Marke mit der Gummiseite auf die Folie legen, dann kann sie nicht festkleben. Die Marken mit Klo- oder Küchenpapier vortrocknen, dann ins Trockenbuch. Das Trockenbuch ordenlich beschweren (10 Bände Brockhaus o.Ä.), ansonsten werden die Seiten des Trockenbuches wellig.

    - eventuell einen Michel Farbenführer


    Edit:

    - eventuell einen Zähnungsschlüssel. Auf denen, die ich habe, ist ausser dem Schlüssel auch eine Millimeterskala, unterteilt in halbe Millimeter (zum Bestimmen der Abmessungen des Markenbildes). Messe ich diese mit einer Präzisionsschieblehre nach, muss ich feststellen, daß einige ungenau sind (der cm ist dann z.B. 1.05 cm lang).


    Klaus

  • Hallo Matilda,


    herzlich Willkommen im Forum. Schön, hier eine wirkliche Neueinsteigerin begrüßen zu können.


    Als erstes möchte ich dir den Rat geben, dir Zeit zu lassen. Bitte starte jetzt nicht mit dem Ankauf von fehlendem Material, sondern beschäftige dich zuerst intensiv mit dem vorhandenen. Schau dir die Briefmarken genau an, studiere die verschiedenen Drucktechniken, das verwendete Papier, die Zähnung und vor allem die Motive. Einige Erklärungen dazu solltest du in deinem Katalog finden. Eventuell wird dadurch schon deine Neugier in eine ganz andere Richtung gelenkt.


    Falls du dann tatsächlich beim Deutschen Reich oder gar Altdeutschland bleiben solltest, studiere vorher Literatur. Gerade zu den Ausgaben bis Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts gibt es eine fast unüberschaubare Anzahl an Publikationen, die einem einerseits die Vielzahl der Sammlungsmöglichkeiten aufzeigen, andererseits vor Fälschungen schützen. Keine Angst, diese kann man in mehreren Bibliotheken ausleihen, auch per Fernleihe.


    Wenn du dir sicher bist, dass du bei unserem gemeinsamen Hobby bleiben willst, ist es sich auch sinnvoll, persönliche Kontakt zu anderen Sammlern zu knüpfen. Vielleicht gibt es hier Leser, die in räumlicher Nähe zu dir Leben, oder es gibt einen Briefmarkenverein in deinem Heimatort oder Tauschtage.


    Wichtig ist auch, wenn du Fragen hast, frage. Es gibt keine dummen Fragen, höchsten dumme Antworten.


    In diesem Sinne, viel Freude mit den kleinen Gezackten.


    Marko

  • Hallo Matilda,


    auch von mir ein herzliches willkommen in unserer Runde :]:]:]


    Es ist schon fast alles an Tipps geschrieben worden, wichtig ist wirklich, dass Du erst mit der Materie vertraut wirst, ehe Du eventuelle Fehleinkäufe tätigst.

    Briefmarkensammeln ist ein Hobby der Entspannung und da darf Zeit keine Rolle spielen ;):P

    Allso laß Dir Zeit und lies Dich ein, denn Du hast Dir ein Gebiet ausgesucht, was eigentlich schon allein eine Lebensaufgabe ist, da eine vernünftige Sammlung zu erstellen ;)

    Ohne Ahnung kannst Du hier viel Geld "verbrennen", Schlawiner lauern überall !


    Aber Du schaffst das und wirst in ein paar Jahren anderen Neueinsteigern viele hilfreiche Tipps geben können :)


    Was die philatelistischen Begriffe betrifft, die stehen alle am Anfang Deines Michelkataloges. Was Du nicht verstehst einfach wikipedia anklicken, oder einfach uns fragen, fragen kostet nix !


    Dann nochmals viel Spaß beim sammeln, es ehrt Dich, die Sammlung Deiner Oma weiterzuführen und nicht zu verklickert :!:


    Bei Fragen zu DDR stehe ich Dir gerne jederzeit zur Verfügung !


    Viele Sammlergrüße von

    Wolle

  • Vielen Dank für eure Willkommensgrüße!

    Dieses Forum scheint mir sehr freundlich zu sein. Ich habe bereits einige Beiträge gelesen und der Umgangston hier gefällt mir ausgesprochen gut.

    Heute habe ich versucht einige Seiten aus einem der mindestens 20 Alben von Oma zu scannen.

    Die Bilder dazu zeige ich euch lieber nicht. Die Seiten haben nicht ideal auf den Scanner gepasst uns so ist das meiste sehr verschwommen. Ich werde die Marken wohl dann doch aus dem Album entnehmen müssen, was ich aber vermeiden wollte um nicht alles durcheinander zu bringen.

    Fehlkäufe...hm, ich habe gestern abend bei der Bucht ein bissi gekauft. Vielleicht war das wirklich ein Fehler, wenn man sich, so wie ich, nicht auskennt. Aber ich habe nur einen kleinen Taler investiert und werde es vermutlich verkraften können.

    Der Michelkatalog ist schon echt eine tolle Sache, mich irritiert allerdings, dass einige Motive über mehrere Jahre gedruckt wurden. Wie um alles in der Welt finde ich denn das richtige Jahr der entsprechenden Marke?

    Hindenburg nur mal als Beispiel genannt....

    Genauso wie das Wz....auf vielen Marken kann ich absolut nix erkennen. Die Tipps von Klaus sind sicher superlieb gemeint, aber eine Marke in Wasser legen mit meinem umfangreichen NICHTwissen halte ich für gewagt. Am Ende mache ich mehr kaputt...ich kenne mich ja nur zu gut.

