Berlin 64-67 (grüner Aufdruck)

  • Gibt es irgendwelche weitergehenden Informationen darüber, warum dieses Provisorium am 01. August 1949 notwendig war? Die Berlin-Blockade war schon vorbei, es gab auch schon eine neue Dauermarkenserie (42-60) ab März 1949. Im Michel-Katalog steht etwas von einem neuen Postkrieg, bei dem Westberliner Marken nicht anerkannt wurden. Die alten Kontrollratsmarken mit grünem Aufdruck wurden dann aber anerkannt?

  • Im Rundbrief 201 der FG Berlin steht dazu: "[...] damit frankierte Sendungen erreichten dann allerdings ihre Empfänger und wurden "nur" mit Nachgebühr belegt, weil die ostzonale Post ab 21. März 1949 vom Zurückweisungsverfahren zur Erhebung von Nachporto übergangen worden war."


    Mehr dazu soll im Handbuch "Der Berliner Postkrieg 1948/1949" von Dr. Wolfgang Elsner 2005 stehen.


    In Rundbrief 177 steht zudem, dass es einen absehbaren Mangel an Bauten-Marken gab, der mit Grünaufdrucken kompensiert werden sollte. Dazu findet sich in Rundbrief 184 sogar der Scan einer Pressemeldung des Deutschen Pressedienstes. Auch dort stand, dass die Grünaufdrucke einen Mangel an Marken für gängige Portostufen ausgleichen sollten.