Frage zu Mi.Nr.235- 246 Kontrollnummern

  • Hallo Forum,


    ist es bekannt dass die jeweiligen Buchstaben am Anfang der Nummern verschieden - wertig sind?


    Also F... G... H... J...


    Gruß


    Wolfgang

  • Da jetzt niemand etwas dazu geschrieben hat gehe ich da von aus dass das nicht der FalL ist und schließe den Beitrag

  • Hallo narnia2009


    ich bin in diesen Forum kaum noch präsent - dafür in einigen anderen, daher die Verzögerung.


    Ich nehme an, dass deine Frage darauf abzielte, ob die verschiedenen Anfangsbuchstaben der Kontrollnummern bei den spanischen "Medallón"-Ausgaben (so werden sie in Spanien bezeichnet) unterschiedlich bewertet werden – also ob beispielsweise ein "A" weniger "wert" ist als ein "G".
    Dem ist nicht so - die Kontrollnummern sind eine Art Sicherheitsaufdruck, der mit der jeweiligen Nummerierung des Bogens korrespondiert, aus dem die Marke stammt. Details gefällig?


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    Die rückseitig aufgedruckten Kontrollnummern korrespondieren mit den jeweiligen Bogen-Zählnummern und kamen auf allen in Spanien verausgabten Briefmarken zwischen dem 1. Januar und Mitte 1932 zur Anwendung. Keine Kontrollnummern finden sich auf den Zeitungs- und Drucksachenmarken, also den Nominalen zu 0,25, 1 und 2 Céntimos, mit Ausnahme der 2 Céntimos „Cadete“ und der ersten Auflage dieser Nominale in der Medallón-Ausgabe.


    Mit Hilfe dieser Kontrollnummern können Sammler Druckauflagen, Farben und Verwendungszeiten rekonstruieren und im Zweifelsfalle auch Fälschungen erkennen.


    Die rückseitigen Kontrollnummern weisen teils zahlreiche Varianten auf, wie beispielsweise gänzlich fehlende Aufdrucke oder teile davon, doppelt aufgedruckte Nummern, unterschiedliche Nummern innerhalb eines Bogens und so weiter.


    Auch unterscheidet sich die Typographie der Aufdrucke: Es gibt sie mit einem Punkt oder einem Komma nach dem Anfangsbuchstaben und auch bei den Buchstaben und Ziffern lassen sich unterschiedliche Schrifttypen erkennen, je nachdem, welche Nummeriermaschine bei der Bogenherstellung benutzt wurde.


    Ab der 4. Druckauflage der Cadete-Serie ging man dazu über, den Kontrollziffern einen Kennbuchstaben voran zu stellen, erst A, dann B, dann C und so weiter. (Achtung: Das spanische Alphabet hat 28 Buchstaben - ohne unser „W“, aber dafür ein „CH“, „LL“ und „Ñ“!). Daher kann man anhand der jeweils höchsten bekannten Kontrollnummer recht einfach die mutmaßliche Druckauflage berechnen, da jede komplette Buchstaben-Ziffern-Folge (z.B. D.000,001 bis D.999.999) je 100 Millionen Auflage entspricht. Man muss allerdings beachten, dass die Zählung bei den Cadete-Ausgaben mit Buchstabe nahtlos in die der Medallón-Ausgabe übergeht und dann die Bogenzählung bei Vaquer I wieder mit A.000,001 startet und bis zum Ende der Ausgabe mit „República Española“-Aufdruck kontinuierlich durchläuft.


    Der orangefarbige 15 Céntimos-Wert der Medallón-Ausgabe schafft es bis zum Kennbuchstaben U; die 25 Céntimos der Ausgabe Vaquer II kommen bis zum O während bei allen anderen Nominalen nicht mehr als C, D oder E erreicht werden.


    Marken mit rückseitigem Aufdruck 000,000 oder A.000,000 stammen aus Vorlagebogen. Die Ziffernfolge 000,00 kommt nur bei den ersten drei Auflagen der Cadete-Serie vor, alle späteren Vorlagestücke sind stets mit A.000,000 gekennzeichnet; es fand kein weiterer Anfangsbuchstabe als das A Verwendung.


    Meine Webseite (Englisch): http://www.historiapostal.eu


    Saludos

    Ralf