Belege aus Deutschland vom 9. Mai 1945 - 31. Dezember 1949

  • Hallo labarnas,


    es handelt sich zweifellos um einen philatelistisch beeinflussten aber echt gelaufenen Beleg an den Philatelisten und Prüfer Kurt Zirkenbach. Als Sammler dieses Gebietes bin ich froh, eine Marke mit einer Auflage von nur 207.800 Stück vom zweiten Tag der Gültigkeit in dieser Versendungsform zeigen zu können. Die Bogenfelder sind übrigens die 50, 51, 60 und 61.


    Viele Grüße


    Marko

  • Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 11. August 1945 ab Neuhaus nach Schwerin (beide OPD Schwerin - Sowjetische Besatzungszone). Da es zu diesem Zeitpunkt noch keine gültigen Briefmarken gab, griff man zur Barfrankatur.



    Auch die Stadt Neuhaus (2.793 Einwohner) wechselte am 1. Juli 1945 von der Britischen Besatzungszone (RPD Hannover) zur Sowjetische Besatzungszone (OPD Schwerin). Dieser Wechsel lässt sich gut an der Postleitgebietszahl "20" statt der "3" im Stempelgerät nachvollziehen.

  • Zuerst Danke für die Antwort :-)


    ich habe wegen dem Prosasatz "da am Postschalter scheinbar keine weiteren Postwertzeichen vorlagen, handschriftliche mit "-30" auf dem Brief dokumentiert und zusätzlich wurde der Stempel "Gebühr bezahlt." in roter Farbe abgeschlagen." geschrieben. Es auch anders gewesen sein. Und warum sollte man am Schalter, wenn es keine 30 Pfg + 12 Pfg gibt so eine Mühe machen. Es wäre der gesamte Betrag erhoben worden und Stempel. Deshalb lag die Vermutung nahe, dass es einen anderen Grund hatte. Was aus meiner Sicht keinen Abbruch tut. Ich sammle die Berliner Bärenmarken und habe die auch mit einigen OPD-Marken auf einem Beleg. Klar der Beleg ist ein nettes Schaustück, aber er wurde eben von einem Händler erstellt.


    Noch etwas zu den Nr. Die können nicht stimmten. In meinen Katalog steht 10 x 10 bei der 39. Es kann immer nur, wenn es der rechte Seitenrand ist, mit 51, 61 losgehen. Und ich habe deshalb auch gefragt, weil in meinem Schantl-PF-Katalog bei der 61 ein PF vermerkt ist, den ich aber auf der Marke nicht gefunden habe. Der Unterstrich ist nicht in dem Katalog.


    Grüße

    labarnas

  • Hallo Labarnas,


    Absender des Beleges war ein Franz Hess (nach dem Adressbuch 1935 Obersteuerinspektor) aus Ludwigslust. Ob es sich dabei in 1946 um einen Händler handelte, entzieht sich meiner Kenntnis. Von ihm kann ich aber mehrere Belege aus dem Zeitraum Januar bis Februar 1946 in Bar- und Teilbarfrankaturen zeigen. Er scheint ein sehr umtriebiger Briefmarkensammler gewesen zu sein.


    Mit den Feldnummern hast du natürlich recht. Es sind die Felder 51, 52, 61 und 62.


    Zu dem Plattenfehler (Bruch der linken Außenlinie vor "V" von Vorpommern?) kann ich dir mitteilen, dass es sich dabei um ein Feldmerkmal nur auf dem A-Bogen handelt. Auf dem B-Bogen kommt dieser nicht vor. Quelle: Rundbrief 97 der Arbeitsgemeinschaft Mecklenburg-Vorpommern vom September 1988.


    Viele Grüße


    Marko

  • Verschlossener Inlandsbrief im Ortsverkehr bis 20 g vom 3. Juli 1945 ab Rostock (Sowjetische Besatzungszone). Mangels gültiger Postwertzeichen, diese standen auf dem Gebiet der Oberpostdirektion Schwerin erst ab dem 28. August 1945 zur Verfügung, wurde das vereinnahmte Porto in Höhe von 8 Pfennig durch den Abschlag des zweizeiligen Rechteckstempels "Gebühr / bezahlt" in roter Farbe dokumentiert (Barfrankatur). Zusätzlich wurde die Höhe des Portos mit Bleistift notiert. Auf dem Postamt wurde zudem der Zweikreisstegstempel "SEESTADT ROSTOCK 3 / f" mit abgeschlagen.


  • Portorichtig frankierter Inlandsbrief im Ortsverkehr bis 20 g vom 5. November 1945 ab Wismar (Sowjetische Besatzungszone). Das Porto in Höhe von 0,08 Reichsmark wurde unter Verwendung einer Mi.-Nr. 11 xa entrichtet und das Postwertzeichen mit dem Zweikreisstegstempel "(3) WISMAR / c" - aptierte Postleitgebietszahl - entwertet.


  • Portorichtig frankierter Inlandsbrief im Ortsverkehr bis 20 g vom 26. Dezember 1945 ab Güstrow (Sowjetische Besatzungszone). Das Porto in Höhe von 0,08 Reichsmark wurde unter Verwendung einer Mi.-Nr. 12 entrichtet und das Postwertzeichen mit dem Zweikreisstegstempel "(3) GÜSTROW / l" - aptierte Postleitgebietszahl - entwertet.


