Baumberg: Farbenpracht über und auch unter Wasser

  • Briefmarkenfreunde und Aquarienverein präsentierten sich am Wochenende in einer gemeinsamen Ausstellung. Schließlich schillert beides in bunten Farben.


    Baumberg. Zwei Veranstaltungen unter einem Dach: Im Bürgerhaus Baumberg kamen am Wochenende sowohl Briefmarkenfreunde wie auch Fans der Aquaristik voll auf ihre Kosten. Die Briefmarkenfreunde Monheim hielten dort einen Großtauschtag mit überregionaler Beteiligung ab, dem sich ein Händlerstand hinzustellte.


    Ins Foyer waren Mitglieder des örtlichen Aquarienvereins "Küssender Gurami 80" eingezogen. "Wir tun uns gegenseitig nicht weh. Die Besucher hüben und drüben sind angetan von den beiden Präsentationen", so die beiden Vorsitzenden Marian Pytlik (Briefmarkenfreunde) und Manfred Krüger (Aquarienverein).


    Hauptrenner beim Briefmarkentausch war dieses Mal Westeuropa. Mit der Lupe beäugten die Sammler das winzige Etwas. "Die Marke muss sauber und rund mit Ort und Datum gestempelt sein, sonst verliert sie an Wert", erklärt Jörg Wandersleben von den örtlichen Philatelisten. Er selbst sammelt Norwegen und Irland und ist an diesem Tag mit dem Verkauf zufrieden.


    Johann Deckers (75) ist seit mehr als zehn Jahren Mitglied bei den Briefmarkenfreunden und Thailandsammler. "Ich bin Asienliebhaber, obwohl ich den Erdteil noch nie besucht habe. Die Briefmarken sind äußerst farbenprächtig und schön im Motiv. Das alles liebe ich", erklärt er.


    Die Briefmarkensammler richten sich vor allem nach dem internationalen "Michel"-Katalog. Vorsitzender Pytlik: "Grundsätzlich sammeln unsere Mitglieder die Bundesrepublik Deutschland und die ehemalige DDR. Briefmarkenfreunde im Ausland sammeln vielfältiger." Mehr als 70 Interessierte waren zum Großtauschtag gekommen. Für den Vorstand der Briefmarkenfreunde eine stattliche Zahl, mit der er zufrieden ist, da der 35-köpfige Verein wie auch andere Vereine und Verbände überaltert ist. Das Durchschnittsalter liegt bei 60 Jahren, weshalb Jugendliche dringend gesucht werden.


    Bei der Fischbörse wird im Gegensatz zu den Briefmarken mehr gekauft als getauscht. Vor allem Welse diverser Arten wechselten am Sonntag ihren Besitzer. Lara (7) zieht ihren Vater am Rockzipfel: "Guck` mal den schönen blau-roten Fisch. Wie heißt der?" Vater Rolf weiß leider keine Antwort und geht kurzerhand zu Peter Spaan.


    Der ist Schriftführer im Aquarienverein und gibt gerne Auskunft: "Das ist ein Neon-Fisch, der hat seinen Namen wegen des leuchtenden Rottons." Lara ist zufrieden und schlendert weiter zu Barschen und Garnelen.


    Auch Fische benötigen gute Sachkenner, denn man muss Wasserbedingungen wie in ihrer Heimat schaffen. Spaan: "Besonders bei der Zucht ist das von großer Wichtigkeit." Im Laufe des Nachmittags mussten die Fischfreunde viele Fragen beantworten, so unter anderem zu starkem Algenwuchs, zu Wachstum und Ernährung der Fische sowie geeigneten Pflanzen. Nachwuchssorgen plagen übrigens auch den Aquarienverein, dessen 25 Mitglieder alle zwischen 40 und 65 Jahre alt sind.


    # Weitere Infos: Briefmarkenverein: Pytlik, Ruf 6 10 79; Aquarienfreunde: Spaan, Ruf 3 05 43.



    Quelle:



    Fische und Briefmarken standen bei der Börse am Wochenende gleichermaßen im Mittelpunkt.

    Bilder

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