    Vielleicht muss man aber auch nur sein Auge ein wenig schulen, ist ja in der Fotografie auch so. Mit der Zeit schaut man ganz anders auf die Dinge.

    Ich werde mal schauen, ob ich hier im Forum noch andere Beiträge von Phila-Anfängern finde. Dann müsst ihr nicht alles hundertmal mit uns Küken durchkauen.

    Obwohl, so wie ich es bislang gesehen habe, scheint es nicht viele hier zu geben, die so furchtbar frisch anfangen wie ich.

    Also, wenn es hier schon so einen Einsteiger-Thread gibt und ich den bisher nur nicht gefunden habe, würde ich mich über eine Link oder Wink dahin freuen.


    Beste Grüße

    Matilda

  • Moin,

    Der Michelkatalog ist schon echt eine tolle Sache, mich irritiert allerdings, dass einige Motive über mehrere Jahre gedruckt wurden. Wie um alles in der Welt finde ich denn das richtige Jahr der entsprechenden Marke?

    Hindenburg nur mal als Beispiel genannt....

    Von den Hindenburg-Medaillons gibt es Ausgaben mit 2 verschiedenen Wasserzeichen, bei der Ausgabe mit Wz.4 wurden die einzelnen Marken an verschieden Zeitpunkten der Jahre 1933-1936 ausgegeben, dies steht im Michel (im Junior allerdings nicht).


    Bei Freimarken ist es allgemein so, daß nach dem Ausgabedatum bei Bedarf an späteren Zeitpunkten Marken nachgedruckt werden, dies wird allerdings im Katalog nicht vermerkt.


    Was das Wz angeht; es gibt wasserempfindliche Marken, und es gibt benzinempfindliche, der Katalog gibt in diesen Fällen diesbezüglich Auskunft (der Junior vermutlich nicht), also vorsichtshalber nachschauen, bevor man Wasser oder Benzin benutzen will zwecks Bestimmung.


    Klaus

  • Der Michelkatalog ist schon echt eine tolle Sache, mich irritiert allerdings, dass einige Motive über mehrere Jahre gedruckt wurden. Wie um alles in der Welt finde ich denn das richtige Jahr der entsprechenden Marke?

    Hindenburg nur mal als Beispiel genannt....

    Die Freimarkenserien mit dem "Kopfbildnis des Herrn Reichspräsidenten von Hindenburg" ist eine Freimarkenserie. Im Gegensatz zu einer Sondermarke, welche anlassbezogen herausgegeben wird, steht eine Freimarkenserie für einen langen Zeitraum zur Freimachung zur Verfügung. In unserem Beispiel vom 1. Oktober 1932 bis zum 8. Mai 1945.


    In diesem Zeitraum wurden zum einen Farben für bestimmte Portostufen geändert (z.B. 0,12 Reichsmark von orange zu rot), es kamen neue Wertstufen oder Ergänzungswerte hinzu (z.B. 0,01 Reichsmark) oder es gab neue Anweisungen zur Beschaffenheit der Briefmarken (Wasserzeichen Hakenkreuz ab 1934).


    Um das Wasserzeichen zu erkenne, versuche einmal folgendes: Halte die Briefmarke waagerecht auf Augenhöhe vor einer Lichtquelle. Nun kippe diese Marke ganz leicht. Mitunter habe ich mit dieser Methode Erfolg.

  • Danke für die Ratschläge mit den Freimarken. Das schaue ich mir dann nochal genauer an!


    Heute ist meine Bestellung aus der Bucht gekommen und ich habe mich sofoer dran gesetzt die Marken ins Album zu sortieren...mit Pinzette natürlich.

    Und ehrlich gesagt stelle ich mich vermutlich verdammt dämlich an.

    Ich habe noch mehrere leer Alben von Oma mit Glanzfolie. Die blöden Folien sind aber derart stark gespannt, dann kaum eine Briefmarke dazwischen geht. Also habe ich die mit dem Finger etwas nach unten gezogen, so das sie etwas abstehen von der Seite. Natürlich sind einige Folien direkt gerissen:rolleyes:

    Bin ich wirklich so doof oder wie macht ihr das?

    Auf jeden Fall sind nun fast alle im Album. Müssen um die 150 Stück gewesen sein.

    Bei der Gelegenheit habe ich mir von allen die Rückseiten angeschaut. Ich habe viele Wasserzeichen erkann, viele aber auch nicht.

    Aber mein Herz schlug direkt höher als ich bereits geprüfte Marken entdeckte....so mit klitzekleinem Stempelchen. Das begeiterte mich. Also habe ich vielleicht doch nicht nur Schrott gekauft.:)

    Und eine Marke war sogar mit "Falschstempel" gestempelt. Sollte ich die gleich wegwerfen?

    Ich hab sie erstmal mit einsortiert, weil ich euch erst fragen wollte.


    So, heute bin ich ein zufriedener Anfängersammler und die nächsten Tage versuche ich die passenden Michelnummern für die Neuen zu finden. Auja, die Philatelie macht mir wirklich Spass...


    Euch nen schönen Abend

    Matilda

  • Auja, die Philatelie macht mir wirklich Spass...

    So soll es sein!


    Zu deinen Problemen, die sicher jeder auch von uns am Anfang hatte.

    Zum Einsortieren im Album, das Albumblatt etwas wölben oder mit der Pinzette den Hintergrund etwas runterdrücken.


    Als Falsch geprüfte Briefmarken, bei deiner war ja der Stempel gefälscht, diese tu ich bei mir in ein ganz kleines Album extra, quasi ein "Giftschrank". Kann man vielleicht mal als Vergleichsmarke brauchen.