  • Portorichtig frankierter Inlandsbrief im Ortsverkehr bis 20 g vom 22. Februar 1946 ab Anklam (Sowjetische Besatzungszone). Das Porto in Höhe von 0,08 Reichsmark wurde unter Verwendung einer Mi.-Nr. 14 entrichtet und das Postwertzeichen mit dem Kreisstegstempel mit Bogen oben und unten "ANKLAM / f" entwertet.


  • Verschlossener Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 30. Juli 1945 ab Wolgast (Sowjetische Besatzungszone) nach Bischofswerda (Sowjetische Besatzungszone). Mangels gültiger Postwertzeichen, diese standen auf dem Gebiet der Oberpostdirektion Schwerin erst ab dem 28. August 1945 zur Verfügung, wurde das vereinnahmte Porto in Höhe von 12 Pfennig durch den Abschlag des einzeiligen Stempels "Bezahlt" in violetter Farbe dokumentiert (Barfrankatur). Auf dem Postamt wurde zudem der Ortsnotstempel "Wolgast" in violetter Farbe abgeschlagen.


  • Portorichtig frankierter Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 9. Januar 1946 ab Penkun (Sowjetische Besatzungszone) nach Berlin. Das Porto in Höhe von 0,12 Reichsmark wurde durch Verwendung einer Mi.-Nr. 16 entrichtet und das Postwertzeichen mit dem Zweikreisstegstempel"PENKUN / über / STETTIN 1" entwertet.


  • Portorichtig frankierter Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 28. Dezember 1945 ab Boizenburg (Sowjetische Besatzungszone) nach Gotha (Sowjetische Besatzungszone). Das Porto in Höhe von 0,12 Reichsmark wurde durch Verwendung einer Mi.-Nr. 17 entrichtet und das Postwertzeichen mit dem Zweikreisstegstempel"(3) BOIZENBURG (ELBE) ORT / d" - aptierte Postleitgebietszahl - entwertet.


  • Portorichtig frankierter Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 15. Februar 1946 ab Borckenfriede (Sowjetische Besatzungszone) nach Obersontheim (Amerikanische Besatzungszone). Das Porto in Höhe von 0,12 Reichsmark wurde durch Verwendung einer Mi.-Nr. 18 entrichtet und das Postwertzeichen mit dem Kreisstegstempel mit Bogen oben und unten "BORCKENFRIEDE / (VORPOMM.)" entwertet.



    Der Brief durchlief die amerikanischen Zensur.

  • Portorichtig frankierter Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 21. Februar 1946 ab Zinnowitz (Sowjetische Besatzungszone) nach Dresden (Sowjetische Besatzungszone). Das Porto in Höhe von 0,12 Reichsmark wurde durch Verwendung einer Mi.-Nr. 19 entrichtet und das Postwertzeichen mit dem Kreisstegstempel mit Bogen oben und unten "ZINNOWITZ / b / auf USEDOM" entwertet.


  • Portorichtig frankierter Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 10. Februar 1946 ab Rostock (Sowjetische Besatzungszone) nach Emmelsbüll (Britische Besatzungszone). Das Porto in Höhe von 0,12 Reichsmark wurde durch Verwendung einer Mi.-Nr. 36 xa entrichtet und das Postwertzeichen mit dem Maschinenstempel "SEESTADT ROSTOCK / i" entwertet.


  • Portorichtig frankierter Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 20. Februar 1946 ab Ludwigslust (Sowjetische Besatzungszone) nach Berlin. Das Porto in Höhe von 0,12 Reichsmark wurde durch Verwendung einer Mi.-Nr. 36 y entrichtet und das Postwertzeichen mit dem Zweikreisstegstempel "LUDWIGSLUST / a" entwertet.


  • Portorichtig frankierter Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 28. Februar 1946 ab Schwerin (Sowjetische Besatzungszone). Das Porto in Höhe von 0,12 Reichsmark wurde durch Verwendung einer Mi.-Nr. 36 y entrichtet und das Postwertzeichen mit dem Zweikreisstegstempel "SCHWERIN (MECKL) 1 / ac" entwertet.


  • Portorichtig frankierter Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 4. Dezember 1945 ab der Poststelle I Grabowhöfe (Sowjetische Besatzungszone) nach Berlin. Das Porto in Höhe von 0,12 Reichsmark wurde durch Verwendung einer Mi.-Nr. 5 A entrichtet und das Postwertzeichen mit dem Zweikreisstegstempel "GRABOWHÖFE / a / (KR WAREN, MÜRITZ)" entwertet.



    Die Besonderheit bei diesem Beleg ist die Verwendung eines Postwertzeichens der Magistratspost Groß-Berlins auf dem Gebiet der Oberpostdirektion Schwerin.

  • Portorichtig frankierter Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 5. Januar 1946 ab der Poststelle II Danneborth (Sowjetische Besatzungszone) nach Bremen (Amerikanische Besatzungszone). Das Porto in Höhe von 0,12 Reichsmark wurde durch Verwendung von zwei Mi.-Nr. 8 entrichtet und die Postwertzeichen auf dem Leitpostamt mit dem Zweikreisstegstempel "(3) WISMAR / c" - aptierte Postleitgebietszahl - entwertet.


  • Portorichtig frankierter Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 31. Dezember 1945 ab Röbel (Sowjetische Besatzungszone) nach Hainichen (Sowjetische Besatzungszone). Das Porto in Höhe von 0,12 Reichsmark wurde durch Verwendung von zwei Mi.-Nr. 9 entrichtet und die Postwertzeichen mit dem Handrollstempel in der Form Kreisstegstempel mit Bogen oben und unten "RÖBEL / * (MÜRITZ) *" entwertet.